Quast (Maurerquast / Deckenbürste)
Ein grober Pinsel, der weniger zum „Malen“ als zum „Auftragen“ großer Flüssigkeitsmengen gedacht ist.
- Aufbau: Ein breiter Holz- oder Kunststoffblock mit dichten, langen Borsten (synthetisch oder Naturborste) und einem kurzen Griff, der oft am Eimerrand eingehängt werden kann.
- Einsatz:
- Maurer: Zum „Vornässen“ von Mauerwerk vor dem Verputzen (damit der Stein dem Putz nicht sofort das Wasser entzieht) oder zum Auftragen von Grundierung (Tiefengrund).
- Maler: Zum Auftragen von Kleister beim Tapezieren oder für grobe Kalkanstriche.
- Vorteil: Durch das enorme Volumen der Borsten kann der Quast sehr viel Flüssigkeit speichern und schnell auf große Flächen bringen.
Quergriff-Schlüssel (T-Griff-Schraubendreher)
Das bevorzugte Werkzeug für Mechaniker im Maschinenbau und in der Motorrad-Werkstatt, wenn es um Innensechskant- (Inbus) oder Torx-Schrauben geht.
- Aufbau: Die Klinge ist nicht wie bei einem normalen Schraubendreher gerade, sondern hat oben einen T-förmigen Griff (quer zur Achse).
- Vorteile gegenüber dem normalen L-Winkelschlüssel:
- Drehmoment: Man kann mit der ganzen Hand greifen und deutlich mehr Kraft übertragen, ohne dass der Schlüssel in die Handfläche schneidet.
- Schwungmasse: Bei langen Gewinden kann man den Schlüssel am Schaft halten und wie einen Kreisel drehen, um die Schraube schnell hinein- oder herauszudrehen.
- Variante: Viele Quergriffe haben auch am kurzen Ende des Griffs eine kleine Klinge („Seitenabtrieb“), um extrem fest sitzende Schrauben mit maximalem Hebel zu lösen.
Quirl (Rührquirl / Wendelrührer)
Der Aufsatz für das Rührwerk oder die Bohrmaschine (siehe „Mörtelrührer“ unter M).
- Funktion: Das Mischen von flüssigen bis pastösen Stoffen.
- Geometrie ist entscheidend:
- Wendelrührer (schraubenförmig): Drückt das Material nach unten (gut für flüssige Farben, damit es nicht spritzt) oder zieht es nach oben (gut für schweren Mörtel, damit sich nichts am Boden absetzt).
- Scheibenrührer: Für Gips oder Spachtelmasse, um wenig Luft einzurühren (Blasenvermeidung).
Quetschzange
Der umgangssprachliche (und teils veraltete) Begriff für die Crimpzange (siehe „Werkzeuge mit C“).
- Verwendung: Wird oft noch benutzt, um einfache Kabelschuhe im KFZ-Bereich (die bunten isolierten Stecker) zu „quetschen“.
- Warnung: Billige „Blech-Quetschzangen“ aus dem Baumarkt-Set drücken den Stecker oft nur platt, statt eine gasdichte Verbindung herzustellen. Im Profi-Bereich wird immer von „Crimpen“ gesprochen.
Querschlitten (Oberschlitten / Planschlitten)
Kein Handwerkzeug, sondern ein zentrales Bauteil einer Drehmaschine.
- Funktion: Während der Längsschlitten den Drehmeißel parallel zum Werkstück bewegt (Längsdrehen), bewegt der Querschlitten das Werkzeug im 90°-Winkel auf die Drehachse zu.
- Einsatz:
- Plandrehen: Erzeugen einer glatten Fläche am Ende eines Zylinders.
- Abstechen: Durchtrennen des Werkstücks.
Querholzzapfen-Schneider
Ein Spezialbohrer für Tischler (ähnlich einem Forstnerbohrer, aber ohne Zentrum).
- Funktion: Er bohrt nicht das Loch, sondern schneidet einen Holzzylinder (Zapfen) aus einem Brett heraus.
- Einsatz: Herstellen von „Querholzplättchen“. Wenn man eine Schraube im Möbelbau tief versenkt hat, leimt man ein solches Plättchen (aus dem gleichen Holz wie das Möbelstück) darüber, um das Schraubenloch unsichtbar zu verschließen.
