Pendelhubstichsäge (Stichsäge)
Die Weiterentwicklung der klassischen Stichsäge und heute Standard.
- Der Pendelhub: Das Sägeblatt bewegt sich nicht nur rauf und runter, sondern „pendelt“ zusätzlich vor und zurück.
- Effekt: Die Säge „beißt“ sich beim Aufwärtshub aggressiv in das Material und wirft beim Rückwärtshub die Späne besser aus.
- Anwendung:
- Pendelhub ein (Stufe 1-3): Für extrem schnelle, aber grobe Schnitte (z. B. Latten, Balken, Demontage).
- Pendelhub aus (Stufe 0): Für feine, ausrissfreie Schnitte und enge Kurven (z. B. Arbeitsplatten, Metall).
Pumpenzange (Wasserpumpenzange)
Der Allrounder unter den Greifzangen. Ursprünglich für Verschraubungen an Wasserpumpen (Stopfbuchsen) entwickelt, heute die Universalzange für Rohre und Muttern.
- Merkmal: Ein verstellbares Gleitgelenk, mit dem die Maulweite grob angepasst werden kann.
- Qualitätsmerkmal: Gute Zangen (z. B. „Cobra“ von Knipex) haben eine Selbstklemmung. Einmal am Rohr angesetzt und belastet, verbeißen sich die Zähne so fest, dass man die Zangengriffe nicht mehr zusammendrücken muss, sondern nur noch dreht.
- Sicherheit: Hochwertige Modelle haben einen Klemmschutz, der verhindert, dass man sich bei abrutschender Zange die Haut der Handflächen einklemmt („Blutblase“).
Phasenprüfer (Spannungsprüfer)
Ein kleiner Schraubendreher mit einer Glimmlampe im durchsichtigen Griff.
- Funktion: Man hält die Spitze an einen elektrischen Kontakt (z. B. in die Steckdose) und drückt mit dem Finger auf den Metallkontakt am Griffende. Leuchtet die Lampe, liegt Spannung (Phase) an.
- Warnung: Elektriker nennen ihn spöttisch „Lügenstift“. Er ist unzuverlässig (leuchtet manchmal bei Induktion, obwohl keine Gefahr besteht, oder leuchtet bei zu hellem Tageslicht scheinbar nicht, obwohl Strom drauf ist). Für verlässliche Sicherheit muss ein zweipoliger Spannungsprüfer (Duspol) verwendet werden!
Presszange (Rohrpresse)
Das wichtigste Werkzeug in der modernen Sanitär- und Heizungsinstallation. Es hat das Löten von Kupferrohren weitgehend abgelöst.
- Funktionsweise: Fittings (Verbindungsstücke) aus Kupfer, Edelstahl oder Kunststoff werden auf das Rohr gesteckt. Die Presszange (meist akkubetrieben und hydraulisch) umschließt den Fitting und presst ihn mit tonnenschwerer Kraft untrennbar auf das Rohr.
- Pressbacken: Je nach Hersteller gibt es unterschiedliche Presskonturen (V-Kontur, M-Kontur, TH-Kontur). Die Backe muss exakt zum Fitting passen, sonst wird die Leitung undicht!
Poliermaschine
Ein Elektrowerkzeug zur Fahrzeugaufbereitung und Hochglanzpolitur von Lacken.
- Rotationspolierer: Der Teller dreht sich nur im Kreis.
- Vorteil: Enormer Abtrag (beseitigt tiefe Kratzer).
- Nachteil: Erzeugt bei falscher Handhabung „Hologramme“ (feine Schlieren) im Lack und wird sehr heiß (Gefahr, den Lack zu verbrennen).
- Exzenterpolierer: Der Teller schwingt zusätzlich (wie beim Exzenterschleifer).
- Vorteil: Keine Hologramme, weniger Hitze, ideal für Anfänger und das „Finish“.
Presslufthammer
Das Symbol für schwere Straßenbauarbeiten.
- Antrieb: Funktioniert rein pneumatisch (mit Druckluft) über einen großen Baukompressor.
- Einsatz: Aufreißen von Asphaltdecken, Abbruch von Betonfundamenten.
- Unterschied zum Elektro-Abbruchhammer: Da er keinen Elektromotor hat, ist er extrem robust, unempfindlich gegen Staub/Wasser und überhitzt nicht, benötigt aber den teuren Kompressor-Anhänger.
Putzhobel
Ein spezieller Handhobel für Tischler (siehe auch „Werkzeuge mit H“).
- Einsatz: Er wird für den allerletzten Spanabnahme verwendet („Verputzen“), bevor das Möbelstück geölt oder lackiert wird.
- Besonderheit: Der Schnittwinkel des Eisens ist steiler (oft 48°–50° statt 45°), um auch bei schwieriger Holzmaserung Ausrisse zu verhindern.
Pickel (Spitzhacke / Kreuzhacke)
Das klassische Erdbauwerkzeug (siehe auch „Werkzeuge mit K“ – Kreuzhacke).
- Aufbau: Eine Seite spitz (Pickel) für harten Boden/Stein, eine Seite flach (Hacke) für Wurzeln.
Pflasterhammer
Ein Werkzeug für Straßenbauer und Pflasterer.
- Form: Kurzer Stiel, sehr schwerer Kopf.
- Besonderheit: Oft hat er Gummiaufsätze, um die Pflastersteine beim Festklopfen nicht zu zertrümmern, oder eine scharfe Seite zum Zurechtschlagen von Natursteinen.
Pinzette
Nicht nur im Bad, sondern auch in der Feinmechanik und Elektronik unverzichtbar.
- Varianten:
- Lötpinzette (Kreuzpinzette): Sie funktioniert umgekehrt („selbstschließend“). Man drückt sie zum Öffnen. Losgelassen hält sie das Bauteil fest – ideal als „dritte Hand“ beim Löten.
- ESD-Pinzette: Aus leitfähigem Kunststoff oder beschichtetem Stahl, um empfindliche Elektronik nicht durch elektrostatische Entladung zu zerstören.
Plattenheber (Plattenlift)
Eine Montagehilfe für den Trockenbau.
- Funktion: Rigipsplatten sind groß und schwer. Mit dem Plattenheber kann eine einzelne Person eine Platte an die Decke kurbeln, exakt positionieren und dort halten, während sie festgeschraubt wird.
Parallelanschlag
Ein Zubehörteil für Sägen (Kreissäge, Stichsäge) und Oberfräsen.
- Funktion: Eine Führungsschiene, die parallel zur Schnittkante läuft. Sie sorgt dafür, dass der Schnitt über die gesamte Länge exakt den gleichen Abstand zur Außenkante des Werkstücks hat.
Profilschablone (Konturenlehre)
Ein geniales kleines Hilfsmittel für Bodenleger.
- Funktion: Sie besteht aus hunderten verschiebbaren Lamellen. Man drückt sie gegen ein Hindernis (z. B. ein Heizungsrohr oder eine Türzarge). Die Lamellen verschieben sich und nehmen exakt die Form des Hindernisses an.
- Anwendung: Diese Form überträgt man dann auf das Laminat oder die Fliese, um den Ausschnitt perfekt passend zu sägen.
Pömpel (Saugglocke)
Zwar eher ein Haushaltsgerät, aber das erste Werkzeug des Klempners bei verstopften Abflüssen.
- Physik: Durch das Pumpen entsteht abwechselnd Über- und Unterdruck, der die Verstopfung lockert und wegschwemmt.
