Hammer
Der Hammer ist das Symbol für Handwerk schlechthin. Doch Hammer ist nicht gleich Hammer – je nach Gewerk gibt es gravierende Unterschiede.
- Schlosserhammer: Der Standard in Deutschland. Er hat eine quadratische Bahn (Schlagfläche) und eine keilförmige Finne (Rückseite). Das Gewicht variiert meist zwischen 200g (für Nägel) und 1000g.
- Latthammer (Zimmermannshammer): Erkennbar an der einseitig verlängerten Spitze („Klaue“), die in das Holz geschlagen wird, um den Hammer als Hebel zu nutzen oder schwere Balken zu bewegen. Zudem hat er oft einen magnetischen Nagelhalter, um Nägel einhändig anzuschlagen.
- Gummihammer / Schonhammer: Siehe „Werkzeuge mit G“.
Handkreissäge
Die Handkreissäge ist das wichtigste mobile Werkzeug für lange, gerade Schnitte in Holz und Plattenwerkstoffen.
- Funktionsweise: Ein rundes Sägeblatt rotiert und schneidet sich von unten durch das Material.
- Wichtiges Zubehör: Für wirklich präzise Schnitte (z. B. Möbelbau oder Küchenarbeitsplatten) ist eine Führungsschiene unverzichtbar, auf der die Säge spielfrei gleitet.
- Variante Tauchsäge: Eine spezielle Form der Handkreissäge. Hier kann das Sägeblatt während des Laufens von oben in das Material „eintauchen“. Das ist ideal, um Ausschnitte (z. B. für ein Spülbecken) mitten in einer Platte zu sägen.
Hobel (Handhobel & Elektrohobel)
Der Hobel dient dazu, Holzoberflächen zu glätten, die Dicke zu reduzieren oder Kanten zu fasen.
- Handhobel: Das klassische Tischlerwerkzeug. Ein scharfes Eisen nimmt einen hauchdünnen Span ab.
- Raubank: Ein sehr langer Hobel, um Bretter absolut gerade zu fügen.
- Putzhobel: Für das finale Glätten der Oberfläche.
- Elektrohobel: Eine Handmaschine mit einer rotierenden Messerwelle. Er arbeitet sehr aggressiv und eignet sich eher für grobe Anpassungsarbeiten auf der Baustelle (z. B. Klemmen einer Tür beseitigen oder Balken glätten) als für den feinen Möbelbau.
Heißluftpistole (Heißluftföhn)
Ein Elektrowerkzeug, das optisch einem Haartrockner ähnelt, aber Temperaturen von bis zu 600 °C erzeugt.
- Einsatzgebiete:
- Entlacken: Alte Lackschichten werden erhitzt, werfen Blasen und können mit einem Spachtel mühelos entfernt werden.
- Kunststoffe: Verformen von Rohren oder Verschweißen von Folien.
- Elektrik: Schrumpfen von Schrumpfschläuchen zur Isolierung von Kabeln.
- Vorsicht: Die Hitze ist enorm und kann brennbare Materialien in der Umgebung (z. B. Dämmstoffe hinter einer Holzfassade) entzünden, ohne dass man die Flamme sofort sieht.
Hochdruckreiniger
Eine Reinigungsmaschine, die Wasser unter extremem Druck (oft 100 bis 150 bar) durch eine Düse presst.
- Wirkung: Durch die hohe kinetische Energie des Wasserstrahls wird selbst hartnäckigster Schmutz (Moos, Algen, verwitterte Schichten) mechanisch gelöst.
- Einsatz: Reinigen von Gehwegplatten, Fassaden, Fahrzeugen oder Baumaschinen.
- Dreckfräse: Ein spezieller Aufsatz, bei dem ein rotierender Punktstrahl die Kraft bündelt – ideal für vermoosre Terrassen, aber gefährlich für Autolacke oder weiches Holz.
Hebel (Brecheisen / Kuhfuß)
Ein einfaches, aber extrem wirksames Werkzeug aus Stahl, das das physikalische Hebelgesetz nutzt.
- Form: Meist sechskantiger Stahl, an einem Ende abgeflacht und gebogen („Kuhfuß“) mit einem Spalt zum Nägelziehen.
- Einsatz: Heben von schweren Lasten (Türen, Platten), Auseinanderbrechen von Holzkonstruktionen (Abriss) oder Entfernen großer Nägel.
Hohlbeitel
Eine spezielle Form des Stechbeitels (siehe „Werkzeuge mit B“).
- Besonderheit: Die Klinge ist im Querschnitt halbkreisförmig (U-Form).
- Anwendung: Wird beim Schnitzen oder Drechseln verwendet, um vertiefte Formen, Rillen oder Hohlkehlen in das Holz zu arbeiten.
