Exzenterschleifer
Der Exzenterschleifer ist der Allrounder unter den Schleifmaschinen für die Holz- und Lackbearbeitung. Er vereint zwei Bewegungen: Der Schleifteller dreht sich (Rotation) und schwingt gleichzeitig exzentrisch (Oszillation).
- Vorteil: Durch die überlagerte Bewegung wird verhindert, dass rillenförmige Schleifspuren („Riefen“) im Werkstück entstehen. Das Ergebnis ist ein sehr feines Schliffbild bei gleichzeitig hohem Materialabtrag.
- Einsatz: Schleifen von Möbeloberflächen, Abschleifen von Lacken an Türen oder Polieren von Autolack (mit Polieraufsatz).
- Unterschied zum Schwingschleifer: Der Exzenterschleifer ist aggressiver im Abtrag und vielseitiger (auch für gewölbte Flächen geeignet), während der Schwingschleifer eher für den feinen Endschliff auf rechteckigen Flächen genutzt wird.
Eisensäge (Metallsäge/Bügelsäge)
Die klassische Eisensäge besteht aus einem U-förmigen Bügel, in den ein feines Sägeblatt unter hoher Spannung eingespannt wird.
- Sägeblatt: Es besteht aus HSS (Hochleistungs-Schnellarbeitsstahl) oder Bimetall. Die Zähne sind sehr fein und gehärtet, um Stahl zu schneiden.
- Wichtige Regel: Das Sägeblatt muss so eingespannt werden, dass die Zähne nach vorne (weg vom Griff) zeigen. Die Säge schneidet nur auf „Stoß“ (beim Nach-Vorne-Schieben). Beim Zurückziehen sollte man den Druck verringern, um die Zähne zu schonen.
- Anwendung: Kürzen von Gewindestangen, Rohren oder Metallprofilen.
Engländer (Rollgabelschlüssel)
Der Begriff „Engländer“ wird im Volksmund für fast jeden verstellbaren Schraubenschlüssel verwendet, bezeichnet technisch korrekt aber den verstellbaren Einmaulschlüssel, bei dem die Maulweite über eine Gewindeschnecke (Rändelschraube) im Werkzeugkopf verstellt wird.
- Vorteil: Ein einziges Werkzeug ersetzt einen ganzen Satz Maulschlüssel. Ideal für unterwegs oder für ungewöhnliche (zollige) Schraubengrößen.
- Nachteil: Da die Backen etwas Spiel haben, überträgt er weniger Kraft als ein passender Maulschlüssel und kann bei festsitzenden Schrauben den Schraubenkopf „runddrehen“. Er sollte daher immer fest an die Mutter gepresst werden.
Entgrater
Ein kleines, oft unterschätztes Handwerkzeug, das in der Metallbearbeitung unverzichtbar für die Sicherheit und Qualität ist.
- Funktion: Nach dem Sägen oder Bohren von Metall entstehen scharfe Kanten und Splitter (der „Grat“). Der Entgrater (meist ein Handgriff mit einer krummen, drehbar gelagerten Klinge) fährt an der Kante entlang und schält diesen Grat sauber ab.
- Varianten:
- Handentgrater: Mit Wechselklingen für Bohrungen und gerade Kanten.
- Kegelsenker: Wird in die Bohrmaschine gespannt, um Bohrlöcher zu entgraten („anzusenken“).
Elektroden-Schweißgerät (E-Hand)
Das Lichtbogenhandschweißen (E-Hand) ist eines der ältesten und robustesten elektrischen Schweißverfahren.
- Funktionsweise: Ein Lichtbogen brennt zwischen dem Werkstück und einer abschmelzenden Stabelektrode. Die Umhüllung der Elektrode verbrennt dabei und bildet Schutzgas sowie Schlacke, die das flüssige Metall vor Oxidation schützen.
- Vorteil: Es benötigt kein separates Schutzgas (Gasflasche) und ist unempfindlich gegen Wind. Daher ist es das Standardverfahren für Baustellen im Freien und Montagearbeiten.
- Nachteil: Es erfordert etwas Übung („Zünden“ der Elektrode) und produziert Schlacke, die nach dem Schweißen abgehämmert werden muss.
Erdbohrer
Ein Werkzeug für den Garten- und Landschaftsbau, um kreisrunde, tiefe Löcher in den Boden zu treiben.
- Varianten:
- Manuell: Ein T-Griff mit einer großen Bohrschnecke. Man dreht ihn mit Muskelkraft in die Erde und zieht ihn samt Aushub heraus.
- Motorisiert: Benzin- oder akkubetriebene Maschinen für große Zaunbau-Projekte.
- Einsatz: Setzen von Zaunpfählen, Pflanzen von Bäumen oder Errichten von Fundamenten für Spielgeräte.
