Wenn Sie vor der Wahl für ein passendes Industrie-Etikett in Ihrem Unternehmen stehen, werden Sie merken, wie viele verschieden Lösungen es gibt. Im Außenbereich brauchen Sie andere Dinge als drinnen, daher sollten Sie sich genau entscheiden. Wir unterstützen Sie dabei und zeigen Ihnen, welche Etiketten es gibt und wann Sie diese nutzen sollten.
Hitzebeständige Etiketten für entsprechende Umgebungen
Ein Kennzeichnungsetikett in der modernen Fertigung muss vielen thermischen Belastungen standhalten. Ob beim Löten von Leiterplatten, in Brennöfen oder bei der Kennzeichnung von heißen Metallbauteilen direkt nach dem Guss, Standardmaterialien würden hier innerhalb weniger Sekunden schmelzen, verkohlen oder sich einfach ablösen.
Um in solchen Bereichen bestehen zu können, müssen Industrieetiketten aus verschiedenen Materialien hergestellt und auf die Umgebung angepasst sein.
Besonders Polyimid-Etiketten haben sich in der Elektronikindustrie bewährt, da sie Temperaturen von weit über 250 Grad Celsius schadlos überstehen. Die aufgedruckten Barcodes oder Seriennummern bleiben selbst nach dem Durchlaufen von Wellenlötanlagen perfekt lesbar.
Wichtig ist bei der Auswahl, dass nicht nur das Obermaterial, sondern auch der Klebstoff sowie das verwendete Thermotransfer-Farbband exakt auf diese Hitzeeinwirkung abgestimmt sind, damit die Information über den gesamten Lebenszyklus des Produkts hinweg lesbar bleibt.
Chemikalienbeständige Etiketten für die Industrie
In Laboratorien, in der chemischen Industrie oder auch in der Automobilproduktion kommen Kennzeichnungen regelmäßig mit aggressiven Substanzen in Kontakt. Aggressive Reinigungsmittel, Kraftstoffe, Öle, Alkohole oder Lösungsmittel wie Aceton würden herkömmliche Druckbilder sofort verwischen oder das Trägermaterial zersetzen.
Chemikalienbeständige Etiketten basieren meist auf robusten Polyester- oder Polyethylenfolien, die eine hohe Barrierewirkung gegen Flüssigkeiten besitzen.
Zusätzlich sorgt eine spezielle Oberflächenbeschichtung dafür, dass sich die Druckfarbe dauerhaft mit dem Material verbindet. Selbst bei ständigem Wischkontakt oder beim Eintauchen in Reinigungsprozesse bleibt die Kennzeichnung absolut scharf und maschinenlesbar. Dies verhindert Verwechslungen bei Chemikalienbehältern und sorgt dafür, dass wichtige Sicherheits- und Rückverfolgbarkeitsdaten in der Produktion nicht verloren gehen.
Etiketten mit besonders hoher Klebkraft und ihr Einsatzzweck
Nicht jede Oberfläche in einer Industriehalle ist spiegelglatt und sauber. Oft müssen Schilder auf rauen Kanälen, pulverbeschichteten Gehäusen, öligen Maschinenteilen oder stark strukturierten Kunststoffen angebracht werden. Normale Klebstoffe finden auf solchen niederenergetischen Oberflächen keinen Halt und lösen sich nach kurzer Zeit an den Ecken ab.
Etiketten mit besonders hoher Klebkraft verfügen über eine dickere Schicht aus modifiziertem Acrylat- oder Kautschukkleber. Dieser fließt quasi in die mikroskopisch kleinen Unebenheiten des Untergrunds hinein und sorgt so für eine dauerhafte mechanische Verankerung. Diese Lösungen kommen vor allem bei der dauerhaften Inventarkennzeichnung, bei Typenschildern an Maschinen oder bei der Sicherheitskennzeichnung von Werkzeugen zum Einsatz, wo ein unbeabsichtigtes Ablösen schwere rechtliche oder logistische Folgen hätte.
Magnetische Etiketten kommen in besonderen Umfeldern zum Einsatz
Es gibt logistische Bereiche, in denen sich Lagerplätze, Regalinhalte oder Produktionsabläufe ständig ändern. Wenn Sie hier jedes Mal ein neues Klebeetikett anbringen und das alte mühsam abkratzen müssten, würde das wertvolle Arbeitszeit kosten und unschöne Kleberückstände hinterlassen.
Magnetische Etiketten bieten für diese flexiblen Anforderungen die perfekte Alternative auf allen metallischen Oberflächen.
- Lagerregale: Stellplätze in Hochregallagern lassen sich bei Sortimentswechseln mit einem Handgriff neu organisieren.
- Transportbehälter: Metallboxen oder Gitterboxen im innerbetrieblichen Warenfluss werden flexibel mit aktuellen Inhaltsdaten versehen.
- Planungstafeln: In der Produktionssteuerung helfen magnetische Schilder dabei, den Status von Aufträgen visuell zu verschieben.
Da die Schilder komplett ohne Klebstoff haften, können sie unendlich oft wiederverwendet werden, was langfristig Materialkosten einspart und die Umwelt schont.
Beständige Etiketten für die Verwendung im Außenbereich
Wenn ein Etikett draußen angebracht wird, ist es UV-Strahlung, Frost, Regen, Salzluft und mechanischen Belastungen ausgesetzt.
Wenn Sie einfache Kunststoff- oder Papieretiketten nutzen, sind diese unter der Sonne nach wenigen Monaten ausgeblichen und lösen sich auf.
Draußen braucht es daher wetterfeste Materialien wie Acrylate, Vinyl oder auch beschichtetes Aluminium. Die Stoffe sind so UV-stabilisiert, dass sie auch nach Jahren starker Sonnenstrahlung nicht gelb werden und die Barcodes lesbar bleiben.
Zur Anwendungen kommen sie vor allem bei Strommasten, Solarmodulen, Außenanlagen oder auch Geräten auf der Baustelle.
Temperaturbeständige Etiketten können wichtig sein
Während manche Kennzeichnungen nur Hitze aushalten müssen, erfordern andere Bereiche eine Beständigkeit in beide Richtungen der Temperaturskala. In der Tiefkühllogistik, in der medizinischen Forschung oder bei der Lagerung von Gasen herrschen oft Temperaturen von minus 40 Grad Celsius oder sogar noch deutlich weniger, da braucht es RFID vom Feinsten.
Temperaturbeständige Etiketten müssen auch bei diesen Minusgraden absolut flexibel bleiben. Ein normaler Klebstoff würde in der Kälte einfrieren, glashart werden und seine Haftung komplett verlieren. Spezielle Tieftemperatur-Klebstoffe sind so formuliert, dass sie ihre Klebkraft selbst auf bereits gefrorenen Oberflächen entfalten und das Material beim Einfrieren oder Auftauen nicht schrumpft oder reißt.
Kabelmarkierer in der Industrie richtig verwenden
Die saubere Strukturierung von Schaltschränken, Serverräumen und Maschinenverkabelungen ist die Grundvoraussetzung für eine schnelle Wartung und Fehlersuche. Kabelmarkierer müssen so beschaffen sein, dass sie sich engen Radien flexibel anpassen und sich auch bei ständiger Bewegung oder Vibration nicht von der Leitung lösen.
Hierbei haben sich selbstlaminierende Vinyl-Etiketten bewährt. Diese besitzen einen bedruckbaren Bereich und einen transparenten Teil, der beim Aufwickeln über den Text geklebt wird.
Das schützt die Schriftzeile wie ein Schutzpanzer vor Schmutz, Abrieb und Feuchtigkeit. Für dickere Kabelstränge oder Schläuche bieten sich zudem Schrumpfschläuche an, die über das Kabel gezogen und durch Hitze dauerhaft fixiert werden, oder robuste Kabelmarkierungs-Anhänger, die mit Kabelbindern sicher befestigt werden.
