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Autor: Maschine & Werkzeug
Der Maschinenbau steht unter doppeltem Druck. Einerseits fordern Kunden und der Gesetzgeber (via CSRD und EU-Taxonomie) drastische Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks. Andererseits zwingen steigende Rohstoffpreise und fragile Lieferketten zur Kosteneffizienz. Lange Zeit konzentrierte sich die Debatte um Nachhaltigkeit im Maschinenbau fast ausschließlich auf die Energieeffizienz im Betrieb – also darauf, wie viel Strom eine Maschine während der Zerspanung verbraucht. Doch dieser Blickwinkel ist zu eng. Ein oft unterschätzter Hebel für echte industrielle Nachhaltigkeit liegt nicht im Neubau, sondern im Bestand. Der Handel und die Weiternutzung von gebrauchten Maschinen ist gelebte Kreislaufwirtschaft (Circular Economy). Er verhindert, dass wertvolle Ressourcen verschwendet…
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau war jahrzehntelang durch eine extrem hohe Mitarbeiterloyalität geprägt. Wer einmal bei einem „Hidden Champion“ im Sauerland oder auf der Schwäbischen Alb anfing, blieb oft bis zur Rente. Die Fluktuation war gering, das Wissen blieb im Haus. Doch dieses Fundament bröckelt. Neben dem demografischen Wandel ist die Digitalisierung der Kommunikation der stärkste Treiber dieser Veränderung. Soziale Medien haben den Arbeitsmarkt radikal transparent gemacht. Was früher ein lokaler, geschlossener Markt war, ist heute ein globaler Basar der Möglichkeiten. Für Geschäftsführer und HR-Leiter im Maschinenbau ist dies eine zweischneidige Angelegenheit: Die gleichen Plattformen, die ihre besten Zerspanungsmechaniker und…
Der Zuschnitt ist in der metallverarbeitenden Industrie und im Stahlhandel der erste und oft definierende Schritt der Wertschöpfungskette. Dennoch fristete die Sägeabteilung lange Zeit ein Schattendasein im Kontext von Industrie 4.0. Während Dreh- und Fräszentren längst vernetzt waren, dominierten im Zuschnitt manuelle Papierlisten, händische Anschlageinstellungen und eine intransparente Lagerhaltung von Reststücken. Diese „analoge Insel“ wird zunehmend zum wirtschaftlichen Risiko. Fehler im Zuschnitt – sei es durch falsche Maße, Materialverwechslungen oder fehlende Rückverfolgbarkeit – pflanzen sich durch die gesamte Produktion fort. Die Digitalisierung von Sägeprozessen ist daher kein Luxus, sondern der notwendige Schritt, um Materialeffizienz zu maximieren, Rüstzeiten zu minimieren und…
In der Fertigung von Präzisionsbauteilen war der Prozessfluss über Jahrzehnte in Stein gemeißelt: Erst erfolgte die Weichbearbeitung (Drehen, Fräsen), dann die Wärmebehandlung (Härten) und abschließend die Hartfeinbearbeitung auf spezialisierten Schleifmaschinen. Dieser klassische Ablauf erfordert jedoch vielfaches Umspannen, Zwischenlagerung und komplexe Logistik. Jedes Umspannen birgt zudem das Risiko von Rundlauffehlern und Ungenauigkeiten. Um diese Ineffizienzen zu eliminieren, setzen Maschinenbauer zunehmend auf das Konzept des integrierten Schleifens. Dabei wird die Schleiftechnologie direkt in Dreh-Fräs-Zentren oder Multitasking-Maschinen implementiert. Das Bauteil wird komplett in einer Aufspannung gefertigt („Done-in-One“). Diese Hybrid-Technologie stellt jedoch hohe Anforderungen an die Maschinenauslegung, den Kühlschmierstoff und den Prozessschutz. Das Wichtigste…
Die CNC-Technik (Computerized Numerical Control) ist der technologische Standard, der die industrielle Produktion in den letzten 50 Jahren revolutioniert hat. Sie bezeichnet den Einsatz von computergestützten Steuerungen zur Regelung und Überwachung von Werkzeugmaschinen. Ohne CNC-Technik wäre die moderne Welt, von der Automobilindustrie über die Luftfahrt bis hin zur Medizintechnik, in ihrer heutigen Form und Präzision nicht denkbar. Während früher Dreher und Fräser die Handräder einer Maschine manuell bedienten, um ein Werkstück zu formen, übernimmt bei der CNC-Technik ein leistungsfähiger Mikrocomputer diese Aufgabe. Er übersetzt digitale Konstruktionsdaten in präzise mechanische Bewegungen. Dies ermöglicht nicht nur eine Wiederholgenauigkeit im Mikrometerbereich, sondern auch…
In der Zerspanung sind Werkzeuge Verbrauchsgüter, doch ihre Standzeit entscheidet maßgeblich über die Wirtschaftlichkeit eines Fertigungsprozesses. Ein vorzeitiger Werkzeugausfall verursacht nicht nur Kosten für das Werkzeug selbst, sondern – viel gravierender – Stillstandszeiten, Ausschuss und Prozessunsicherheiten. Der Verschleiß ist ein unvermeidbares physikalisches Phänomen, resultierend aus der extremen thermischen und mechanischen Belastung in der Kontaktzone zwischen Schneide und Werkstück. Die Kunst der modernen Fertigung liegt nicht darin, Verschleiß zu verhindern, sondern ihn vorhersehbar zu machen und durch gezielte technologische Maßnahmen hinauszuzögern. Von der Wahl des Substrats über die Beschichtung bis hin zur intelligenten Prozessführung: Die Hebel zur Lebensdauerverlängerung sind vielfältig. Das…
In der modernen Zerspanung ist Zeit der kritischste Kostenfaktor. Der Druck, Bauteile schneller, präziser und kostengünstiger zu fertigen, hat zur Entwicklung neuer Fertigungsstrategien geführt, die weit über das konventionelle Fräsen hinausgehen. High Performance Cutting (HPC) hat sich als Standard für die wirtschaftliche Schruppbearbeitung etabliert. Im Gegensatz zum High Speed Cutting (HSC), bei dem hohe Schnittgeschwindigkeiten und Oberflächengüten im Vordergrund stehen, zielt HPC primär auf das maximale Zeitspanvolumen (Q) ab. Es geht darum, möglichst viel Material in möglichst kurzer Zeit prozesssicher zu entfernen. Dies erfordert ein perfekt abgestimmtes tribologisches System aus Werkzeugmaschine, Spindel, Werkzeugaufnahme, Fräser und CAM-Strategie. Das Wichtigste in Kürze…
Die Automatisierung der Fertigung ist längst kein Exklusivrecht der Automobilindustrie mehr. Getrieben durch sinkende Hardwarekosten, intuitive Programmieroberflächen und den akuten Mangel an Fachkräften, halten Industrieroboter zunehmend Einzug in den Mittelstand. Vom klassischen Schweißroboter bis zum sensiblen Montage-Cobot: Die robotergestützte Fertigung ist der entscheidende Hebel, um Produktionsstandorte in Hochlohnländern wettbewerbsfähig zu halten. Doch für Geschäftsführer und Produktionsleiter stellt sich vor der Investition die entscheidende Frage: Lohnt sich das? Wo genau stiftet der Roboter den größten Nutzen, und wann ist der Return on Investment (ROI) erreicht? Dieser Artikel analysiert die lukrativsten Einsatzgebiete und liefert einen Leitfaden zur wirtschaftlichen Bewertung von Automatisierungsprojekten. Das…
Über Jahrzehnte folgte das globale Supply Chain Management einer einfachen Maxime: Kostenminimierung durch globale Arbeitsteilung. Produziert wurde dort, wo die Löhne am niedrigsten waren, und gelagert wurde auf der Straße („Just-in-Time“). Dieses System der Hyper-Effizienz hat der Weltwirtschaft günstigen Konsum und hohe Margen beschert – solange die Welt friedlich und die Grenzen offen waren. Die Kaskade an Krisen der frühen 2020er Jahre – von der Pandemie über blockierte Schifffahrtswege bis hin zu geopolitischen Handelskriegen – hat die Fragilität dieses Modells brutal offengelegt. Für Industrieunternehmen ist Versorgungssicherheit heute wichtiger als der letzte Cent Einsparung beim Einkaufspreis. Der Trend geht massiv weg…
Die CNC-Bearbeitung (Computerized Numerical Control) ist das Rückgrat der modernen Fertigung. Doch die Anforderungen an Zerspaner haben sich in den letzten Jahren drastisch gewandelt. Ging es früher primär um Spindeldrehzahlen und Eilganggeschwindigkeiten („schneller, höher, weiter“), stehen 2026 ganz andere Parameter im Fokus: Autonomie, Intelligenz und Energieeffizienz. Getrieben durch den chronischen Fachkräftemangel und die Notwendigkeit zur Dekarbonisierung, entwickeln Maschinenbauer ihre Systeme von reinen Produktionsmitteln hin zu intelligenten Cyber-Physischen Systemen. Für Lohnfertiger und interne Produktionsabteilungen bedeutet dies, dass Investitionsentscheidungen im Jahr 2026 nicht mehr allein auf Basis der Mechanik, sondern auf Basis der digitalen Reife und Automatisierungsfähigkeit getroffen werden müssen. Das Wichtigste…