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Autor: Maschine & Werkzeug
Die Investition in eine Portalfräsmaschine für die Großteilebearbeitung gehört zu den kapitalintensivsten Entscheidungen, die ein Fertigungsbetrieb treffen kann. Wir sprechen hier nicht von einer einfachen Ersatzbeschaffung, sondern oft von einem Projekt, das tief in die Infrastruktur der Werkhalle eingreift und Kapazitäten für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre festlegt. Wer in diesem Segment falsch dimensioniert oder an der falschen Stelle spart, riskiert nicht nur Engpässe in der Produktion, sondern massive Folgekosten durch mangelnde Verfügbarkeit oder Qualitätsprobleme bei teuren Rohteilen. In der Praxis geht es deshalb weniger um den reinen Maschinenpreis als um die Frage, welches Konzept die geforderte Zerspanungsleistung langfristig…
In der Diskussion um die vernetzte Fertigung konzentrieren sich viele Entscheider reflexartig auf OPC UA als den einzigen universellen Standard für den Maschinendatenaustausch. Doch in der Praxis zeigt sich oft ein anderes Bild: Sobald es um hohe Gerätezahlen, instabile Netzwerkverbindungen oder die reine Übertragung von Telemetriedaten in übergeordnete Systeme geht, stößt die komplexe Client-Server-Architektur klassischer Protokolle an Grenzen. Hier hat sich MQTT (Message Queuing Telemetry Transport) als schlanke, leistungsfähige Alternative etabliert, die ursprünglich gar nicht für den Fabrikboden, sondern für die Pipeline-Überwachung entwickelt wurde. Wer heute eine Digitalisierungsstrategie plant, muss verstehen, wo dieses Protokoll seine Stärken ausspielt und wo es…
Die Maschinenverfügbarkeit steht in der modernen Fertigung unter doppeltem Druck: Einerseits werden Anlagen technisch immer komplexer und softwarelastiger, andererseits schwindet das Erfahrungswissen durch den Fachkräftemangel rapide. Wenn eine kritische Anlage stillsteht, zählt jede Minute. In diesem Spannungsfeld hat sich Augmented Reality (AR) von einer technologischen Spielerei zu einem pragmatischen Werkzeug für die Instandhaltung entwickelt. Es geht nicht mehr um futuristische Visionen, sondern um die schnelle Überbrückung von Wissenslücken direkt an der Maschine. Wer heute über AR in der Wartung nachdenkt, sucht meist eine Antwort auf die Frage, wie ein Instandhalter vor Ort die gleichen Probleme lösen kann wie der spezialisierte…
Wer als Maschinenbauer gründet oder wächst, steht früher oder später vor einer Frage, die weniger mit Technik als mit Existenzsicherung zu tun hat: Passt der rechtliche Rahmen noch zum operativen Risiko? Oft beginnt der Weg als freiberufliches Ingenieurbüro oder kleine Personengesellschaft, doch sobald die ersten größeren Anlagen vorfinanziert werden müssen oder Mitarbeiter an rotierenden Maschinen stehen, verschiebt sich die Risikolandschaft dramatisch. Die Wahl der Rechtsform ist im Maschinen- und Anlagenbau keine reine Verwaltungsformalität, sondern ein strategisches Werkzeug, um Privatvermögen zu schützen und die Finanzierung teurer Investitionsgüter zu sichern. Das Wichtigste in Kürze Die Haftungsbeschränkung ist im Maschinenbau aufgrund hoher Produkthaftungsrisiken…
In der modernen Zerspanung endet der Fertigungsprozess nicht mit dem Erreichen des Endmaßes, sondern erst mit der definierten Gestaltung der Bauteilkante. Während Toleranzen im Mikrometerbereich oft prozesssicher beherrscht werden, bleibt das Entgraten häufig der „Flaschenhals“, der über die finale Wirtschaftlichkeit eines Auftrags entscheidet. Manuelle Nacharbeit ist nicht nur kostenintensiv und personalabhängig, sondern auch die häufigste Ursache für Qualitätskurven, die trotz präziser CNC-Bearbeitung am Ende nach unten zeigen. Die Verlagerung dieses Prozessschrittes direkt in die CNC-Maschine bietet enorme Potenziale für Reproduzierbarkeit und Durchlaufzeit, erfordert jedoch ein Umdenken bei Werkzeugwahl und Programmierung. Das Wichtigste in Kürze Prozesssicherheit vor Taktzeit: Das maschinelle Entgraten…
Der Fachkräftemangel trifft kaum einen Bereich so hart wie die Schweißtechnik. Während erfahrene WIG-Schweißer auf dem Arbeitsmarkt rar gesät sind, steigen gleichzeitig die Anforderungen an Durchlaufzeiten und Nahtqualität in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). In diesem Spannungsfeld hat sich die Laserschweißtechnik von einer teuren Nischenanwendung der Automobilindustrie zu einer erreichbaren Option für den Mittelstand gewandelt. Insbesondere handgeführte Laserschweißgeräte und kompakte Zellen versprechen, die Lücke zwischen manueller Handwerkskunst und industrieller Präzision zu schließen, doch die Einführung erfordert weit mehr als nur den Kauf einer neuen Stromquelle. Das Wichtigste in Kürze Handgeführte Lasersysteme ermöglichen Schweißgeschwindigkeiten, die bis zu viermal höher sind als…
Im modernen Maschinenbau liegt der Fokus der Ingenieurskunst oft auf hochkomplexen Baugruppen: 5-Achs-Simultanfrästeile, topologieoptimierte 3D-Druck-Strukturen oder präzisionsgeschliffene Spindeln. Doch quantitative Realität in der Stückliste sieht anders aus. Sogenannte C-Teile – einfache Werkstücke aus Metall wie Distanzplatten, Lagerböcke, Bolzen, Haltewinkel oder simple Wellenadapter – machen oft bis zu 80 Prozent der verbauten Komponenten aus. Diese Bauteile werden häufig als „Commodity“ abgetan. Die Konstruktion erfolgt routinemäßig, die Fertigung wird als trivial angesehen. Doch gerade in dieser Masse liegt ein enormer technischer und wirtschaftlicher Hebel. Ein unzureichend ausgelegtes einfaches Werkstück verursacht unnötige Zerspanungsvolumina, blockiert wertvolle Maschinenkapazitäten durch Rüstzeiten oder verschlechtert als unnötige Masse…
Die Fertigung von Passungen ist in der Zerspanung oft der letzte und zugleich kritischste Schritt. Während beim Bohren oder Fräsen der Materialabtrag und die Zeitspanvolumina im Vordergrund stehen, verschiebt sich der Fokus beim Reiben radikal auf Prozesssicherheit, Maßhaltigkeit und Oberflächengüte. Ein Fehler an dieser Stelle bedeutet meist, dass ein nahezu fertig bearbeitetes Bauteil mit hoher Wertschöpfung zum Ausschuss wird. Der Zielkonflikt ist in der Praxis allgegenwärtig: Einerseits verlangt die Fertigungsplanung kurze Taktzeiten und hohe Vorschübe, andererseits darf die geforderte Toleranzklasse – oft H7 oder feiner – unter keinen Umständen verletzt werden. Wer hier rein auf Geschwindigkeit setzt, riskiert Rattermarken oder…
Oft entscheidet nicht die Spindelleistung oder die Dynamik der Achsen über die tatsächliche Ausbringung einer Werkzeugmaschine, sondern eine scheinbar banale Peripheriekomponente: der Späneförderer. Wenn der Abtransport des Materials stockt, die Kühlmitteltanks überlaufen oder sich Spänenester im Arbeitsraum bilden, steht auch das teuerste Bearbeitungszentrum still. In vielen Fertigungsbetrieben wird dieses Aggregat bei der Investitionsplanung jedoch stiefmütterlich behandelt und lediglich als „Zubehör“ betrachtet, was sich später durch ungeplante Wartungsstillstände und mangelhafte KSS-Qualität rächt. Das Wichtigste in Kürze Die Wahl des Förderers hängt primär von der Spanform (lang, kurz, wollig) und dem Werkstoff ab; Universalgeräte sind oft ein fauler Kompromiss mit hohem Verschleißrisiko.…
Die Unwucht im Werkzeugsystem ist einer der häufigsten, aber oft unterschätzten Störfaktoren in der zerspanenden Fertigung. Während bei niedrigen Drehzahlen leichte Ungleichgewichte in der Masseverteilung kaum ins Gewicht fallen, potenzieren sich die negativen Effekte mit steigender Schnittgeschwindigkeit. Fertigungsleiter und Geschäftsführer stehen daher regelmäßig vor der Investitionsfrage: Lohnt sich die Anschaffung einer eigenen Werkzeugwuchtmaschine oder reichen vorwuchtete Halter aus? Die Antwort hängt nicht von Bauchgefühl ab, sondern von einer klaren Kosten-Nutzen-Rechnung bezüglich Spindellebensdauer, Werkzeugverschleiß und Oberflächengüte. Eine differenzierte Betrachtung der technischen Notwendigkeiten und wirtschaftlichen Auswirkungen ist für diese Entscheidung unerlässlich. Das Wichtigste in Kürze Drehzahl als Haupttreiber: Ab Spindeldrehzahlen von ca.…