Inbusschlüssel (Innensechskantschlüssel)
Der Inbusschlüssel ist der Klassiker für Möbelmontage, Fahrradreparaturen und Maschinenbau. Der Name INBUS ist eigentlich ein Akronym und steht für „Innensechskant Bauer und Schaurte“ (nach dem Ersthersteller).
- Funktion: Er dient zum Drehen von Schrauben mit einem sechseckigen Innenprofil.
- Vorteile: Im Gegensatz zum Kreuzschlitz kann das Werkzeug kaum „herausrutschen“ (Cam-Out-Effekt), und es können hohe Drehmomente übertragen werden.
- Varianten:
- L-Form (Winkelschlüssel): Der Standard. Das lange Ende für schnelles Drehen, das kurze Ende für festes Anziehen (Hebelwirkung).
- Kugelkopf: Manche Inbusschlüssel haben am langen Ende eine kugelartige Form. Damit kann man die Schraube auch schräg ansetzen (bis ca. 30° Neigung), was an schwer zugänglichen Stellen Gold wert ist.
- Hinweis: Die häufige Schreibweise „Imbus“ (mit m) ist falsch, hat sich aber im Sprachgebrauch festgesetzt.
Induktionsheizgerät
Ein Spezialwerkzeug aus der KFZ- und Landmaschinen-Werkstatt, das oft als „Problemlöser“ bezeichnet wird.
- Problem: Eine Mutter ist so stark verrostet, dass sie sich nicht lösen lässt. Mit einer offenen Flamme (Schweißbrenner) zu arbeiten, ist oft zu gefährlich (Kabelbäume, Lack, Benzinleitungen in der Nähe).
- Lösung: Das Induktionsheizgerät erhitzt punktgenau und in Sekunden nur das metallische Bauteil mittels magnetischer Wechselfelder (wie bei einem Induktionsherd). Die Mutter glüht rot auf, dehnt sich aus und lässt sich lösen – ganz ohne offene Flamme.
Innenauszieher
Während ein normaler Abzieher ein Bauteil von außen greift, benötigt man einen Innenauszieher für Lager, die bündig in einem Gehäuse (Sackloch) sitzen.
- Funktionsweise: Die Spreizhülse des Werkzeugs wird in das Lagerloch eingeführt und dann gespreizt, sodass sich die scharfen Kanten hinter dem Innenring des Lagers verhaken.
- Gegenstütze: Anschließend wird eine Gegenstütze oder ein Gleithammer aufgeschraubt, um das Lager mit Kraft nach oben herauszuziehen.
Innenmessschraube
Ein Präzisionsmessgerät für Metallbearbeiter, um Bohrungen exakt zu vermessen.
- Einsatz: Wenn es darauf ankommt, ob ein Loch 50,00 mm oder 50,05 mm groß ist (Passungen).
- Unterschied zum Messschieber: Ein Messschieber ist für tiefe Bohrungen oft zu ungenau (Kippfehler). Die Innenmessschraube (oft mit 3-Punkt-Berührung) zentriert sich selbst in der Bohrung und liefert mikrometergenaue Ergebnisse.
