Gabelschlüssel (Maulschlüssel)
Der Gabelschlüssel ist das Symbolbild für Werkzeug schlechthin. Er besitzt ein offenes „Maul“, mit dem er seitlich auf Sechskant- oder Vierkantmuttern geschoben wird.
- Funktion: Lösen und Anziehen von Schraubenköpfen, besonders wenn von oben kein Platz ist (z. B. bei Rohrleitungen), um einen Ringschlüssel aufzusetzen.
- Ring-Maulschlüssel: Die gängigste Variante in Werkzeugkoffern. Eine Seite ist als offene Gabel, die andere als geschlossener Ring (für bessere Kraftübertragung) ausgeführt.
- Profi-Tipp: Gute Gabelschlüssel greifen die Mutter nicht nur an den Ecken, sondern verlagern die Kraft auf die Flanken, um das „Runddrehen“ des Schraubenkopfes zu verhindern.
Gehrungssäge (Kapp- und Gehrungssäge)
Eine stationäre Kreissäge, bei der das Sägeblatt von oben auf das Werkstück herabgesenkt wird („Kappen“). Der Clou ist der dreh- und neigbare Sägetisch bzw. Sägekopf.
- Die Gehrung: Sie erlaubt präzise Winkelschnitte (z. B. 45°), um Leisten, Paneele oder Kanthölzer „auf Gehrung“ zu schneiden, damit sie im 90°-Winkel perfekt zusammenpassen (z. B. bei Bilderrahmen oder Fußleisten).
- Zugfunktion: Hochwertige Modelle (Kapp-Zug-Säge) haben einen ausziehbaren Sägekopf. Damit können auch breite Paneele (z. B. Laminat oder Parkett) in einem Zug durchtrennt werden.
Gewindeschneider
Unter diesem Oberbegriff werden zwei Werkzeuge zusammengefasst, die zur Herstellung von Schraubverbindungen nötig sind:
- Gewindebohrer (Innen): Ein stiftartiges Werkzeug, das in ein vorgebohrtes „Kernloch“ gedreht wird, um ein Innengewinde (z. B. in eine Mutter oder einen Metallblock) zu schneiden.
- Satz vs. Maschinengewindebohrer: Klassische Hand-Sätze bestehen aus drei Bohrern (Vor-, Mittel- und Fertigschneider), während moderne Maschinenbohrer das Gewinde in einem Arbeitsgang schneiden.
- Schneideisen (Außen): Ein runder Stahlblock mit innenliegenden Schneiden. Er wird auf einen Rundstab gedreht, um ein Außengewinde (eine Schraube) herzustellen.
Gripzange (Feststellzange)
Die Gripzange ist die „dritte Hand“ des Handwerkers. Sie unterscheidet sich von anderen Zangen durch einen Kniehebelmechanismus mit Einstellschraube.
- Funktion: Man stellt die Zangenöffnung auf das Werkstück ein und drückt sie zu. Die Zange schnappt über einen Totpunkt und klemmt sich von selbst fest. Man muss die Griffe nicht mehr festhalten.
- Einsatz:
- Fixieren von zwei Blechen vor dem Schweißen.
- Lösen von extrem festsitzenden oder rundgedrehten Schrauben (da man sehr hohe Klemmkraft aufbauen kann).
Gummihammer
Ein Hammer mit einem Kopf aus Hartgummi oder elastischem Kunststoff.
- Einsatz: Überall dort, wo Kraft benötigt wird, das Werkstück aber nicht beschädigt werden darf.
- Fliesenleger: Zum Festklopfen der Fliesen im Kleberbett.
- Möbelbau: Zum Zusammenfügen empfindlicher Holzteile.
- Pflasterarbeiten: Große Gummihämmer werden genutzt, um Pflastersteine auf Höhe zu klopfen.
- Variante: Der Schonhammer hat oft austauschbare Köpfe (z. B. eine Seite Gummi, eine Seite Nylon für härtere Schläge).
Geradschleifer
Der „große Bruder“ des Dremels. Ein längliches, elektrisches oder druckluftbetriebenes Werkzeug, bei dem der Schleifstift direkt auf der Motorachse sitzt.
- Drehzahl: Extrem hoch (oft 20.000+ U/min).
- Einsatz: Vorwiegend in der Metallbearbeitung, um Schweißnähte an schwer zugänglichen Stellen zu verputzen, Rohre innen zu entgraten oder Formen im Werkzeugbau nachzubearbeiten.
Glasschneider
Ein kleines Handwerkzeug, das – ähnlich wie der Fliesenschneider – Glas nicht schneidet, sondern ritzt.
- Funktionsweise: Ein kleines Rädchen aus gehärtetem Stahl oder Diamant erzeugt eine Spannung (Fissur) in der Glasoberfläche. Durch leichtes Klopfen oder Biegen bricht das Glas dann exakt an dieser Linie.
