Drehmomentschlüssel
Der Drehmomentschlüssel sieht aus wie eine große Ratsche (Knarre), ist aber ein Präzisionsmesswerkzeug. Er dient dazu, Schrauben und Muttern mit einer exakt definierten Kraft (genauer: einem Drehmoment) anzuziehen.
- Funktionsweise: Das gewünschte Drehmoment (in Newtonmeter, Nm) wird am Griff eingestellt. Beim Anziehen der Schraube gibt das Werkzeug bei Erreichen des Wertes ein deutliches akustisches und haptisches „Knacken“ von sich. Ab diesem Punkt darf nicht weitergedreht werden.
- Einsatz: Überall dort, wo Schrauben fest sitzen müssen, aber nicht abreißen oder das Gewinde beschädigen dürfen.
- Klassiker: Radwechsel am Auto (meist 110–120 Nm).
- Feinmechanik: Fahrräder (Carbonrahmen!) und Motorenbau (Zylinderkopfschrauben).
- Wichtig: Nach Gebrauch sollte die Feder im Inneren entspannt werden (auf den niedrigsten Wert zurückdrehen), um die Messgenauigkeit dauerhaft zu erhalten.
Drehmaschine (Drehbank)
Die Drehmaschine ist die Königin der Zerspanung in der Metallbearbeitung. Im Gegensatz zur Fräse oder Bohrmaschine rotiert hier nicht das Werkzeug, sondern das Werkstück.
- Funktionsweise: Das Werkstück wird in ein Spannfutter eingespannt und in schnelle Rotation versetzt. Ein feststehender Meißel fährt am Material entlang und hebt einen Span ab, um zylindrische Formen herzustellen.
- Varianten:
- Leit- und Zugspindeldrehmaschine: Der Standard für Metaller, ermöglicht auch das Schneiden von Gewinden.
- Drechselbank: Das Gegenstück für die Holzbearbeitung. Hier wird der Meißel (Röhre) meist freihändig geführt.
Dekupiersäge
Eine elektrisch betriebene Laubsäge für feinste Holzarbeiten, die besonders im Modellbau beliebt ist.
- Funktionsweise: Ein sehr feines Sägeblatt bewegt sich vertikal auf und ab. Da das Blatt extrem dünn ist, können engste Radien und komplexe Kurven gesägt werden, ohne das Werkstück wenden zu müssen.
- Einsatz: Intarsienarbeiten, Holzspielzeug, filigrane Muster (Schwibbogen).
Dickenhobel (Dickenhobelmaschine)
Eine stationäre Holzbearbeitungsmaschine, die oft in Kombination mit einer Abrichte vorkommt.
- Aufgabe: Nachdem ein Brett auf einer Seite plan gehobelt wurde (abgerichtet), sorgt der Dickenhobel dafür, dass das Brett auf der gesamten Länge exakt die gleiche Stärke (Dicke) erhält.
- Funktion: Das Holz wird maschinell durchgezogen, während eine Messerwelle von oben Material abnimmt, bis das eingestellte Maß erreicht ist.
Durchschlag (Splinttreiber)
Ein einfaches, aber essenzielles Handwerkzeug aus der Schlosserei, das zur Familie der Meißel und Körner gehört. Es ist ein zylindrischer Stahlstift mit flacher Spitze.
- Einsatz: Er wird verwendet, um Stifte, Bolzen, Nieten oder Splinte aus einer Bohrung herauszutreiben („durchzuschlagen“). Man setzt ihn an und schlägt mit dem Hammer auf das hintere Ende.
- Qualität: Gute Durchschläge sind vergütet (gehärtet), damit sie sich beim Schlag nicht verformen, aber zäh genug, um nicht zu splittern.
Drahtbürste
Ein Werkzeug zur abrasiven Oberflächenbearbeitung. Die „Borsten“ bestehen aus Stahldraht, Messing (weicher) oder Edelstahl (für rostfreie Stähle).
- Formen:
- Handdrahtbürste: Sieht aus wie ein Schrubber, für manuelle Arbeit.
- Rundbürste/Topfbürste: Als Aufsatz für Bohrmaschine oder Winkelschleifer für schnellen Abtrag.
- Einsatz: Entrosten von Metall, Entfernen von alter Farbe oder Reinigen von Schweißnähten (Entschlacken).
Doppelmeter (Gliedermaßstab)
In der Schweiz und Süddeutschland der gängige Fachbegriff für den Zollstock.
- Besonderheit: Ein Standard-Gliedermaßstab aus Holz oder Kunststoff ist ausgeklappt genau zwei Meter lang – daher der Name „Doppelmeter“.
