Die Kategorie der Werkzeuge mit dem Anfangsbuchstaben A wird unangefochten vom beliebtesten Elektrowerkzeug überhaupt angeführt: dem Akkuschrauber. Doch auch in der spezialisierten Werkstatttechnik (KFZ, Elektro, Schmiede) finden sich unter diesem Buchstaben unverzichtbare Hilfsmittel für präzises und grobes Arbeiten.
Akkuschrauber & Akku-Bohrschrauber
Der Akkuschrauber hat die Arbeit auf Baustellen und in Werkstätten revolutioniert. Er ersetzt in fast allen Bereichen den klassischen Schraubendreher und oft auch die kabelgebundene Bohrmaschine.
- Funktion: Mobiles Eindrehen von Schrauben und Bohren in Holz, Metall oder Kunststoff.
- Wichtige Kennzahlen: Die Leistung wird meist in Volt (V) angegeben (Profi-Standard: 18V, Heimwerker: 12V), die Ausdauer in Amperestunden (Ah) und die Kraft in Newtonmetern (Nm).
- Bauarten: Vom kleinen Mini-Akkuschrauber für Möbel bis zum leistungsstarken Schlagbohrschrauber für Mauerwerk.
- Profi-Tipp: Bürstenlose Motoren („Brushless“) sind wartungsärmer, kompakter und haben eine längere Akkulaufzeit als herkömmliche Modelle.
Abisolierzange
Für Elektriker und Mechatroniker gehört die Abisolierzange zur Grundausstattung. Sie dient dazu, die Kunststoffisolierung eines elektrischen Leiters zu entfernen, ohne den leitenden Draht (Litze oder Massivleiter) zu beschädigen.
- Varianten:
- Manuell: Mit einer Stellschraube wird der Durchmesser fixiert (V-Öffnung).
- Automatisch: Die Zange passt sich selbstständig dem Kabelquerschnitt an – ideal für schnelles Arbeiten bei wechselnden Kabeldicken.
- Anwendung: Unverzichtbar für die Installation von Steckdosen, Lampen oder im Schaltschrankbau.
Abzieher
Der Abzieher ist ein Spezialwerkzeug im Maschinenbau und der KFZ-Technik. Er wird benötigt, um aufgepresste Teile von einer Welle zu lösen, die mit bloßer Handkraft nicht bewegt werden können.
- Funktionsweise: Zwei oder drei „Arme“ greifen das Bauteil (z. B. ein Kugellager oder Zahnrad) von außen, während eine mittige Spindel gegen die Welle drückt und das Bauteil so kontrolliert herunterzieht.
- Einsatzgebiet: Wechsel von Radlagern, Riemenscheiben oder festsitzenden Zahnrädern.
Amboss
Der Amboss ist eines der ältesten Werkzeuge der Menschheit und das Herzstück jeder Schmiede. Er ist ein massiver Block aus Stahlguss, auf dem glühendes Metall geformt wird.
- Aufbau: Er besteht meist aus einer flachen Bahn (der Hauptarbeitsfläche), einem Rundhorn (zum Biegen von Ringen/Kurven) und oft einem Vierkanthorn.
- Einsatz: Heute vorwiegend im Kunstschmiedehandwerk, in der Messerschmiede oder für grobe Richtarbeiten in Schlossereien zu finden.
Ahle (Vorstecher)
Die Ahle ist ein einfaches, aber effektives Handwerkzeug, das oft unterschätzt wird. Sie besteht aus einem Griff und einer spitz zulaufenden Stahlklinge (dornartig).
- Verwendung:
- Holzbearbeitung: Zum „Vorkörnen“ von Löchern, damit der Bohrer nicht verläuft.
- Leder/Textil: Zum Stechen von Löchern in Leder, Planen oder dicke Stoffe (Sattlerarbeiten).
- Varianten: Es gibt die Reibahle (um Bohrlöcher präzise zu vergrößern) und die Stechahle.
Abbruchhammer (Stemmhammer)
Wenn es grob wird, kommt der Abbruchhammer zum Einsatz. Er ist ein schweres Elektrowerkzeug (oder druckluftbetrieben), das rein auf Schlagkraft ausgelegt ist – ohne Drehbewegung.
- Einsatz: Aufreißen von Betonböden, Entfernen von Fliesen, Durchbrüche in Mauerwerk.
- Aufnahme: Meist werden SDS-Max oder Sechskant-Aufnahmen verwendet, um die enormen Kräfte auf den Meißel zu übertragen.
