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maschine+werkzeug 08/2019

Schönschrift

Wasserstrahlschneiden

Mit Wasserstrahlschneidanlagen von Innomax kommt beim ersten Versuch immer ein vernünftiges Ergebnis heraus. Davon war Schneidwerk Hohl aus Esslingen so begeistert, dass Geschäftsführer Frank Hohl seit 2005 in die Technologie investiert.

Typisches Bauteil von Schneidwerk Hohl. Bild: maschine+werkzeug

Typisches Bauteil von Schneidwerk Hohl. Bild: maschine+werkzeug

Als Frank Hohl 2003 in die Geschäftsführung von Schneidwerk Hohl eintrat, wollte er das Lohnschneiden als weiteres Geschäftsfeld etablieren und im Zuge dessen in eine neue Technologie investieren. Bis dahin waren Buchstaben und Schilder das Kerngeschäft des Familienunternehmens, welches seit 1928 besteht und aktuell in vierter Generation geführt wird.

Ein Standbein von Schneidwerk Hohl aus der Gründerzeit sind Buchstaben jeglicher Art. Bild: maschine+werkzeug

Ein Standbein von Schneidwerk Hohl aus der Gründerzeit sind Buchstaben jeglicher Art. Bild: maschine+werkzeug

Für den Entscheidungsprozess hat sich Frank Hohl Zeit gelassen. Fast zwei Jahre lang war er auf der Suche nach der richtigen Technik und dem richtigen Anbieter. Infrage gekommen sind anfangs Fräsen, Laserschneiden und Wasserstrahlschneiden. Das Fräsen verlor wegen unzureichender Genauigkeit bei engen Stegen oder Kanten das Rennen. Das Ausschlusskriterium für den Laser war die Einschränkung hinsichtlich Materialien, da beim Schneiden Hitze in den Werkstoff eingebracht wird. So hat sich das Wasserstrahlschneiden als beste Lösung herauskristallisiert.

Schnell entschieden

»Dass es eine Omax-Anlage wird, war eine schnelle Entscheidung ganz am Schluss«, meint Frank Hohl. Innomax war damals in Deutschland noch kaum bekannt. Denn der deutsche Vertriebspartner des US-amerikanischen Herstellers Omax wurde erst 2003 gegründet. »Wir waren eigentlich am Ende unserer Betrachtung und hatten schon alle anderen Anbieter durch, als wir 2004 auf der AMB noch über den Stand von Innomax gestolpert sind«, erzählt Frank Hohl weiter. »Aber das Ergebnis war genau das, was wir haben wollten.«

Enge Kanten schafft die Omax problemlos. Bild: maschine+werkzeug

Enge Kanten schafft die Omax problemlos. Bild: maschine+werkzeug

Nach der Messe folgte prompt ein Besuch bei Innomax in Mönchengladbach. Frank Hohl nahm dazu typische Musterteile mit. Ralf Winzen, Prokurist und Vertriebsleiter von Innomax, erklärt: »Wir wollen gar nicht wissen, welche Teile mitgebracht werden, sie müssen nur auf die Maschine passen.« Das Resultat überzeugte Frank Hohl vollends: »Wir haben das Material aufgelegt, die Dateien eingelesen, geschnitten, und es passte perfekt.«

Während früher Buchstaben nach dem Sägen immer noch gefeilt werden mussten, kommen sie jetzt fertig von der Anlage. Bild: maschine+werkzeug

Während früher Buchstaben nach dem Sägen immer noch gefeilt werden mussten, kommen sie jetzt fertig von der Anlage. Bild: maschine+werkzeug

Als der Entschluss feststand, musste erst noch eine neue Halle für die Wasserstrahlschneidanlage her. »Zur Anlieferung war die Halle gerade so fertig, das Rolltor fehlte noch«, erzählt Frank Hohl schmunzelnd. Die Inbetriebnahme verlief ohne Probleme. Die neue ›Omax 55 100‹ kam direkt von der Blechexpo, die im Juni 2005 in Sinsheim stattgefunden hat. Die beiden Unternehmen traten damals gemeinsam auf der Messe auf. Wenn jemand keine Anlage kaufen, sondern bloß Lohnschneiden als Dienstleistung in Anspruch nehmen wollte, konnte Innomax direkt auf Schneidwerk Hohl verweisen. »Das war von Anfang an eine tolle Kooperation«, erinnert sich Frank Hohl und ergänzt: »Welche auch heute noch super funktioniert.«

So hat sich Schneidwerk Hohl recht schnell einen Namen gemacht und war von Anfang an gut ausgelastet. Und das Geschäft wuchs weiter, da die Anlage stets hervorragende Ergebnisse lieferte. Denn durch die Entwicklung des 3D-Schwenkkopfes machte das Verfahren in Sachen Genauigkeit einen riesigen Sprung nach vorn – die Wasserstrahlschneidtechnik konnte es teilweise sogar mit dem Erodieren aufnehmen.

Omax war einer der ersten, der die 3D-Schwenkköpfe zum Ausgleich von Winkelfehlern einsetzte. »Und es funktionierte – im Gegensatz zu Lösungen anderer Anbieter«, betont Frank Hohl. Ralf Winzen fügt hinzu: »Heute bietet jeder 3D-Schwenkköpfe an, aber häufig basieren diese nur auf einer externen Steuerung, die nicht speziell fürs Wasserstrahlschneiden gemacht, sondern nur dem Wasserstrahlschneiden zugänglich gemacht wurde.« Die Software von Omax hingegen wurde eigens für das Verfahren entwickelt.


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Unternehmensinformation

INNOMAX AG

Marie-Bernays-Ring 7a
DE 41199 Mönchengladbach
Tel.: 02166-62186-0
Fax: 02166-62186-99

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