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maschine+werkzeug 08/2019

Recycling für Abwässer

Wasseraufbereitung

Die Aufbereitung von Prozess-, Kühl- und Abwässern erfordert lösungsorientierte Ansätze. Ein Leitfaden von Akvola zeigt, wie man kosteneffizient mit schadstoffbelasteten, komplexen Abwässern umgeht.

Die Systeme von Akvola sind voll automatisiert und erfordern nur minimale Überwachung. Bild: Akvola

Die Systeme von Akvola sind voll automatisiert und erfordern nur minimale Überwachung. Bild: Akvola

Viele Unternehmen greifen für anfallende Betriebsabwässer auf den unkompliziertesten Weg der externen Entsorgung zurück. Aufgrund der extrem hohen Entsorgungskosten stellt dieser Weg aber keine Dauerlösung für ein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen dar. Jedoch ist angesichts zunehmender Umweltauflagen und Energiekosten die effiziente Abwasseraufbereitung alleine nicht mehr ausreichend. Denn die Nachhaltigkeit in Bezug auf die Behandlung von Abwässern gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dabei ist es heutzutage möglich, extreme Abwässer aufzubereiten und dabei bis zu 80 Prozent der Kosten durch die Wahl der richtigen Technologie einzusparen.

Dieser Auswahlprozess ist aufgrund der verschiedenen einzubeziehenden Parameter häufig sehr komplex. Auf Basis langjähriger Erfahrung in der metallverarbeitenden Industrie entstand daher der ›Leitfaden für Abwassermanagement in der metallverarbeitenden Industrie‹, welcher das Auswahlverfahren unter Berücksichtigung der zu beachtenden Einflussfaktoren für Anwender erleichtern soll. Der kostenlos verfügbare Leitfaden erläutert die Auswahl der richtigen Technologie schrittweise. Dabei wird sowohl auf die Art der zu reinigenden Schmutzstoffe eingegangen als auch auf die technischen und wirtschaftlichen Parameter der verschiedenen Technologien.

Die Qual der Wahl

Eine der möglichen Technologien zur Abwasserbehandlung ist die Verdampfer-Technologie. Sie basiert auf einem thermischen Verfahren, das meist mit einem hohen Energiebedarf für den benötigten Energieeintrag in Form von Wärme einhergeht. Eine weitere Technologie ist die Ultrafiltration, die mittels einer druckgetriebenen porösen Membran die Abwässer reinigt. Verunreinigungen, die größer als die Poren der Membran sind, können somit zurückgehalten werden.

Nachteilig bei diesem Verfahren ist die durch schwankende Abwässer bedingte Verunreinigung und Verblockung der Membran, welche hohe Wartungskosten nach sich ziehen kann. Chemisch-physikalische Anlagen verwenden innerhalb eines Verfahrens meist sowohl chemische Verfahren als auch physikalische Verfahren zur Stofftrennung. Dabei ist häufig eine Kombination mehrerer Teilschritte notwendig, wodurch die Betriebskosten für eine Anlage, vor allem in Bezug auf Personaleinsatz und Chemikalien, steigen können. Die Akvofloat-Technologie kombiniert mit einem patentierten Hybridverfahren die Verfahren Flotation und Filtration in einem Prozess zu einer energieeffizienten Alternative, welche speziell für die Abwässer der metallverarbeitenden Industrie entwickelt wurde. Feinstpartikel, Emulsionen und Fremdöle werden mittels Mikroblasen und feinporiger keramischer Membranen aus den Abwässern entfernt, bei einem gleichzeitig geringen Energiebedarf. 

Beispielrechnung

Die Gegenüberstellung der verschiedenen Technologien in einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gibt Aufschluss darüber, welche Methode für die eigene Fertigung am besten geeignet ist. Exemplarisch soll hier als Beispiel die Aufbereitung von ölhaltigen Abwässern als Datengrundlage dienen. Hier lassen sich die Vor- und Nachteile der Technologien in Bezug auf die Kosten sehr gut verdeutlichen. So zeigt sich beispielsweise bezüglich des Energieeinsatzes, dass Verdampfer mit einem Energieverbrauch von 80 bis 120 Kilowattstunden pro Kubikmeter Wasser im Vergleich zu den anderen Technologien mit nur 1 bis 30 Kilowattstunden pro Kubikmeter Wasser am energieintensivsten sind.

Unternehmensinformation

Akvola Technologies

Am Borsigturm 100
DE 13507 Berlin
Tel.: +49 - 30 - 959998 950

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