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maschine+werkzeug 08/2019

Trocken geschmiert

Schmiertechnik

Die Kombination der ATS-Schmiertechnologien von Rother mit angepassten Spannsystemen und Werkzeugen realisiert mehr Profit an der Schneide durch höhere Produktivität.

Prozesssichere Bearbeitung im Werkzeug- und Formenbau. Bild: Rother

Prozesssichere Bearbeitung im Werkzeug- und Formenbau. Bild: Rother

Die Aerosol Trockenschmierung ATS sowie die Kryogen unterstützte ATS-Cryolub des Schmierspezialisten Rother Technologie aus Bad-Urach erhöht in vielen Applikationen der industriellen Zerspanung deutlich die Produktivität und senkt dort die Kosten.

Sind alle Parameter des Zerspangesamtsystems optimal aufeinander abgestimmt, entfaltet das Trockenschmiersystem die volle Leistungsfähigkeit. So haben schon eine Fülle von Bauteilherstellern ihre Bearbeitungszentren mit ATS problemlos nachgerüstet, viele Maschinenhersteller bieten das System in der OEM-Version an, und auch führende Hersteller von Werkzeugaufnahmen führen mittlerweile spezielle ATS-Halter in ihrem Portfolio.

Preisgekröntes System

In Kombination etwa mit innen gekühlten Zerspanwerkzeugen und angepassten Werkzeugspannsystemen überzeugt ATS-cryolub in einem breiten Materialspektrum beispielsweise bei Hochgeschwindigkeitsanwendungen im Werkzeug- und Formenbau nachweislich mit seinen Ergebnissen.
Dazu bedarf es nur einer sehr geringen Menge mineralölfreien Öls von circa 3 bis 25 Milliliter pro Stunde, das mittels eines Druckbehälters in einem Transportgas (Luft) in feinste Partikel zerstäubt wird. Der Aerosolnebel sorgt für eine spezielle und optimale Schmierung direkt an der Schnittstelle und verhindert so das Entstehen von Reibungswärme. Trotz des niedrigen Verbrauchs ist die optimale Schmierleistung gewährleistet.

Zusätzlich kann bei Bedarf die ATS-Aerosolkühlung-Cryolub zugeschaltet werden. Dieses spezielle Gas kühlt die Eingriffszone auf bis zu – 78 Grad Celsius ab. Die Kühlleistung lässt sich, ebenso wie die Aerosolsättigung, bedarfsgerecht und somit bauteil- und materialabhängig einstellen.

Reiner Rother, Geschäftsführer von Rother Technologie: »Wir arbeiten mit nahezu allen führenden Maschinenbauern und auch mit vielen namhaften Werkzeug-Spannsystemherstellern eng zusammen. Die Premiumhersteller haben spezielle Werkzeugaufnahmen entwickelt, die die optimale Funktionalität des ATS-Systems gewährleisten.« Dadurch wird das Aerosolgemisch nach Verlassen der Werkzeugaufnahme genau in die Spannuten gedrückt, spült diese frei und gelangt selbst bei höchsten Drehzahlen direkt zu den Werkzeugschneiden, wo es die Kühl- und Schmierwirkung entfalten kann.

Extrafeines Schmieröl

Reiner Rother: »Dank des speziellen ATS-Öls, ATS Lubricant, kommt es auch bei hohen Drehzahlen wegen der extrem feinen Partikel zu keiner Verklumpung oder Entmischung des Mediums. Auch die Gefahr des Filmabrisses besteht nicht.

Produktive Aluminium-Bearbeitung dank Aerosol Trockenschmierung. Bild: Rother

Produktive Aluminium-Bearbeitung dank Aerosol Trockenschmierung. Bild: Rother

Durch den so genannten Venturie-Effekt – auch bei den hohen Strömungsgeschwindigkeiten – bleibt das Aerosolgemisch bei extremen Drehzahlen an der Schneide. Darüber hinaus befördert oder bläst das ATS-Medium die Späne unmittelbar aus der Zerspanungszone, so dass zum Beispiel beim Fräsen tiefer Kavitäten das gefürchtete ›Späneüberfahren‹ mit Fräserbeschädigung oder -bruch prozesssicher gebannt wird.«

Für den Werkzeug- und Formenbauer sowie den Bauteilhersteller ergeben sich aufgrund der Kombination aus ATS-System mit fortschrittlicher Werkzeugspanntechnologie deutliche Produktivitäts- und Kostenvorteile. So lassen sich beispielsweise erhöhte Schnittgeschwindigkeiten und Werkzeugstandzeiten erzielen. Die Oberflächengüte erhöht sich, und es kommen trockene Späne zur Entsorgung sowie trockene Werkstücke zur Weiterverarbeitung. Vor dem Hintergrund des geringen Schmierstoffverbrauchs entfallen Entsorgungs- und Bereitstellungskosten von Kühlschmiermitteln.

60 Prozent effizienter

Auch die bei der Vollstrahlkühlung notwendigen Reinigungspausen sind kein Thema mehr. ATS-Systeme arbeiten laut Rother bis zu 60 Prozent energieeffizienter im Vergleich zu zentralen KSS-Anlagen. Die Arbeitsplätze bleiben sauber, und Ressourcen sowie Umwelt werden geschont.

Reiner Rother: »Bekannte Einschränkungen der MMS wie Entmischung, Dosierung, Regelung, Leitungslänge, Einsatz kleiner Werkzeuge mit Kühlkanaldurchmesser < 0,5 Millimeter gibt es mit ATS nicht. Alle Kunden, die unser ATS-System in Kombination mit angepassten Werkzeugspannsystemen einsetzen, berichten von deutlicher erhöhter Produktivität und Prozesssicherheit. Dank der signifikant reduzierten Hitzeentwicklung in der Eingriffszone erhöhe sich die Standzeit des eingesetzten Fräsers je nach Applikation gegenüber herkömmlichen MMS-Systemen um bis zu 30 Prozent.«

ATS ist problemlos in Bearbeitungszentren, Transferstraßen sowie Dreh-, Fräs- und Bohrmaschinen integrierbar. Bild: Rother

ATS ist problemlos in Bearbeitungszentren, Transferstraßen sowie Dreh-, Fräs- und Bohrmaschinen integrierbar. Bild: Rother

Mit geringem Adaptionsaufwand und ohne große nennenswerte Unterbrechung der Fertigung kann die Produktivität in der zerspanenden Fertigung mit ATS-Technologie und den passenden Werkzeugspannsystemen enorm gesteigert werden. Reiner Rother: »Da wir mit allen renommierten Premiumherstellern zusammenarbeiten, haben Anwender aus allen Bereichen der Metallbearbeitung bei Neumaschinen mit unserer OEM-Version wie auch zur Nach- bzw. Umrüstung ihrer Anlagen Zugriff auf ATS und dazugehörige Werkzeugspannsysteme.«

www.rother-technologie.de

Unternehmensinformation

Rother Technologie GmbH & Co. KG

Rübteile 18
DE 72574 Bad Urach
Tel.: 07125-4079-05
Fax: 07125-4079-90

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