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maschine+werkzeug 04/2019

Neuauflage der zwei Bestseller

Schleifen

Für die Fritz Studer AG war 2018 das beste Jahr seit der Unternehmensgründung vor über 100 Jahren. Mit erneuerten Versionen ihrer Erfolgsmodelle S31 und S33 peilen die Schweizer weiteres Wachstum an.

Showtime: Studers große S31 in farbiges Licht getaucht. Bild: maschine+werkzeug

Showtime: Studers große S31 in farbiges Licht getaucht. Bild: maschine+werkzeug

Hält beim traditionellen Schweizer Schleifmaschinenhersteller Studer jetzt die Popkultur Einzug? Gibt es sogar Designerstücke der Maschinen? Der Schein trügt. Bei der Präsentation der neuen Modelle ließ eine Lightshow die Maschinen in knalligen Farben erscheinen.

Die kleinste Ausführung der S33 mit Spitzenweite 400 Millimeter. Bild: maschine+werkzeug

Die kleinste Ausführung der S33 mit Spitzenweite 400 Millimeter. Bild: maschine+werkzeug

Nach der Einführung der Universal-Außenrundschleifmaschine Favorit im vergangenen Jahr hatten jetzt auf der CIMT in Peking die Maschinen S33 sowie die S31 mit den nun vier Spitzenweiten 400, 650, 1.000 und 1.600 mm Premiere. Vorab bekam die internationale Fachpresse die Neuen zu sehen, und zwar an einem sehr ungewöhnlichen Ort. Studer präsentierte seine neuen Rundschleifmaschinen im Versuchsstollen Hagerbach in Graubünden. Der Stollen diente nie als Bergwerk, sondern war als Forschungs- und Entwicklungseinrichtung für den Tunnelbau konzipiert. Standen zunächst Versuche der Bohr- und Sprengtechnik im Vordergrund, so beherbergt der Ort heute eine Vielzahl verschiedenster Forschungsaktivitäten.

Mehr Schleifspindelstockvarianten durch verlängerten Hub der X-Achse. Bild: maschine+werkzeug

Mehr Schleifspindelstockvarianten durch verlängerten Hub der X-Achse. Bild: maschine+werkzeug

»Tief verbergen die Eidgenossen viele Geheimnisse«, sagte Studer-CEO Jens Bleher vieldeutig. Angesichts glänzender Ergebnisse aus dem Jahr 2018 zeigte sich die Führungsriege des Schweizer Unternehmens in bester Laune. Der Anteil an Maschinen für die Automobilbranche ist 2018 bereits zurückgegangen, doch konnte Studer schneller wachsen als der Markt und damit seinen Marktanteil vergrößern.

Rund 600 Maschinen wurden am Standort Steffisburg gebaut. Die Fließmontage hat Studer dabei geholfen, trotz steigender Nachfrage seine Lieferzeiten halten zu können und Neuentwicklungen voranzutreiben. Den größten Umsatz erzielte der Hersteller mit der S33, der Favorit und der S41. Die S31 konnte der Rundschleifer im letzten Jahr zum 1.000sten Mal ausliefern. Starkes Wachstum verzeichnete Studer 2018 in den zentraleuropäischen Märkten sowie Nord- und Osteuropa – hier erreichte man den höchsten Auftragseingang der Geschichte. In China legte Studer um 25 Prozent zu.

»Präzise Schleifmaschinen erfordern präzise Komponenten«, bekräftigt Jens Bleher. Deshalb baut Studer seine Kernkompetenz in der mechanischen Bearbeitung weiter aus. Mehrere Millionen wurden in drei große Fünf-Achs-Fräsbearbeitungszentren mit integrierter Drehfunktion investiert. Neben höherer Effizienz ermöglichen die neuen Maschinen eine noch bessere Präzision durch Komplettbearbeitung und Reduktion von Aufspannungen.

Für 2019 rechnet Studer mit einer Beruhigung der Nachfrage, strebt aber weiterhin Wachstum an. Dabei sollen die Neuauflagen der Bestseller S31 und S33 helfen. Sie werden künftig nach oben und unten um die neuen Spitzenweiten 1.600 und 400 mm ergänzt und bieten zusätzliche Applikationen und Ausstattungsvarianten. Beide Modelle sind mit einem Maschinenbett aus Granitan S103 ausgestattet, das dank seines günstigen, thermischen Verhaltens eine hohe Maßhaltigkeit bietet. Studer hat die Maschinenständer-Geometrie neu ausgelegt und mit einer innovativen Ständertemperierung ergänzt.


Inhaltsverzeichnis

Unternehmensinformation

Fritz Studer AG Schleifmaschinen

Thunstr. 15
CH 3612 Steffisburg
Tel.: +41 - 33 - 439 1111
Fax: +41 - 33 - 439 1112

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