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maschine+werkzeug 03/2019

»Bedienkonzepte aus dem privaten Umfeld kommen auch in die Firmen.«

Interview

Als neuer Geschäftsführer will Matthias Klein die Schubert System Elektronik am Markt wieder präsenter machen. Gelingen soll das mit anspruchsvoller Technik in schönem Design − und einem Baukastensystem.


Wie sieht Ihre Philosophie von ›Industrie 4.0‹ aus?

Wir sind in der Welt der Embedded Computer zu Hause und ermöglichen damit Industrie 4.0 als Partner für hauptsächlich mittelständische Firmen, die Industrie 4.0 umsetzen wollen. Es gab vor ein paar Jahren schon einen riesigen Hype um das Thema, aber keiner hat verstanden, worum es wirklich geht. Wir sind in der Lage, den Mehrwert aufzuzeigen.

Wie groß ist die Akzeptanz der Industrie-4.0-Lösungen?

Ich bin schon lange in der Computerbranche tätig, war in den vergangenen sechs Jahren Vorstand bei der Congatec AG, die spezielle Industriecomputer anbietet. Da war Sicherheit von der Hardware über die Software bis zu fertigen Lösungen ein Thema. Sehr oft habe ich mich mit mittelständischen Geschäftsführern unterhalten. Deren Hauptinteresse gilt immer möglichen Produktivitätssteigerungen. Genau hier setzen wir mit Industrie-4.0-Lösungen an. Unternehmen haben aber in der Tat oft noch Vorbehalte, beispielsweise gegen die Cloud.

Wie nehmen Sie Firmen die Angst davor?

Auch innerhalb unserer eigenen Firmengruppe, bei der Schubert Verpackungsmaschinen GmbH, die Maschinen in der ganzen Welt verbaut, ging es darum, Daten überall verfügbar zu haben, um Kunden effizient unterstützen zu können. Um wirksam zu verhindern, dass Daten in falsche Hände gelangen, haben wir ein IoT-Gateway entwickelt, für das wir unsere Hard- und Softwarelösungen an die Maschine anbinden. Aber – und das ist der wichtige Punkt – der Weg nach außen geht über einen gesicherten Weg, den nicht wir oder der Maschinenbauer anbietet, sondern ein anderer Anbieter. Wir haben dazu die Firma Genua in München als Partner ausgewählt. Ein Unternehmen, das zur Bundesdruckerei gehört und hochsichere Lösungen, unter anderem für die Bundesregierung, entwickelt.

Wird auch BK Mikro weiterentwickelt?

BK Mikro ist eher ein Nischenmarkt, der sich aber gut entwickelt und in den wir weiter investieren werden. Der Anteil von Prime Cube ist größer, weil der Computermarkt ein viel größeres Potenzial hat und beständig wächst. Daher werden wir diesen Bereich auch stärker ausbauen.

Wie wird die weitere Entwicklung aussehen?

Mit dem Produktkonzept vom Sensor bis zur Cloud sehen wir noch viel Potenzial. Das wollen wir uns nun über Baden-Württemberg und Deutschland hinaus nach und nach in Europa erschließen, mit den Schwerpunkten Industrieautomation und Medizintechnik, aber auch in Branchen wie der Lebensmittelindustrie. Wir streben nachhaltiges Wachstum an. Das neue Gebäude hier im ›Take off‹-Gewerbepark in Neuhausen ob Eck ist im Eigentum unserer Firma, und wir haben uns auch Erweiterungsmöglichkeiten für weiteres Wachstum gesichert. Da denken wir genauso wie viele unserer mittelständischen Kunden.

www.schubert-system-elektronik.de


Inhaltsverzeichnis

Unternehmensinformation

Schubert System Elektronik GmbH

Take-Off Gewerbepark 36
DE 78579 Neuhausen Ob Eck
Tel.: 07467-9497-0
Fax: -350

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