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maschine+werkzeug 02/2019

Fester Halt mit viel Gefühl

Extra Industrie 4.0

Greiftechnik – Identifizieren, greifen, ablegen – Roboter und andere Handlingsysteme von Schunk sollen künftig in der Lage sein, Gegenstände selbstständig zu erkennen, zu prüfen und letztlich autonom zu handhaben.

Smarte Greifer vermessen, identifizieren und überwachen in Echtzeit die Bauteile und den Produktionsprozess. Bild: Schunk

Wo früher aufwendig jeder einzelne Schritt programmiert wurde, werden Handlinglösungen von morgen sehr viel selbstständiger agieren. »Der Markt fordert schon heute Greifsysteme, die sich zügig und intuitiv in Betrieb nehmen lassen und selbsttätig an variierende Greifsituationen anpassen. Zusätzlich werden die Kollaboration von Mensch und Roboter sowie die Kommunikation zwischen den am Produktionsprozess beteiligten Komponenten rasant an Bedeutung gewinnen. Intelligenz, Vernetzung und Kollaboration werden zu Treibern der Produktionsautomatisierung«, unterstreicht Prof. Dr. Markus Glück, Geschäftsführer Forschung & Entwicklung, CINO bei der Schunk GmbH & Co. KG.
Dabei wirft Schunk bewährte Technologien nicht einfach über Bord. Im Gegenteil: Zur Hannover Messe 2019 wird beispielsweise das Programm des pneumatischen Flaggschiffs ›PGN-plus-P‹ nochmals erweitert.

Kräftig und flexibel

Zugleich forciert der Greiferspezialist seine Aktivitäten im Mechatroniksegment. Die Herausforderung, elektrische Steuerungssysteme mit Greifwerkzeugen zusammenwachsen zu lassen, führt unaufhaltsam zur mechatronischen Komponentenvernetzung. Letztlich geht es darum, die Kraftanforderungen der Pneumatikwelt bestmöglich mit den Vernetzungsmöglichkeiten und Steuerungslandschaften einer smarten und kollaborativen Fabrik zu kombinieren. So wird Schunk erstmals auf der Hannover Messe 2019 einen DGUV-zertifizierten Greifer für kollaborative Anwendungen präsentieren, der über eine Greifkraft von 450 N verfügt – weit mehr als bislang üblich und möglich war. Damit öffnet das Unternehmen den Markt der Kollaboration für Handlinggewichte jenseits der Kleinteilemontage. Vor allem die automobilnahe Zulieferindustrie und die Automobilisten selbst werden diese Entwicklung sicher näher in Augenschein nehmen. Zudem wird ein flexibel einsetzbarer Mechatronikgreifer mit großem Hub für variantenreiche industrielle Anwendungen vorgestellt, der über Profinet angesteuert wird und seine Finger sehr schnell positioniert. Einmal mehr möchte Schunk auf der Messe mit seinen Technologiestudien einen Blick auf die Handhabung von morgen ermöglichen: Mit Hilfe des maschinellen Lernens sollen Handhabungslösungen künftig in der Lage sein, auf Grundlage vorhandener Datenbestände und Algorithmen Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und entsprechende Reaktionen abzuleiten.

So nutzt das Unternehmen beim Smart Gripping die Daten mehrerer Sensoren, um durch Daten-Korrelation neue Informationen zu erhalten und intelligent Entscheidungen zu treffen. Mittel- und langfristig, so die Einschätzung des Greifsystemspezialisten, geht der Trend zum autonomen Greifen. Im Zusammenspiel mit 2D- und 3D-Kameras werden Greifer in der Lage sein, Kollisionen zu vermeiden, sie werden wissen, wie Werkstücke zu greifen sind, und gemeinsam mit dem übergeordneten Handhabungssystem die optimale Greifstrategie entwickeln. Letztlich sollen die Systeme in die Lage versetzt werden, Teile eigenständig zu handhaben und die zugrunde liegenden Algorithmen selbstständig immer weiter zu verfeinern.

www.schunk.de

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Schunk GmbH & Co. KG Spann- und Greiftechnik

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