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maschine+werkzeug 01-02/2009

Wuchten ist Pflicht

Gewuchtete Werkzeuge erhöhen die Produktivität

Feingewuchtete Werkzeuge bringen zahlreiche Vorteile mit sich. Neben hoher Sicherheit sowie langen Werkzeug- und Spindelstandzeiten ist die Möglichkeit zur Produktivitätssteigerung das stärkste Argument. Denn nur wenn die Einheit aus Aufnahme und Werkzeug eine hohe Rundlaufgenauigkeit aufweist, können optimale Bearbeitungsparameter gewählt werden. Daher gilt, lieber einmal zuviel gewuchtet als zu wenig.

Unwucht entsteht bei der Rotation durch ungleiche Gewichtsverteilung. Dabei entstehen Fliehkräfte, die mit der Drehzahl quadratisch ansteigen. Bei gleicher Unwucht erzeugt eine Spindel mit 10000 U/min eine 25 Mal höhere Fliehkraft gegenüber einer Drehzahl von 2000 U/min. Dadurch macht sich in der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung sowie bei schweren oder weit auskragenden Werkzeugen eine Unwucht in Werkzeugaufnahme und Werkzeug besonders negativ bemerkbar.

Die Folgen der Unwucht sind vielfältig. Die Fliehkraft belastet die Spindellagerung und deren Lebensdauer sinkt nach Erfahrungswerten um etwa 50 Prozent. Die Hersteller von Werkzeugmaschinen und Spindeln haben auf diese Erkenntnis reagiert und schreiben vor, ausgewuchtete Werkzeuge zu verwenden. Andernfalls gibt es keine oder nur eingeschränkte Gewährleistung für die Spindel.

Da sich die Wirkrichtung der Fliehkraft mit der Drehung der Spindel ständig ändert, erzeugt sie Schwingungen. Diese übertragen sich auf die gesamte Maschine und speziell auf das Werkzeug, wodurch sich die Werkzeugstandzeit beträchtlich verschlechtern kann. Erfahrungsgemäß wird die Werkzeugstandzeit bei ungewuchteten Gesamtwerkzeugen im Schnitt um zehn Prozent verkürzt, wodurch erhöhte Werkzeugkosten die Folge sind. Bei angenommenen zehn Euro Werkzeugkosten pro Stunde sind das acht Euro pro Schicht oder 1600 Euro im Jahr pro Werkzeugmaschine bei einschichtigem Betrieb.

  • Die Lasermarkierung vereinfacht den gesamten Wuchtvorgang mit oder ohne eingespanntem Werkzeug. Haimer bietet mit der Tool Dynamic Autodrill eine Wuchtmaschine für unterschiedliche Anforderungen.

    Die Lasermarkierung vereinfacht den gesamten Wuchtvorgang mit oder ohne eingespanntem Werkzeug. Haimer bietet mit der Tool Dynamic Autodrill eine Wuchtmaschine für unterschiedliche Anforderungen.

  • Bild 2: Wuchten ist Pflicht

    Bild 2: Wuchten ist Pflicht

  • Wuchten bietet ein beachtliches Kosteneinsparpotenzial.

    Wuchten bietet ein beachtliches Kosteneinsparpotenzial.

  •  Unterschiedliche Werkzeugaufnahmen bieten jeweils andere Rundlaufeigenschaften (von links Weldonaufnahme, Spannzangenfutter ER, Messerkopfaufnahme und Schrumpffutter).

    Unterschiedliche Werkzeugaufnahmen bieten jeweils andere Rundlaufeigenschaften (von links Weldonaufnahme, Spannzangenfutter ER, Messerkopfaufnahme und Schrumpffutter).

  • Bild 5: Wuchten ist Pflicht

    Bild 5: Wuchten ist Pflicht

  • Bild 6: Wuchten ist Pflicht

    Bild 6: Wuchten ist Pflicht

  • Bild 7: Wuchten ist Pflicht

    Bild 7: Wuchten ist Pflicht

  • Bild 8: Wuchten ist Pflicht

    Bild 8: Wuchten ist Pflicht

  • Werkzeuge mit Spannfläche bringen mehr Unwucht als zylindrische.

    Werkzeuge mit Spannfläche bringen mehr Unwucht als zylindrische.

  • Der Wuchtring ist eine Alternative zum Abbohren.

    Der Wuchtring ist eine Alternative zum Abbohren.

  • »Auswuchten mit eingespanntem Werkzeug ist wichtig.« Franz Ziegltrum, Qualitätsleiter bei Haimer

    »Auswuchten mit eingespanntem Werkzeug ist wichtig.« Franz Ziegltrum, Qualitätsleiter bei Haimer

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