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maschine+werkzeug 07/2012

Wirtschaftliche Getriebegehäuse

Technik - Werkzeuge

Werkzeuge mit Schneiden aus polykristallinem Diamant überzeugen durch hohe Schnittwerte und lange Standzeiten. Wenn dazu Anwender und Werkzeuglieferant zusammenarbeiten, wie es bei ZF Friedrichshafen und Neher-Dia der Fall ist, lässt sich auch die Zeit vom Prototyp bis zur Serie verkürzen.

Optimaler Rundlauf

Bei geschmiedetem oder gezogenem Aluminium ist das Material aufgrund seiner Eigenschaften eher zäh. Die Folge sind lange Späne, die mittels Spanleitstufen gebrochen werden müssen. Für Neher bedeutet das, eine entsprechende Spanleitstufe ins PKD einzubringen, durch die der Span früh bricht. Zudem muss der Kühlkanal so ausgerichtet sein, dass der Kühlschmierstoff die Späne aus der Bohrung spült. Wichtig ist auch das Auswuchten der Werkzeuge, wie Gerd Neher verrät: »Bei uns wird jedes Werkzeug gewuchtet, um optimalen Rundlauf zu gewährleisten. Der wirkt sich auf die Maßhaltigkeit, die Oberflächengüte und auf die Standzeit von Werkzeug und Spindel aus.«

Zu Harald Brungs Zuständigkeitsbereich gehört auch ein sogenanntes ›Protofield‹, in dem Gehäuseprototypen für LKW-Getriebe entwickelt werden. Dessen Aufgabe ist es, ein möglichst perfektes technisches Produkt zu entwickeln und die Zeit bis zur Serienreife so kurz wie möglich zu halten. Bei ZF Friedrichshafen wird dazu Simultaneous Engineering praktiziert. Darunter versteht man, sämtliche mit der Produktentstehung gekoppelten Prozesse nach Möglichkeit parallel ablaufen zu lassen. Im konkreten Fall heißt das, dass die Konstruktion und Entwicklung bereits vom ersten Datenmodell an eng mit der Arbeitsvorbereitung zusammenarbeiten und die notwendigen Zerspanungsprozesse berücksichtigen.

Auch die Firma Neher ist als Werkzeuglieferant bereits in dieser Phase eingebunden. Für Harald Brungs ist die frühe Beratung durch Neher – bezüglich der optimalen Auslegung der PKD-Werkzeuge – ein wichtiger Faktor: »Durch die Fachkompetenz von Herrn Neher beziehungsweise seinem für uns zuständigen Technologen Hartmut Fischer ist es uns möglich, innerhalb von zwei bis drei Wochen komplette Prototypsätze herzustellen. Das ist ein absoluter Benchmark, den wir nur mit einem kompetenten und flexiblen Partner wie der Firma Neher schaffen.«

Simultaneous Engineering erfordert ein Höchstmaß an Flexibilität und Know-how. Denn je perfekter die erste Lösung passt und je kürzer Änderungsschleifen ausfallen – zum Beispiel für Korrekturen am Werkzeug – desto schneller geht das Produkt in die Serie. Da der Dialog mit seinem Kunden schon in der extrem frühen Phase am Datenmodell beginnt, kann Neher die benötigten Grundmaterialien rechtzeitig vorhalten. Fällt die Entscheidung für eine Prototypentwicklung, stehen die ersten Werkzeuge innerhalb von zwei bis drei Tagen zur Verfügung, und ZF kann mit der Prototypfertigung beginnen.

  • ZF praktiziert im Protofield für LKW-Getriebegehäuse Simultaneous Engineering.

    ZF praktiziert im Protofield für LKW-Getriebegehäuse Simultaneous Engineering.

  • PKD-Werkzeuge bieten ein Optimum an Qualität, Prozesssicherheit, Toleranz und Standzeit.

    PKD-Werkzeuge bieten ein Optimum an Qualität, Prozesssicherheit, Toleranz und Standzeit.

  • In der Neher-Produktionshalle stehen nur modernste Werkzeugmaschinen in heller, sauberer Umgebung.

    In der Neher-Produktionshalle stehen nur modernste Werkzeugmaschinen in heller, sauberer Umgebung.

  • Ein PKD-Sonderwerkzeug für mehrere Operationen: Es kann an verschiedenen Stellen Nuten fräsen, aufbohren, reiben und planfräsen. Im Bild sind das Gussteil grau, die Bearbeitungsflächen gelb, das Werkzeug grün und die Vorrichtung rot dargestellt.

    Ein PKD-Sonderwerkzeug für mehrere Operationen: Es kann an verschiedenen Stellen Nuten fräsen, aufbohren, reiben und planfräsen. Im Bild sind das Gussteil grau, die Bearbeitungsflächen gelb, das Werkzeug grün und die Vorrichtung rot dargestellt.

  • Harald Brungs (r.), Leiter der Fertigung Bus und Technologie bei ZF, weiß die Neher-PKDWerkzeuge und die enge Zusammenarbeit mit Hartmut Fischer, Konstruktionsleiter bei Neher, sehr zu schätzen.

    Harald Brungs (r.), Leiter der Fertigung Bus und Technologie bei ZF, weiß die Neher-PKDWerkzeuge und die enge Zusammenarbeit mit Hartmut Fischer, Konstruktionsleiter bei Neher, sehr zu schätzen.

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Unternehmensinformation

Neher-Dia GmbH & Co. KG

Am Sägebach 6
DE 88356 Ostrach-Einhart
Tel.: 07585-93206-0

ZF Friedrichshafen AG Hauptverwaltung

Löwentaler Str. 20
DE 88046 Friedrichshafen
Tel.: +49 - 7541 - 77 0
Fax: +49 - 7541 - 77 2948

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