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maschine+werkzeug 03/2013

Wirbeln statt Strehlen

Gewindewerkzeuge - Um Zubehörteile für medizinische Kamerasysteme herzustellen, setzt die W.O.M. World of Medicine AG ein Wirbelwerkzeug von Horn ein, um die geforderten hochgenauen und gratfreien Gewinde zu erzeugen.

Höhere Standzeiten

Da beim Gewindewirbeln die Wirkstelle nahe an der Führungsbüchse des Drehautomaten liegt, ist das Längen-Durchmesserverhältnis des Werkstücks im Gegensatz zum Gewindedrehen oder -strehlen weniger problematisch. Entscheidend für die Funktion sind die exakte Winkeleinstellung des angetriebenen Werkzeuges und die gezielte Ausrichtung der Kühlung. Die Späne werden aufgrund der Zentrifugalkräfte aus dem Bearbeitungsbereich herausgeschleudert. Nach den Erfahrungen von Möller ist bei Messing keine Hochdruckkühlung erforderlich. Es kommt lediglich eine Bohremulsion als Kühlschmiermittel zum Einsatz.

Das Werkstück wird in einem Arbeitsgang ab Stange fertiggestellt. Dies ergibt eine stabile Schnittsituation, kurze Bearbeitungszeiten, hohe Oberflächenqualitäten und lange Standzeiten. Aufgrund der feinen Spanabnahme mit kurzen, definierten Spänen und dem geringen Schnittmoment besteht keine Gefahr durch Abscheren.

Nach dem erfolgreichen Einsatz des Wirbelwerkzeugs M302 bei Messing werden bei W.O.M. jetzt auch Gewinde bis M8 aus schwer zerspanbaren Werkstoffen wie Inconel, Hastelloy und Titanlegierungen gewirbelt. Bei allen Anwendungen überzeugt das Werkzeug durch hochgenaue, gratfreie Gewinde und eine deutlich höhere Standzeit – ein entscheidender Vorteil gegenüber dem früheren Strehlen. Dieses Verfahren produzierte nicht nur einen größeren Aufwand, sondern die Geometrie der Werkstücke verhinderte auch häufig die Anwendung.

Möller möchte die Laufzeiten der Drehautomaten nochmals deutlich erhöhen, unter anderem durch den Einsatz weiterer Wirbelköpfe. Sie sollen voreingestellt auf Lager gelegt und dadurch ohne nennenswerte Produktionsunterbrechung auf die Maschine genommen werden.

Neben den Wirbelwerkzeugen nutzt W.O.M. zahlreiche andere Werkzeuge aus dem Horn-Programm, schwerpunktmäßig für die Innenbearbeitung ab einem Millimeter Durchmesser. Besonders einfach gestaltet sich dabei die Werkzeugbeschaffung durch das Horn-Abrufverfahren. Entsprechend einer von W.O.M. festgelegten Jahresstückzahl wird der aktuelle Werkzeugbedarf ohne großen Verwaltungsaufwand durch Ankreuzen in einem Formular direkt bei Horn bestellt und nach der Lieferung auf die jeweiligen Kostenstellen gebucht. Die wesentlichen Vorteile dieses Bestellweges liegen vor allem in dem einfachen internen Ablauf. Und da Teamleiter Möller die Lieferfähigkeit von Horn als sehr gut bezeichnet, können die angeforderten Sonderwerkzeuge innerhalb kürzester Zeit – in der Regel innerhalb einer Woche – eingesetzt werden.

  • Das Stangenlager der Firma W.O.M.

    Das Stangenlager der Firma W.O.M.

  • Im Arbeitsraum der Traub-Drehmaschine ist das Wirbelwerkzeug M302 von Horn auf dem oberen Werkzeugträger befestigt.

    Im Arbeitsraum der Traub-Drehmaschine ist das Wirbelwerkzeug M302 von Horn auf dem oberen Werkzeugträger befestigt.

  • Dank der Modulbauweise lässt sich das Wirbelwerkzeug sehr einfach in der Drehmaschine befestigen.

    Dank der Modulbauweise lässt sich das Wirbelwerkzeug sehr einfach in der Drehmaschine befestigen.

  • Stefan Möller (links), Teamleiter CNC-Drehen bei W.O.M., und Peter Rümpelein (rechts), Technische Beratung und Verkauf bei Horn.

    Stefan Möller (links), Teamleiter CNC-Drehen bei W.O.M., und Peter Rümpelein (rechts), Technische Beratung und Verkauf bei Horn.

  • Die Wirbelplatten des Wirbelwerkzeugs eignen sich für ein- und zweigängige Gewinde.

    Die Wirbelplatten des Wirbelwerkzeugs eignen sich für ein- und zweigängige Gewinde.

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Unternehmensinformation

Paul Horn GmbH Hartmetall Werkzeugfabrik

Unter dem Holz 33-35
DE 72072 Tübingen
Tel.: 07071-7004-0
Fax: -72893

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