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maschine+werkzeug 01/2019

»Wir sind Technologieführer und tun alles dafür, es auch zu bleiben.«

Werkzeuge

Interview – Die Geschäftsführer Markus Horn und Matthias Rommel gehen die Zukunft der Paul Horn GmbH an. Trotz Wachstumsplänen setzen sie weiterhin darauf, mit dem Ohr ganz dicht am Kunden zu bleiben.


Wie werden die Aufgaben auf zwei Geschäftsführern verteilt?

Horn: Wir haben eine logische Trennung vorgenommen in zwei Bereiche, die wir intern »Sales« und »Delivery« nennen. Die einen sind diejenigen, die unsere Werkzeuglösungen verkaufen, die anderen müssen liefern. In diesen beiden Domänen werden die Aufgaben aufgeteilt. Mit Herrn Rommel als neuem Geschäftsführer für Technik und Produktion wird die Delivery-Seite abgedeckt. Die Sales-Seite inklusive der Verwaltung und IT fallen somit in meinen Verantwortungsbereich.

  • »Wir sind Technologieführer und tun alles dafür, es auch zu bleiben.« Bild: Horn

    »Wir sind Technologieführer und tun alles dafür, es auch zu bleiben.« Bild: Horn

  • »Mein Vater und ich teilen die gleichen Werte. Und obwohl wir uns sehr ähnlich sind, schätze ich es, auch meinen eigenen Stil formen zu können.«
Markus Horn, Geschäftsführer der Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH. Bild: Horn

    »Mein Vater und ich teilen die gleichen Werte. Und obwohl wir uns sehr ähnlich sind, schätze ich es, auch meinen eigenen Stil formen zu können.« Markus Horn, Geschäftsführer der Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH. Bild: Horn

  • »Ich komme aus der Werkzeugbranche und habe den Mythos Horn schon lange mitverfolgt. Die Firma Horn ist in meinen Augen etwas Besonderes.«
Matthias Rommel, Geschäftsführer für die Bereiche Produktion und Technik bei der Paul Horn GmbH. Bild: Horn

    »Ich komme aus der Werkzeugbranche und habe den Mythos Horn schon lange mitverfolgt. Die Firma Horn ist in meinen Augen etwas Besonderes.« Matthias Rommel, Geschäftsführer für die Bereiche Produktion und Technik bei der Paul Horn GmbH. Bild: Horn

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Welche langfristigen Trends sehen Sie in der Werkzeugmaschinenbranche und bei den Präzisionswerkzeugen?

Horn: Da geht es häufig um Evolution. Die Präzision erhöht sich weiter und die Oberflächengüten werden noch besser. Die Aufgabenstellung für unsere Kunden, besteht darin, ihre Produktivität weiter zu verbessern, beispielsweise auch bei der Fertigung von Verbrennungsmotoren. Es geht darum, Schadstoffgrenzen einzuhalten, die Motoren stärker und effizienter zu machen. Schlüssel dazu ist eine immer präzisere Fertigung von Teilen, die für den Hersteller aber effizient sein muss.

Geht das in Richtung Vollsortimenter?

Horn: Wir haben Themenfelder, in denen wir heute sehr gut aufgestellt sind. In der ISO-Bearbeitung und beim Schlichten mit Sonderwerkzeugen haben wir beispielsweise schon ein hervorragendes Sortiment. Auch die Bereiche Fräsen und Bohren wachsen, ausgerichtet am Markt und an den Kundenanforderungen. Sie wollen unsere Hightech-Werkzeuge und möchten, dass wir dazu passend auch andere Produkte mitliefern. Mitunter kommen auch von unserer Seite sinnvolle Ergänzungen hinzu, wie etwa das auf der AMB vorgestellte SLM-Verfahren, also 3D-Druck mit Metall. Aber ab wann ist man überhaupt Vollsortimenter? Wir haben ein breit aufgestelltes Produktportfolio sowie Sonderlösungen für die unterschiedlichsten Zerspanherausforderungen.

Wird das Geld auch künftig an der Schneide verdient werden oder erlangen andere Geschäftsmodelle – etwa mit Softwarelösungen – größere Bedeutung?

Horn: Auf der AMB fühlte man sich teilweise wie auf jener Messe, die jetzt gestorben ist, der Cebit. Da hat man sich schon gefragt, was die Aussteller eigentlich verkaufen. Man sah zum Teil nur noch Bildschirme und Software, die die vermeintliche Antwort auf alle Fragen sein soll. Im Ergebnis sind das alles nur hinführende Elemente, um letztendlich das Geld an der Schneide zu verdienen.
Rommel: Gerade bei IT-Lösungen wird sehr viel angekündigt. Digitalisierung ist für die ganze Industrie interessant. Sie hilft, das gesammelte firmeneigene Wissen in Systemen von Partnern und Organisationen zur Verfügung zu stellen, um bei Kunden vor Ort noch schneller zu sein.
Horn: Das Thema Geschwindigkeit prägt die Firma Horn und Digitalisierung kann dabei helfen, noch schneller zu werden. Dem Kunden sowohl die Schneide als auch das zugehörige Wissen zur Verfügung zu stellen, ist auf jeden Fall interessant.

Was sehen Sie als die größten zukünftigen Herausforderungen für das Unternehmen Horn?

Horn: Für mich ist das Wichtigste, trotz einer gewissen Größe und Aktivitäten in über 70 Ländern nach wie vor direkt vor Ort beim Kunden zu sein. Das hinzubekommen, ist eine große Herausforderung. Dazu sind ein hervorragendes Außendienstteam und hervorragende Techniker im Haus notwendig. Dies auch international so zu betreiben, ist ein enormer Anspruch. Was in Deutschland gelingt, muss auch weltweit funktionieren.

Was sehen Sie als die größten zukünftigen Herausforderungen für das Unternehmen Horn?

Horn: Für mich ist das Wichtigste, trotz einer gewissen Größe und Aktivitäten in über 70 Ländern nach wie vor direkt vor Ort beim Kunden zu sein. Das hinzubekommen, ist eine große Herausforderung. Dazu sind ein hervorragendes Außendienstteam und hervorragende Techniker im Haus notwendig. Dies auch international so zu betreiben, ist ein enormer Anspruch. Was in Deutschland gelingt, muss auch weltweit funktionieren.


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Unternehmensinformation

Paul Horn GmbH Hartmetall Werkzeugfabrik

Unter dem Holz 33-35
DE 72072 Tübingen
Tel.: 07071-7004-0
Fax: -72893

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