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08.02.2018

Wenn die Laserschrift den Rundlauf stört

Trotz digitaler Transformation: Selbst der hochmoderne Metallverarbeiter verdient immer noch mit der Schneide sein Geld. Worauf es hier bei Mikrowerkzeugen für den Werkzeug- und Formenbau ankommt, berichtet der badische Werkzeugfabrikant Stefan Zecha, Geschäftsführer und Geschäftsführender Gesellschafter der Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation aus Königsbach-Stein. Das Unternehmen stellt in der Moulding Area auf der Metav 2018 aus.

Herr Zecha, zu Ihren Kunden zählen Unternehmen aus dem Werkzeug- und Formenbau: Welche Anforderungen stellt diese Branche an die Zerspanungswerkzeuge?

Stefan Zecha: Wir stellen Präzisionswerkzeuge mit Mikrometer-Genauigkeit her, bei denen der Werkzeug- und Formenbau nicht nur auf hohe Wiederholgenauigkeit, sondern auch auf pünktliche und schnelle Lieferung der Produkte wert legt.

  • Kennzeichen μm: Präzision bestimmt den Betriebsalltag bei dem Unternehmen Zecha, das weltweit gefragte Zerspanungs-, Stanz-, und Umformwerkzeuge herstellt. Bild: Zecha

    Kennzeichen μm: Präzision bestimmt den Betriebsalltag bei dem Unternehmen Zecha, das weltweit gefragte Zerspanungs-, Stanz-, und Umformwerkzeuge herstellt. Bild: Zecha

  • Stefan Zecha, Geschäftsführer und Geschäftsführender Gesellschafter der Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH, Königsbach-Stein: „Ich bin froh, dass die Metav den Werkzeug- und Formenbau mit der Moulding Area mit einem eigenständigen Themenbereich aufgreift.“ Bild: Zecha

    Stefan Zecha, Geschäftsführer und Geschäftsführender Gesellschafter der Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH, Königsbach-Stein: „Ich bin froh, dass die Metav den Werkzeug- und Formenbau mit der Moulding Area mit einem eigenständigen Themenbereich aufgreift.“ Bild: Zecha

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Wie weisen Sie dieser bekanntlich sehr qualitätsbewussten Branche die Einhaltung der Qualität bei Ihren Bohrern, Fräsern, Gewindewirblern und Reibahlen nach?

Zecha: Wir bringen seit über zehn Jahren mit dem Laser auf jedem Werkzeug eine Nummer an, mit der sich rückverfolgen lässt, wer es wann unter welchen Bedingungen aus welchem Hartmetall-Rohling gefertigt hat und wo das entsprechende Protokoll zum Fertigungsprozess und den Messungen gespeichert ist. Anhand der so genannten Lebensnummer lässt sich also ein Werkzeug auch Jahre nach einem Kundenauftrag eindeutig zuordnen. Wir beschriften das Schaftende und nicht wie andere den Schaft.

Warum bringen Sie die Identnummer nicht auf dem Schaft an?

Zecha: Werkzeug- und Formenbau setzen bei Werkzeugen auf optimale Rundlaufeigenschaften, die ein gelaserter Schaft nicht erfüllen kann, weil die Oberfläche dann nicht mehr ganz glatt ist. Wegen der hohen Ansprüche fertigen wir übrigens auch alle unsere Schäfte selbst, denn am Schaft fängt die Präzision an.

Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Zecha: Für hohe Qualität sorgt die konsequente Einkaufspolitik. Wir kaufen unser Hartmetall stets bei den gleichen Lieferanten ein. Es kommt also nicht vor, dass wir aus Kostengründen irgendwo in der Welt Hartmetall ordern. Ebenso setzen wir auch bei der Beschichtung nur auf langjährige Partner, mit deren Entwicklungsabteilungen wir eng zusammenarbeiten. Doch bis auf die Beschichtung geschieht die Produktion ansonsten in eigener Regie in hoher Fertigungstiefe. Daher schleifen wir auch selbst. Ein Werkzeug mit einem Durchmesser von einem Millimeter und weniger verzeiht keine Fehler im Bereich von Tausendstel von Millimetern (µm).

Eine Ihrer Spezialitäten ist die Kantenpräparation, mit deren Präzision der spätere Zerspanungserfolg steht und fällt: Wie genau können Sie die Schneidkanten in die gewünschte Form bringen?

Zecha: Wir können sie auf 0,5 bis 0,8 µm exakt präparieren und nur so gleichbleibende Qualität garantieren.


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW)

Corneliusstraße 4
DE 60325 Frankfurt
Tel.: +49 - 69 - 756081 0
Fax: 0069-756081-11

Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmH

Benzstraße 2
DE 75203 Königsbach-Stein
Tel.: 07232-3022-0
Fax: -25

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