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maschine+werkzeug 06/2015

Weicher Schnitt

EXTRA Automotive

Titan - Für die Zerspanung von Titan sollte die Schneidkantengeometrie so gestaltet sein, dass bei einem weichen Schnitt die bestmögliche Wärmeableitung gewährleistet ist.

Drei Hochleistungsfräser von Horn mit extremen Standzeiten in Titan: einer fürs Volumen, einer für die Konturen und einer für Hinterschnitte.

Insbesondere die geringe Wärmeleitfähigkeit und die hohe Warmfestigkeit führen beim Zerspanen von Titan zu großen Werkzeugbelastungen und somit zu starkem Verschleiß. Die Eigenschaften von Titan stellen besondere Bedingungen an die Werkzeuge. Hohe Rund- und Planlaufgenauigkeit sind zum Beispiel bei Fräsern gefordert. Zudem sollten die Werkzeuge eine hohe statische und dynamische Steifigkeit gegen Mikroschwingungen haben. Ungleiche Teilung und Drallwinkel können sich beim Umfangsfräsen positiv auswirken.

Bei Werkzeugen mit Wendeschneidplatten wird meistens mit geschraubten Schneidplatten gearbeitet. Für einen positiven Schnitt empfiehlt sich für die Nutenbearbeitung die Horn-Geometrie .40, die auch in der Drehbearbeitung mit Erfolg eingesetzt wird. Als Hartmetallsorte eignet sich dabei die Horn-Sorte TA45, ein Feinkorn-Hartmetall mit TiAlN-Beschichtung, die nicht zu Kerbverschleiß neigt.

Für Einstech- und Nutfräsbearbeitung kommen sämtliche Werkzeuge je nach Anwendung aus dem Horn-Programm eventuell auch mit leichten Modifikationen zum Einsatz. Für das Fräsen stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung. Ein Erfolgsmodell stellt hierbei auch das Hochvorschubfräsen mit Horn-System DAH dar. Mit Hilfe dieses Werkzeuges werden unter anderem Gehäusedeckel aus Titan für eine Rennsportanwendung bearbeitet. Das Rohteil hat hierbei die Maße 300 mal 200 mal 100 Millimeter. Bei der Zerspanung werden über 90 Volumenprozent in Späne verwandelt. Übrig bleibt ein geometrisch anspruchsvoller strukturenreicher Gehäusedeckel mit dünnen Wandungen und Rippen mit bis zu 1,2 Millimeter Wandstärke. Das Bauteil wird in zwei Varianten gefertigt, einer kleineren und einer größeren. Obwohl jeweils je zehn Teilepaare hergestellt werden, gilt es als Unikat.

Mit einem Hochvorschubfräser aus der Serie DAHM mit 32 Millimeter Durchmesser wird erst einmal Volumen abgeräumt, danach werden mit einem Kugelfräser Typ DM mit 10 Millimeter Durchmesser die feineren Konturen vorgeschruppt. Nach dem Vergüten wird mit dem gleichen Kugelfräser nachgeschruppt und abschließend mit einem speziellen Fräser auf Maß geschlichtet. Für Hinterschnitte in einer tiefen Kavität sorgt ein Horn-Fräser vom Typ 636. Die komplette Bearbeitung mit allen Operationen dauert beim kleineren Teil etwa je 80 Stunden und beim größeren, aufwendigeren Teil sogar 120 Stunden. 20 Stunden davon verteilen sich auf die Operationen Volumenzerspanung mit Hochvorschubfräser und Vorschruppen mit Kugelfräser.

www.phorn.de

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Unternehmensinformation

Paul Horn GmbH Hartmetall Werkzeugfabrik

Unter dem Holz 33-35
DE 72072 Tübingen
Tel.: 07071-7004-0
Fax: -72893

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