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maschine+werkzeug 10/2018

Vorteil durch Formen

TITELSTORY

Emuge - Dank einer neuartigen Geometrie mit elf Drückstegen und optimierter Polygonform sowie einer optimierten TiN-Beschichtung ermöglicht der Innoform Steel-M von Emuge längere Standwege und eine höhere Prozesssicherheit als marktgängige Gewindeformer. Mit hoher Qualität werden heute bei Berger damit Gewinde bis M36 prozesssicher geformt.


Höhere Prozesssicherheit und größere Bruchsicherheit

Demgegenüber bietet das Formen nicht nur eine höhere Prozesssicherheit, zu der eine größere Bruchsicherheit und längere Standzeit der Werkzeuge beitragen. Mit dem Verfahren lässt sich auch eine höhere Oberflächenqualität erzeugen. Durch die Druckumformung werden nämlich nicht nur Gewindeabschnitte wie Flanken und Grund verdichtet, es werden auch die Rauheitswerte gesenkt sowie höhere dynamische Festigkeitswerte erzeugt. Nicht zuletzt lassen sich mit dem Formen größere Gewindetiefen realisieren. Bei der Karl Berger CNC-Maschinenbau GmbH in Mondsee ist man sich dieser Vorzüge wohl bewusst. Schon vor zehn Jahren stieg man daher beim Gewinden bis M20 auf das Formen um. »Es gibt bei uns nicht viele Werkstücke, in denen wir kein Gewinde fertigen müssen«, beschreibt Inhaber Karl Berger die Reichweite des Gewindens in seinem Betrieb. Mit dem Gewindebohren, -fräsen und -formen werde dabei die gesamte Verfahrenspalette praktiziert.

Als Emuge vor circa vier Jahren dann die ersten Former für Gewinde über M20 auf den Markt brachte – ein Schritt, den neue Maschinen und Technologien möglich gemacht hatten –, wollte Berger auch bei den Größen M24 bis M36 zum Formen übergehen. Mit allen Vorteilen dieser Technologie. »Durch den Umstieg wollten wir die Prozesssicherheit erhöhen, die Werkzeugkosten senken und die Qualität der Gewinde steigern«, bringt es der Geschäftsführer auf den Punkt.

Was dann Anwendung für Anwendung erreicht wurde, zeigt er an einem ersten Beispiel: »Früher konnten wir bei einem bestimmten Bauteil 200 bis 240 Gewinde schneiden. Dann erreichte das Werkzeug sein Standzeitende, der Span verwickelte sich oder es kam zu Zahnausbrüchen. 

Heute formen wir hier 370 bis 400 Gewinde.« Teilweise sei es früher auch nötig gewesen, Teile mit hohen Festigkeiten in mehreren Schritten zu schneiden und dabei mit Paste zu arbeiten. »Auch das ist weggefallen. Heute läuft der Former in der gesamten Tiefe komplett runter.«

Dabei wird die mögliche Gewindetiefe, die grundsätzlich größer als bei einem spanenden Werkzeug ist, vor allem von der Qualität der Kühlschmierung und der Werkzeugbaulänge begrenzt. Den Weg zu solchen Ergebnissen sind Emuge-Franken und Berger mit mehreren Werkzeuggenerationen gegangen.

»Indem wir – bis heute – mit den Bauteilen und Maschinen mitwandern und regelmäßig neue Former zum Einsatz bringen, haben wir die Prozesssicherheit und Qualität bis M36 konsequent erhöht«, berichtet Reinhard Meier, Anwendungstechniker bei Emuge-Franken. »Inzwischen wollen die Mitarbeiter bei Berger nichts anderes mehr einsetzen, nur noch Former. Und das bei Sackloch- und Durchgangsbohrungen.«

  • Gewindeformen in einen Spritzkolben für Spritzgießwerkzeuge: Durch den geplanten Einsatz des Softsynchro-Futters auf einer Hyperturn 200 von Emco ist mit einer weiteren Standwegsteigerung zu rechnen. Bild: Michael Hobohm

    Gewindeformen in einen Spritzkolben für Spritzgießwerkzeuge: Durch den geplanten Einsatz des Softsynchro-Futters auf einer Hyperturn 200 von Emco ist mit einer weiteren Standwegsteigerung zu rechnen. Bild: Michael Hobohm

  • Der Innoform Steel-M von Emuge ist ausgelegt für das Gewindeformen in mittelfesten Stählen mit Festigkeiten von 600 bis 1.200 Newton pro Quadratmillimeter. Bild: Emuge-Franken

    Der Innoform Steel-M von Emuge ist ausgelegt für das Gewindeformen in mittelfesten Stählen mit Festigkeiten von 600 bis 1.200 Newton pro Quadratmillimeter. Bild: Emuge-Franken

  • Dank einer neuartigen Geometrie mit elf Drückstegen und optimierter Polygonform sowie einer optimierten TiN-Beschichtung ermöglicht der Innoform Steel-M längere Standwege und eine höhere Prozesssicherheit als marktgängige Gewindeformer. Bild: Michael Hobohm

    Dank einer neuartigen Geometrie mit elf Drückstegen und optimierter Polygonform sowie einer optimierten TiN-Beschichtung ermöglicht der Innoform Steel-M längere Standwege und eine höhere Prozesssicherheit als marktgängige Gewindeformer. Bild: Michael Hobohm

  • 4 Repräsentatives Ergebnis: Bei einem Hydraulikzylinder für Spritzgussmaschinen aus C45, in denen M36-Regelgewinde geformt werden, wurde die Standmenge mit dem Innoform Steel-M um mehr als 30 Prozent gesteigert. 5 Mit hoher Qualität werden heute bei Berger Gewinde bis M36 prozesssicher geformt. Bild: Michael Hobohm

    4 Repräsentatives Ergebnis: Bei einem Hydraulikzylinder für Spritzgussmaschinen aus C45, in denen M36-Regelgewinde geformt werden, wurde die Standmenge mit dem Innoform Steel-M um mehr als 30 Prozent gesteigert. 5 Mit hoher Qualität werden heute bei Berger Gewinde bis M36 prozesssicher geformt. Bild: Michael Hobohm

  • Bild: Michael Hobohm

    Bild: Michael Hobohm

  • Bild: Michael Hobohm 6 Haben das Gewindeformen bis M36 gemeinsam umgesetzt: Anwendungstechniker Reinhard Meier, Maschinenbediener Bojan Stevanovic, Inhaber Karl Berger, Schichtleiter Matthias Nussbaumer und Außendienstmitarbeiter Hans-Jürgen Donauer (von links).

    Bild: Michael Hobohm 6 Haben das Gewindeformen bis M36 gemeinsam umgesetzt: Anwendungstechniker Reinhard Meier, Maschinenbediener Bojan Stevanovic, Inhaber Karl Berger, Schichtleiter Matthias Nussbaumer und Außendienstmitarbeiter Hans-Jürgen Donauer (von links).

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EMUGE-Werk Richard Glimpel GmbH & CO.KG

Nürnberger Straße 96-100
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Tel.: 09123-186-259
Fax: -14313

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