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18.04.2013

Verschleißschutz-Verfahren für Großformate

Umweltfreundlich, hoch effizient, ein Produktleben lang haltbar – mit solchen Eigenschaften hat sich die Pulsed-Plasma Diffusion-Technologie von Oerlikon Balzers zur leistungssteigernden Behandlung großer Formwerkzeuge in der Automobilindustrie etabliert. Nun erschließt der Beschichtungsspezialist neue Anwendungen für das Verschleißschutzverfahren als Alternative zum Hartverchromen. Im Visier: zum Beispiel große Tragrollen für Stahlbleche oder Zahnräder für Schiffsgetriebe und Windturbinen.

Hier geht es zur PPD-Technologie von Oerlikon Balzers.

In die Chargenkammern für die PPD-Technologie passen Teile mit einem Gesamtgewicht von bis zu 40 Tonnen und Maßen von 9,8 m x 2,7 m x 1,5 m. Eine einzige PPD-Behandlung genügt, und ein Großwerkzeug ist bereit für die Serienfertigung eines Fahrzeugs über das komplette fünfjährige Modellleben hinweg.

Bei einer Produktion von rund 300000 Autos pro Jahr kann es zum Beispiel 1,5 bis 3 Millionen Außenhautteile fertigen – ohne Nachbehandlung. Durch die höhere Werkzeugverfügbarkeit im Vergleich mit dem gängigen, aber mehrmals durchzuführenden Hartverchromen steigt die Produktivität um nachweislich bis zu 25 Prozent.

Die PPD-Technologie kommt außerdem ohne Einsatz gefährlicher Chemikalien wie etwa Chromverbindungen aus. Aus solchen Gründen zählen führende Autohersteller sowie Presswerke und Zulieferer in ganz Europa zu den Kunden.

Dabei soll es nicht bleiben: „Wir wollen die PPD-Technologie für weitere Märkte öffnen und ihre Vorteile anderen industriellen Anwendern näherbringen“, sagt Phil Read, Head of Sales and Business Development PPD bei Oerlikon Balzers in Schopfheim, der Entwicklungszentrale der Technologie.

Dabei geht es nicht nur um Werkzeuge. Im Visier stehen zum Beispiel große Tragrollen zum Weitertransport von lackierten Stahlblechen durch die Fertigungslinien von Stahlwerken. Diese Rollen aus Stahl (4140) sind durch die aufdrückenden Grate der Blechkanten starkem Verschleiß ausgesetzt und können dadurch selbst Ausschuss an Stahlblechen verursachen.

Aus diesem Grund wurden sie bisher regelmäßig hartverchromt. „Mit PPD behandelte Rollen halten aber zehnmal länger. Wir haben bereits Kundenversuche durchgeführt“, versichert Phil Read.

Auch tonnenschwere, metergroße Zahnräder aus Stahl (32CrMo12) für Schiffsgetriebe und Windturbinen wurden schon behandelt. Dabei spielt die Technologie weitere Vorteile gegenüber herkömmlichem Randschichthärten aus: Durch ihren Einsatz entsteht eine deutlich höhere Oberflächenqualität, weniger Verzug am Bauteil und dadurch auch weniger Nachbearbeitung. PPD gestattet vereinfachte, kurze Verfahrensabläufe für äußerst schonende und besonders sichere Behandlungen von Werkzeugen aus Stahl, Stahl- und Grauguss.

Die PPD-Technologie ist derzeit in Deutschland (Schopfheim), Korea (Busan) und USA (Pell City, Alabama) verfügbar. 2013 sind weitere Anlagen-Installationen in China und Japan geplant. Bis 2015 soll das Verfahren weltweit an neun Standorten vertreten sein, so auch in Brasilien, Indien und Mexiko.

Info:

  • Mit der PPD-Verschleißschutztechnologie wurden bereits solche...

    Mit der PPD-Verschleißschutztechnologie wurden bereits solche...

  • ...tonnenschweren, metergroßen Zahnräder aus Stahl für Schiffsgetriebe behandelt.

    ...tonnenschweren, metergroßen Zahnräder aus Stahl für Schiffsgetriebe behandelt.

  • In die Chargenkammern für die PPD-Technologie passen Teile mit einem Gesamtgewicht von bis zu 40 Tonnen und Maßen von 9,8 m x 2,7 m x 1,5 m.

    In die Chargenkammern für die PPD-Technologie passen Teile mit einem Gesamtgewicht von bis zu 40 Tonnen und Maßen von 9,8 m x 2,7 m x 1,5 m.

  • Eine PPD-Behandlung im gepulsten Plasma sollen künftig nicht nur Automotive-Formwerkzeuge erhalten, sondern auch Großkomponenten wie dieses Zahnrad für eine Windturbine.

    Eine PPD-Behandlung im gepulsten Plasma sollen künftig nicht nur Automotive-Formwerkzeuge erhalten, sondern auch Großkomponenten wie dieses Zahnrad für eine Windturbine.

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Unternehmensinformation

Oerlikon Balzers Coating Germany GmbH

Am Ockenheimer Graben 41
DE 55411 Bingen
Tel.: 06721-793-0
Fax: -2374

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