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maschine+werkzeug 01-02/2009

Und es geht doch!

Kräftige Investitionen für den Werkzeugbau

Jahrelang ging das Gerücht um, dass der deutsche Werkzeugbau nicht bezahlbar sei, weil es sich halt um eine typische handwerkliche Tätigkeit mit hohen Lohnkosten handle. Dieses Gerücht widerlegt der Audi-Werkzeugbau mit der Umsetzung des Audi-Produktionssystems.

Erfolgsrezepte

Für einen zukunftsgerichteten Erfolg nötige Rezepte stellen zwar entsprechende Anforderungen, die Ergebnisse jedoch sprechen eine deutliche Sprache. So müssen die Änderungen in jeden einzelnen Bereich portiert und mit einer hohen Gewichtung versehen werden.

Der erste wichtige Bereich ist das Engineering. Die Prämisse hier ist schlicht, dass die Ingenieure neue Werkzeuge nicht fern ab am ›Grünen Tisch‹ entwickeln, sondern direkt im Werkzeugbau. Audi setzt dabei auf die virtuelle Absicherung des Gesamtprozesses von der Designbeurteilung über Machbarkeitssimulationen bis hin zum virtuellen Tryout. Gemeinsam unter einem Dach sitzen dabei nun Methodenplaner, Konstrukteure und das Projektmanagement.

Beim Modellbau, dem zweiten Teil des Erfolgsrezeptes, kommen modernste Verfahren wie computergesteuertes Fräsen von Gießmodellen mit Werkzeugmaschine und Roboter zum Einsatz. Der Audi-Werkzeugbau übernimmt den kompletten Bau von Modellen und Hilfsmitteln unter Verwendung aller Materialien.

Fräsen ist der nächste Abschnitt im Erfolgsrezept. Dabei wird der Rohguss dreidimensional mit aktuellen Messtechniken, wie etwa der Fotogrammetrie, erfasst. Die dabei erzeugten Daten fließen umgewandelt in CAM-Steuerbefehle für das Zerspanen auf Highspeed-Anlagen oder Fünf-Achs-Fräsmaschinen.

Mit der Komplettierung entstehen die Werkzeuge in getakteter Fertigung. Dabei werden Anbauteile just-in-time an den Montageort geliefert. Audi reduzierte wertschöpfende Tätigkeiten wie Handling, gleichzeitig werden die Wegezeiten optimal ausgenutzt.

Das Tryout-Center schließlich ist der Arbeitsbereich, der für die Qualität und Maßhaltigkeit der Teile zuständig ist. Er sorgt außerdem für eine schnellere Integration der Werkzeuge beim Kunden und beschleunigt den Änderungsdienst.

Als letzter, aber entsprechend gewichtiger Bereich ist die Qualitätssicherung zu sehen. Der Einsatz der gleichen, stets aktuellen Hard- und Software an allen Standorten standardisiert hier den unternehmensweiten Werkzeugbau. Audi führt als weitere Maßnahme außerdem die verschiedenen Prüfbereiche zusammen, in denen optische und taktile Messmethoden verwendet werden.

  • »Die18 Millionen Euro stecken wir gerne in diesen Werkzeugbau, denn er ist Teil unserer Zukunft.« Frank Drewes, Vorstand Produktion bei Audi

    »Die18 Millionen Euro stecken wir gerne in diesen Werkzeugbau, denn er ist Teil unserer Zukunft.« Frank Drewes, Vorstand Produktion bei Audi

  • »Ziel ist es, unsere Werkzeuge noch schneller, produktiver und hochwertiger zu bauen als bisher.« Hubert Waltl, Leiter des Werkzeugbau-Konzernverbundes im VW-Konzern

    »Ziel ist es, unsere Werkzeuge noch schneller, produktiver und hochwertiger zu bauen als bisher.« Hubert Waltl, Leiter des Werkzeugbau-Konzernverbundes im VW-Konzern

  • »Beim Werkzeugbau handelt es sich um eine reine Unikatfertigung.« Hubert Waltl (rechts), Leiter des Werkzeugbau-Konzernverbundes im VW-Konzern

    »Beim Werkzeugbau handelt es sich um eine reine Unikatfertigung.« Hubert Waltl (rechts), Leiter des Werkzeugbau-Konzernverbundes im VW-Konzern

  • Der Werkzeugbau von Audi in Ingolstadt wird für die synchrone Fertigung kräftig erweitert. Zudem investiert die VW-Tochter in der Zerspanung und der Pressentechnologie. Engineering-Ingenieure entwickeln direkt im Werkzeugbau.

    Der Werkzeugbau von Audi in Ingolstadt wird für die synchrone Fertigung kräftig erweitert. Zudem investiert die VW-Tochter in der Zerspanung und der Pressentechnologie. Engineering-Ingenieure entwickeln direkt im Werkzeugbau.

  • Bild 5: Und es geht doch!

    Bild 5: Und es geht doch!

  • Bild 6: Und es geht doch!

    Bild 6: Und es geht doch!

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