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maschine+werkzeug 05/2012

Turbinen flott überholt

TITEL - Aerospace

Horn - Bei der Wartung von Flugzeugtriebwerken sind die Arbeitsgänge an den sehr teuren Einzelstücken in den Handbüchern der Hersteller exakt vorgegeben – den Reparaturbetrieben bleibt deshalb wenig Spielraum. Speziell bei der spanenden Bearbeitung bieten sich aber durch sorgfältig ausgewählte Werkzeuge neue Ansätze, bauteilabhängige Bearbeitungszeiten um bis zu 50 Prozent zu senken.

Gute Ergebnisse

Hugh Kavanagh resümiert: »Die Horn-Werkzeuge haben das Nutfräsen technisch und wirtschaftlich radikal verändert. Durch eine relativ einfache Änderung des Fertigungsprozesses konnten wir die Kapazität in der Nutfertigung effektiv verdoppeln. Darüber hinaus hat dieses erfolgreiche Beispiel ›Appetit auf mehr‹ gemacht. Wir sind deshalb auf der Suche nach weiteren Anwendungen, wo wir mit Horn-Werkzeugen Zeit und Geld sparen können.«

Eine dieser neuen Anwendungen ist das vertikale Einstechen an den Rippen. Dieser Arbeitsgang kann nun in derselben Aufspannung erfolgen wie das Nutfräsen. Beim Einstechen werden Absätze und Nuten nach dem Schweißen überarbeitet und für das Auftragen von neuem Material vorbereitet. Als besondere Herausforderung gilt das Einhalten von Toleranzen bis zu 0,004 Zoll bei Absatz-Lippendicke, Nutbreite und -tiefe. Da die Rippen bereits genutet sind, muss im unterbrochenen Schnitt zerspant werden. Die Außenhüllen der neuesten Triebwerktypen bestehen aus dem außerordentlich schwierig zu bearbeitenden Werkstoff Waspalloy. Dazu Hugh Kavanagh: »Bei einer Härte von HRC 43-46 an der Hülle und HRC 30 an den Schweißstellen war die Leistung unserer Werkzeugmaschine sehr schlecht. Trotz niedriger Schnittgeschwindigkeit und verringerter Schnitttiefe kam es häufig zu Bruch des Werkzeuges.«

Auf Empfehlung von Horn wechselte man deshalb auf das Einstechsystem 312. »Damit hat sich die Bearbeitungssituation sehr verbessert«, bestätigt Hugh Kavanagh. »Je nach Abmessungen der Außenhülle gehen wir nun von einer Gesamtbearbeitungszeit von 16 bis 30 Stunden aus, was einer Zeitersparnis von 50 Prozent entspricht. Darüber hinaus konnten wir aufgrund des ausgeklügelten Werkzeugwechselsystems die Werkzeugkosten deutlich senken. Dank der hohen Standzeit lässt sich jetzt die Zykluszeit kalkulieren, was zuvor nicht der Fall war, und wir können unsere Durchlaufzeiten genauer planen.«

»Durch die kompetente Beratung von Horn benötigen wir jetzt beim Nutfräsen und beim Stechen der Gehäuserippen rund 50 Prozent weniger Zeit. Da außerdem die verbesserte Prozesssicherheit einen wirtschaftlicheren Ablauf der Reparaturarbeiten ermöglichte, konnten wir gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern«, bewertet der Product Support Engineer den Einsatz der Horn-Produkte.

www.phorn.de

  • 1 16 Zähne in zwei Reihen: Der Scheibenfräser Typ 382 mit Wendeschneidplatten Typ 314. 2 Ein Scheibenfräser fräst die Nuten in die ringförmigen Verstärkungsrippen. Die Außenhülle ist auf dem Rundtisch gespannt.

    1 16 Zähne in zwei Reihen: Der Scheibenfräser Typ 382 mit Wendeschneidplatten Typ 314. 2 Ein Scheibenfräser fräst die Nuten in die ringförmigen Verstärkungsrippen. Die Außenhülle ist auf dem Rundtisch gespannt.

  • Bild 2: Turbinen flott überholt

    Bild 2: Turbinen flott überholt

  • 3 Vertikales Nuteinstechen im unterbrochenen Schnitt mit dem Einstechsystem 312 aus dem Hause Horn.

    3 Vertikales Nuteinstechen im unterbrochenen Schnitt mit dem Einstechsystem 312 aus dem Hause Horn.

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Tel.: 07071-7004-0
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