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maschine+werkzeug 09/2016

Trocken oder nass kühlen?

TITELSTORY

Iscar - Eine vieldiskutierte Frage beim Fräsen lautet: Lassen sich Werkstoffe besser nass – mit Kühlmittelzufuhr – oder trocken und ohne Kühlmittel bearbeiten? Oder ist vielleicht die ›Quasi-Trockenbearbeitung‹ in Form von Minimalmengenschmierung (MMS) eine Alternative? Die richtige Entscheidung hängt von mehreren Faktoren ab wie Werkstoffeigenschaften und Maschinenleistung.

HPC-Strahl auf die Schnittzone

Neben der herkömmlichen Niederdruckkühlung, bei der das Kühlmittel mit etwa 20 bar zugeführt wird, bringt die Hochdruckkühlung (HPC), die bei 80 bar oder einem noch höheren Druck (Ultra-HPC) erfolgt, Vorteile in der Praxis.

Bei der konventionellen Flüssigkühlung bildet sich durch die Wärmeentwicklung ein Dampffilm in der Schnittzone, der die Wärmeabfuhr beeinträchtigt. Mit einem HPC-Strahl, der genau auf die Schnittzone gerichtet ist, kann der Film durchbrochen und dieses unerwünschte Hindernis beseitigt werden. Außerdem wird der Prozess mit HPC über einen veränderten Scherebenenwinkel und die so entstehenden dünneren und besser abführbaren Späne optimiert. Die Vorteile von HPC-Techniken können jedoch nur genutzt werden, wenn leistungsstarke Werkzeugmaschinen eingesetzt oder vorhandene Maschinen modernisiert werden.

  • Für das Schruppfräsen von Stahl mit einem langen Nutfräser der T490-Produktfamilie von Iscar ist Flüssigkühlung wegen des extremen Temperaturverhaltens nicht zu empfehlen.

    Für das Schruppfräsen von Stahl mit einem langen Nutfräser der T490-Produktfamilie von Iscar ist Flüssigkühlung wegen des extremen Temperaturverhaltens nicht zu empfehlen.

  • Iscars Multi-Master-Kugelfräser wurde für die Bearbeitung schwer zerspanbarer Materialien entwickelt. Mit Bohrungen für eine Kühlmittelzufuhr im richtigen Bereich sorgt er nicht nur für optimale Kühlung, sondern auch für eine verbesserte Spanabfuhr.

    Iscars Multi-Master-Kugelfräser wurde für die Bearbeitung schwer zerspanbarer Materialien entwickelt. Mit Bohrungen für eine Kühlmittelzufuhr im richtigen Bereich sorgt er nicht nur für optimale Kühlung, sondern auch für eine verbesserte Spanabfuhr.

  • Langer Nutfräser der T490-Produktfamilie, für HPC entwickelt. Die Fräserkonstruktion ermöglicht den Einbau von Düsen an den Ausgängen der Kühlmittelbohrungen.

    Langer Nutfräser der T490-Produktfamilie, für HPC entwickelt. Die Fräserkonstruktion ermöglicht den Einbau von Düsen an den Ausgängen der Kühlmittelbohrungen.

  • Düse an einer Kühlmittelzufuhröffnung in der Nähe einer Stirnschneidplatte am langen T490-Nutfräser.

    Düse an einer Kühlmittelzufuhröffnung in der Nähe einer Stirnschneidplatte am langen T490-Nutfräser.

  • Zwei Werkzeuge aus Iscars T490-Produktfamilie im Einsatz. Ob besser trocken oder nass gefräst wird, hängt neben der Bearbeitung auch stark vom Material des Werkstücks ab.

    Zwei Werkzeuge aus Iscars T490-Produktfamilie im Einsatz. Ob besser trocken oder nass gefräst wird, hängt neben der Bearbeitung auch stark vom Material des Werkstücks ab.

  • Zwei Werkzeuge aus Iscars T490-Produktfamilie im Einsatz. Ob besser trocken oder nass gefräst wird, hängt neben der Bearbeitung auch stark vom Material des Werkstücks ab.

    Zwei Werkzeuge aus Iscars T490-Produktfamilie im Einsatz. Ob besser trocken oder nass gefräst wird, hängt neben der Bearbeitung auch stark vom Material des Werkstücks ab.

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