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maschine+werkzeug 07/2018

Transparenz als Erfolgsrezept

Markt

Unternehmen - Mit der Unimerco ist im dänischen Sunds die PKD-Sparte der Kyocera Group angesiedelt. Die 2011 übernommene Firma sichert den Japanern auch den Zugang zur Automobilbranche mit kundenspezifischen Lösungen.


Arbeiten und schlafen

Das geht so weit, dass Kunden sogar im Werk übernachten können. Dafür wurden 20 Hotelzimmer eingerichtet, die zeitweise auch recht intensiv genutzt werden, wie Christian Göte berichtet, der für Werkzeug- und Prozessauslegung zuständig ist: »Man kann dann gleich morgens um 7 Uhr anfangen oder auch bis nach Mitternacht an der Maschine arbeiten, wenn es eine Deadline gibt. Falls nötig, stehen auch Wochenenden zur Verfügung«

  • Blick in die Produktionshalle beim Werkzeughersteller Kyocera-Unimerco in Sunds, dem dänischen PKD-Spezialisten im japanischen Konzern. Bild: maschine+werkzeug

    Blick in die Produktionshalle beim Werkzeughersteller Kyocera-Unimerco in Sunds, dem dänischen PKD-Spezialisten im japanischen Konzern. Bild: maschine+werkzeug

  • Offenheit ist hier Konzept: Hinter dem Bürobereich beginnt mit dem Materiallager gleich die Fertigung. Bild: maschine+werkzeug

    Offenheit ist hier Konzept: Hinter dem Bürobereich beginnt mit dem Materiallager gleich die Fertigung. Bild: maschine+werkzeug

  • Um das Gewicht des Werkzeugs möglichst niedrig zu halten, setzt Unimerco für seinen MFAH-Fräser einen Hybridhalter aus Stahl und Aluminium ein. Bild: maschine+werkzeug

    Um das Gewicht des Werkzeugs möglichst niedrig zu halten, setzt Unimerco für seinen MFAH-Fräser einen Hybridhalter aus Stahl und Aluminium ein. Bild: maschine+werkzeug

  • Innovative Lösung: Bei Bohrungen für Wasserstopfen leitet ein 3D-gedruckter Einsatz die Späne nach innen ins Werkzeug. Bild: Kyocera

    Innovative Lösung: Bei Bohrungen für Wasserstopfen leitet ein 3D-gedruckter Einsatz die Späne nach innen ins Werkzeug. Bild: Kyocera

  • Im Tech-Center bei Unimerco in Sunds (v. l.): Joachim Neumann, Christian Göte, Peter Cramer und Morten Mortensgaard. Bild: maschine+werkzeug

    Im Tech-Center bei Unimerco in Sunds (v. l.): Joachim Neumann, Christian Göte, Peter Cramer und Morten Mortensgaard. Bild: maschine+werkzeug

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Morten Mortensgaard leitet die Abteilung für Forschung und Entwicklung. Die Forschung finde überwiegend in Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten statt. Unimerco steuere zur Theorie die praktischen Erfahrungen bei. In Sunds arbeiten 54 Ingenieure. 90 Prozent der Entwicklungen gehen auf Anforderungen von Kunden zurück. Die restlichen zehn Prozent sind Weiterentwicklungen bereits vorhandener Produkte.

Unimerco kann eine ganze Reihe von Beispielen gelungener Kundenprojekte präsentieren, wie zum Beispiel ein System für Wasserstopfenbohrungen. Der Clou an diesem Werkzeug sind mittels 3D-Druck hergestellte Einsätze, die dafür sorgen, dass die Späne nicht ins Werkstück gelangen, sondern gezielt über den Werkzeughalter abgeführt werden. »Dieses Werkzeug ist eines der innovativsten Produkte, die wir dieses Jahr vorgestellt haben«, kommentiert Mortensgaard.

Der Werkzeughersteller nutzt das im Kundenkontakt aufgebaute Wissen auch zur Entwicklung neuer Produkte. »Es wird zunehmend mehr Aluminium verarbeitet, dieser Herausforderung müssen wir uns stellen«, erläutert Tech-Center-Manager Joachim Neumann.

Ein Beispiel für die Alu-Bearbeitung ist der Planfräser MFAH. Entwicklungsziel war es, Aluminiumbauteile mit geringen Schnittkräften möglichst gratfrei und hochproduktiv zu bearbeiten. Für die Aluminiumbearbeitung mit Hartmetallplatten hat Unimerco eine neue DLC-Beschichtung (Diamond-like Carbon) entwickelt: PDL025. Ihre Leistungsdaten kommen laut Hersteller nahe an den Diamanten heran. Zur Bearbeitung von Stahl wurde mit CA025P ein neues CVD-beschichtetes Hartmetallsubstrat entwickelt, das mit einer dicken Al2O3-Schicht bessere Produktivität und höhere Standzeiten verspricht.

Auf der AMB werden bei Kyocera noch weitere Neuheiten zu sehen sein. Der JTC ist ein neuer Halter mit Innenkühlung. Seine Besonderheit ist eine ovale Bohrung für das Kühlmittel, damit der Strahl einen größeren Bereich der Schneide abdecken kann. Zusätzliche Kühlung der Seitenflächen von unten verringert den Freiflächenverschleiß. Nach Ablauf des Capto-Patents von Sandvik will Kyocera künftig auch Werkzeuge mit der Polygonschnittstelle anbieten.

www.kyocera-unimerco.de


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Unternehmensinformation

KYOCERA UNIMERCO Tooling GmbH

Hammfelddamm 6
DE 41460 Neuss
Tel.: 02131-1637-115
Fax: 02131-1637-152

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