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maschine+werkzeug 07/2012

Strategiewechsel beim Einstechen

Technik - Werkzeuge

Drehen - Mit dem Einstechwerkzeugsystem Heli-Grip von Iscar und einer veränderten Bearbeitungsstrategie hat Myonic bei der Fertigung von Präzisionsteilen aus Inconel 718 die Standzeit um 50 Prozent erhöhen können.

Neue Stategien

Dies war der Fall bei einer Flanschbearbeitung, einer Familie komplexer Werkstücke für eine Komplettlösung im Röntgenröhrenbereich. Die Werkstücke wurden auf einem CNC-Drehzentrum Mazak Hyper Quadrex 150MSY in mehreren Versionen direkt ab Stange produziert.

Die Flansche bestanden aus Inconel 718, was sich besonders beim Ein- und Abstechen als sehr kritisch erwies und zu unbefriedigenden Standzeiten führte. Damit wiederum verband sich ein hoher Zeitaufwand für den häufig anstehenden Werkzeugwechsel, wodurch sich erhöhte Werkzeugkosten ergaben. Zudem war die Prozesssicherheit bezüglich der reproduzierbaren Genauigkeit der Flansche ungenügend.

Markus Pohle, zuständig für Anwendungstechnik und Beratung bei Iscar Germany, nahm sich der Problematik an. Nach eingehender Analyse schlug er einen Wechsel des Drehwerkzeugs auf das Heli-Grip-System von Iscar vor. Außerdem umfasste sein Vorschlag einen Strategiewechsel bei der radialen Stechbearbeitung vom Einsatz nur einer Schneide auf drei Schneiden. Auch beim radialen Einstechen von einem Einstich mit 6 mm Schnitttiefe auf mehrstufiges radiales Einstechen mit fünf abgestimmten Stechvorgängen (links, rechts, mittig…) auf die Schnitttiefe sollte ein Strategiewechsel erfolgen.

Zur Wahl des Werkzeugsystems meinte Markus Pohle: »Das Werkzeugsystem zeichnet sich durch die Kombination aus steifem Heli-Grip-Halter mit stabilem Plattensitz und der Möglichkeit der Bestückung mit angepassten massiven Do-Grip-Schneideinsätzen aus dem Schneidstoff IC807 aus.« In Verbindung mit einer wie hier gegebenen hohen Maschinensteifigkeit, können laut Pohle sehr gute Zerspanergebnisse erzielt werden. Da der stabile Halter auch höhere Vorschübe erlaubt, seien spürbare Leistungssteigerungen möglich, wie man auch im vorliegenden Fall unschwer sehen kann. »Außerdem sorgen der verschleißfeste Schneidstoff und die Iscar-spezifische Schneidkantenpräparation mit ihrer hervorragenden Schneidkantenschärfe für reproduzierbare Bearbeitungsergebnisse und hohe Standzeiten«, so Pohle weiter.

  • Einstech-Werkzeugsystem Heli-Grip von Iscar, bestehend aus dem Halter Heli-Grip und Do-Grip-Schneideinsätzen.

    Einstech-Werkzeugsystem Heli-Grip von Iscar, bestehend aus dem Halter Heli-Grip und Do-Grip-Schneideinsätzen.

  • Einstech-Werkzeugsystem Heli-Grip im Werkzeugrevolver des CNC-Drehzentrums Mazak Hyper Quadrex 150MSY.

    Einstech-Werkzeugsystem Heli-Grip im Werkzeugrevolver des CNC-Drehzentrums Mazak Hyper Quadrex 150MSY.

  • Prozessfolge beim Abstechen der ab Stange jeweils fertig bearbeiteten unterschiedlichen Varianten der Flansch-Werkstücke.

    Prozessfolge beim Abstechen der ab Stange jeweils fertig bearbeiteten unterschiedlichen Varianten der Flansch-Werkstücke.

  • Markus Pohle (links) von Iscar, mit Frank Ebenhoch (Mitte) von Myonic und Ralf Ehninger vom Iscar-Vertragshändler Para Präzisionswerkzeuge (rechts).

    Markus Pohle (links) von Iscar, mit Frank Ebenhoch (Mitte) von Myonic und Ralf Ehninger vom Iscar-Vertragshändler Para Präzisionswerkzeuge (rechts).

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Unternehmensinformation

myonic GmbH

Steinbeisstrasse 4
DE 88299 Leutkirch i Allgäu
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