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04.12.2019

Spanntürme mannlos fertigen

Seit 1922 fertigt das Unternehmen Martin im Allgäu Holzbearbeitungsmaschinen der Extraklasse. Als neue Werkzeuge zum Spindeln von Passungen angeschafft werden müssen, entscheidet man sich für Big Kaiser.

Tobias Hauff, Fertigungskeiter bei Martin, kommt ins Schwärmen: „Präzise aufs Hundertstel und ausgestattet mit modernen Touchscreen-Steuerungen, die den Bediener in allen Belangen unterstützen. Unsere Formatkreissägen, Tischfräsen und Hobelmaschinen sind aufgrund ihrer Präzision und Langlebigkeit klar im Premiumsegment angesiedelt, haben daher auch ihren Preis. Aber unsere Kunden wissen den Wert von guten Maschinen zu schätzen, sind sie heutzutage doch ihr tägliches Handwerkszeug. Auch wir sind auf eine hervorragende Werkstattausstattung angewiesen. Anders sind die mehr als 1.100 Maschinen, die wir jährlich verkaufen, auf diesem Qualitätslevel nicht zu produzieren.“

  • Ein fertiger Spannturm mit 987 Löchern bei der Firma Martin. Dort werden die Teile der Holzbearbeitungsmaschinen eingespannt. Bild: Big Kaiser

    Ein fertiger Spannturm mit 987 Löchern bei der Firma Martin. Dort werden die Teile der Holzbearbeitungsmaschinen eingespannt. Bild: Big Kaiser

  • 18F7-Passung mit konzentrischem M12-Gewinde. Durch die hohe Anzahl eine Herausforderung für Feinbohrköpfe und Gewindeschneider. Bild: Big Kaiser

    18F7-Passung mit konzentrischem M12-Gewinde. Durch die hohe Anzahl eine Herausforderung für Feinbohrköpfe und Gewindeschneider. Bild: Big Kaiser

  • Spannturm vor der Bearbeitung. Alle 987 Passungen stammen von Big Kaiser. Ohne Nachstellen der Feinbohrköpfe, obwohl teilweise die Schweißnaht durchbohrt wurde. Bild: Big Kaiser

    Spannturm vor der Bearbeitung. Alle 987 Passungen stammen von Big Kaiser. Ohne Nachstellen der Feinbohrköpfe, obwohl teilweise die Schweißnaht durchbohrt wurde. Bild: Big Kaiser

  • Alexander Hartl und Tobias Hauff vor einem Spannturm mit einem Feinbohrkopf und einer Mega Synchro Aufnahme. Bild: Big Kaiser

    Alexander Hartl und Tobias Hauff vor einem Spannturm mit einem Feinbohrkopf und einer Mega Synchro Aufnahme. Bild: Big Kaiser

  • Der Feinbohrkopf im Detail. Noch kommt ein Nonius zum Einsatz. In Zukunft wird Martin elektronische Feinbohrköpfe testen, die sich in Kommunikation mit der Maschine selbstständig nach- oder auf einen anderen Durchmesser einstellen. Bild: Big Kaiser

    Der Feinbohrkopf im Detail. Noch kommt ein Nonius zum Einsatz. In Zukunft wird Martin elektronische Feinbohrköpfe testen, die sich in Kommunikation mit der Maschine selbstständig nach- oder auf einen anderen Durchmesser einstellen. Bild: Big Kaiser

  • Hochmodernes Bearbeitungszentrum bei Martin – mit vollständiger Automation zur Herstellung der Holzbearbeitungsmaschine. Allein das Werkzeugmagazin ist so groß wie einige Fräsen. Bild: Big Kaiser

    Hochmodernes Bearbeitungszentrum bei Martin – mit vollständiger Automation zur Herstellung der Holzbearbeitungsmaschine. Allein das Werkzeugmagazin ist so groß wie einige Fräsen. Bild: Big Kaiser

  • Mega Synchro Aufnahme in Aktion. Bild: Big Kaiser

    Mega Synchro Aufnahme in Aktion. Bild: Big Kaiser

  • Mega Synchro Aufnahme. Bild: Big Kaiser

    Mega Synchro Aufnahme. Bild: Big Kaiser

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Vor einiger Zeit stellten die Martin-Mitarbeiter fest, dass die Werkzeuge zum Spindeln von Passungen nicht mehr dem Stand der Technik entsprachen. „Mit dieser Tatsache konfrontiert, erinnerte ich mich,“ so erzählt Hauff, „an eine Begebenheit währen meiner Ausbildung. Wir mussten eine große Passung auf extreme Tiefen aufspindeln. Mein Lehrmeister sagte damals nur: ‚Nimm gleich den Kaiser, der funktioniert immer‘. So entstand der Wunsch, verschiede Werkzeuge in unserem Haus zu testen. Da auch unsere Geschäftsleitung technischen Verbesserungen immer offen gegenübersteht, hatte ich sofort die Freigabe, verschiedene Systeme testen zu lassen. Sehr schnell waren sich meine Mitarbeiter einig: von Big Kaiser funktioniert einfach alles. Einmal eingestellt, ist es standfest und passt genau.“

Durch Standfestigkeit zu Industrie 4.0

„Martin wollte damals einen Spannturm bauen“, erzählt Alexander Hartl, Anwendungstechniker bei Big Kaiser. „18F7-Passungen mit konzentrischem M12-Gewinde zum Spannen dahinter, und zwar 987 davon. In puncto Standfestigkeit ist das natürlich eine Herausforderung. Aber solange wir alles ordnungsgemäß nach unseren Parametern einstellen, ist das kein Problem." Eine weitere Hürde war, dass der Turm als großer Quader aus zusammengeschweißten Platten bestand. Konstruktionsbedingt mussten die Mirarbeiter also eine ganze Reihe der Passungen und Gewinde durch Schweißnähte fertigen. „Ich war am Anfang skeptisch“, gibt Maschinenbediener Andreas Schindler zu. „Aber nun bin ich beeindruckt: Die Leistung überzeugt. Einfach einstellen und das Programm läuft durch.“

„Die Werkzeuge halten nicht nur ein wenig länger“, erklärt Hauff begeistert. „Wir reden hier über erhebliche Unterschiede, fast den Faktor zwei. Insbesondere bei unseren Spanntürmen macht sich das bemerkbar: ein CNC-Programm, das durchläuft – langwieriges manuelles Nachstellen des Werkzeugs entfällt. Nun können wir einen ganzen Spannturm unterbrechungsfrei herstellen. Ohne den Feinbohrkopf nachzustellen oder gar die Wendeschneidplatte zu wechseln. Das ist ein richtiger Game Changer; so fertigen wir die Spanntürme mannlos, ohne böse Überraschungen.“


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Unternehmensinformation

BIG KAISER GmbH

Allmendstraße 12
DE 72189 Vöhringen, Württ
Tel.: 07454 96033 60
Fax: 9603380

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