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26.07.2017

Sichere Alternative bei tiefen Kavitäten

Tiefe, enge Kavitäten erfordern für gewöhnlich sehr lange, dünne Werkzeuge. Das Problem bei der Bearbeitung ist dabei die Abdrängung des Werkzeugs. Mit den zweischneidigen Torus- und Kugelfräsern von OSG hat Meissner speziell beim Konturschruppen- und -schlichten von Kernwerkzeugen für Wassermantel eine passende Lösung gefunden.

Die Meissner AG in Biedenkopf war eines der ersten Unternehmen in Deutschland, das die Fünf-Achs-Bearbeitung eingeführt hat. Die Vorteile, wie Reduzierung der Durchlaufzeiten oder Steigerung der Präzision durch zum Beispiel die Komplettbearbeitung in einer Aufspannung, weiß man so auch seit Jahren zu schätzen. Allerdings stellen die Verantwortlichen in Biedenkopf seitdem immer häufiger fest, dass es nicht immer und überall Sinn macht, auf diese fünf Achsen zusetzen. Deshalb hat man begonnen, in bestimmten Bereichen stark zu differenzieren.

  • An diesem Prüfteil (Ausschnitt eines Wassermantel-Kernwerkzeuges) hat man festgestellt, dass man mit einer Drei-Achs-Bearbeitung wesentlich schneller ist, als fünfachsig anzustellen. Bild: OSG

    An diesem Prüfteil (Ausschnitt eines Wassermantel-Kernwerkzeuges) hat man festgestellt, dass man mit einer Drei-Achs-Bearbeitung wesentlich schneller ist, als fünfachsig anzustellen. Bild: OSG

  • Obwohl man mit einem optimistischen Aufmaß von 3/10 Millimeter fräst, be-wegt man sich mit den Fräswerkzeugen von OSG in allen Ebenen kontinuier-lich innerhalb der Toleranzbereiche von 3/100 Millimeter. Bild: OSG

    Obwohl man mit einem optimistischen Aufmaß von 3/10 Millimeter fräst, be-wegt man sich mit den Fräswerkzeugen von OSG in allen Ebenen kontinuier-lich innerhalb der Toleranzbereiche von 3/100 Millimeter. Bild: OSG

  • Enge Bereiche, enge Taschen, schmale Stege und hohe Konturen. Da sind den Schwenk-Bewegungen der Maschine Grenzen gesetzt. Zudem reduzieren sich dadurch die Vorschubgeschwindigkeiten. Bild: OSG

    Enge Bereiche, enge Taschen, schmale Stege und hohe Konturen. Da sind den Schwenk-Bewegungen der Maschine Grenzen gesetzt. Zudem reduzieren sich dadurch die Vorschubgeschwindigkeiten. Bild: OSG

  • Einer der Schwerpunkte bei der Meissner AG sind Werkzeuge zum Gießen von Motorblöcken, Zylinderköpfen und anderen Gussteilen. Bild: OSG

    Einer der Schwerpunkte bei der Meissner AG sind Werkzeuge zum Gießen von Motorblöcken, Zylinderköpfen und anderen Gussteilen. Bild: OSG

  • Uli Blöcher, Matthias Bassler, Christoph Rothenpieler und Christoph Schwarz (v.l.n.r.): „Die zweischneidigen Torus- und Kugelfräser von OSG waren die Al-ternative, nach der wir gesucht haben. Seit Januar sind diese Werkzeuge im Einsatz und die Ergebnisse geben uns recht: Es macht nicht immer Sinn, auf eine 5-Achsbearbeitung zu setzen.“ Bild: OSG

    Uli Blöcher, Matthias Bassler, Christoph Rothenpieler und Christoph Schwarz (v.l.n.r.): „Die zweischneidigen Torus- und Kugelfräser von OSG waren die Al-ternative, nach der wir gesucht haben. Seit Januar sind diese Werkzeuge im Einsatz und die Ergebnisse geben uns recht: Es macht nicht immer Sinn, auf eine 5-Achsbearbeitung zu setzen.“ Bild: OSG

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Das gilt, so Christoph Schwarz Gruppenleiter Mechanische Fertigung bei Meissner, speziell für die Bearbeitung von Wassermantel-Kernwerkzeugen: „Wir haben bei diesen Werkstücken enge Bereiche, enge Taschen, schmale Stege und hohe Konturen. Da sind den Schwenk-Bewegungen der Maschinen Grenzen gesetzt, denn es reduzieren sich dadurch auch die Vorschubgeschwindigkeiten. Andererseits wirken sich die Drehbewegungen nicht unbedingt positiv auf das Werkzeug aus. Das heißt, die Fünf-Achs-Bearbeitung macht nicht immer Sinn. Unsere Vergleiche haben gezeigt, dass wir in bestimmten Bereichen mit drei Achsen wesentlich schneller sind. Allerdings hatten wir damit in der Vergangenheit damit auch einen sehr hohen Erodieraufwand. Deshalb waren wir für diese Konturen auf der Suche nach Alternativen.

Die Alternative hatte Meissner dann Anfang des Jahres in der Drei-Achs-Bearbeitung in Verbindung mit den Torus- und Kugelfräsern aus der EPL- und WXS-Reihe von OSG gefunden. Die Entscheidung für diese Fräswerkzeuge hat nach Auskunft der Verantwortlichen zahlreiche Gründe. Zunächst sind das die durchweg positiven Erfahrungen. Demnach ist bei Anfragen bei OSG immer sofort Bereitschaft da, man liefert kurzfristig und berät kompetent. Wichtiger aber sind die Fräsergebnisse mit diesen Werkzeugen. So wurde beispielsweise ein WXL-Kugelfräser mit einem Zeilenabstand von 5/100 Millimeter bei einem hochlegierten Edelstahl zum Schlichten hochwertiger Oberflächen eingesetzt. Diese Bearbeitung konnte mit nur einem Fräser über vier Stunden ohne Unterbrechung erledigt werden. Eine Bearbeitung, die man so in Biedenkopf bis dahin noch nicht erlebt hatte. Diese Prozesssicherheit ist es aber, die man nun auch in den aktuellen Torus- und Kugelfräsern sieht.

Qualität, Standzeit und Prozesssicherheit von enormer Bedeutung

Für den konkreten Fall, bei dem man also wegen der sehr tiefen Kavitäten das Drei-Achs-Fräsen wieder belebt hat, wurden zunächst Tests gefahren. An einem Prüfteil (Ausschnitt aus dem aktuellen Werkzeug) kamen Werkzeuge unterschiedlicher Hersteller zum Einsatz. Entschieden hat Meissner sich für OSG, so Matthias Bassler, Bereichsleiter Fertigung: „Wir suchen zwar nicht die Sekunde, aber Zeit ist auch für uns ein wichtiger Faktor. Das bedeutet konkret, wir haben sehr viele, sehr zeitintensive Schlichtarbeiten. Da ist die Qualität und Standzeit, die Prozesssicherheit von enormer Bedeutung, denn ein eventuelles notweniges Nachschlichten – aus welchem Grund auch immer – würde hier enorm zu Buche schlagen. Unsere Tests haben gezeigt, während wir mit Fräswerkzeugen anderer Hersteller bei diesem Material nochmals einem Stepp fahren mussten, hat es mit OSG geklappt.“


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OSG GmbH

Karl-Ehmann-Str. 25
DE 73037 Göppingen
Tel.: 07161-6064-0
Fax: -444

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