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maschine+werkzeug 07/2017

Schrittweise zur Polierqualität

Werkzeuge

Fräsen - Formconsult aus Schmalkalden hat gemeinsam mit MMC Hitachi Tool Bearbeitungsstrategien entwickelt, die zeigen, dass sich auch sehr kleine und anspruchsvolle Konturen wirtschaftlich bis auf Fertigmaß fräsen lassen.

Die komplexen Werkzeuge von Formconsult werden zu rund 60 Prozent im Automotive-Bereich eingesetzt, aber auch in der Medizintechnik oder der Elektroindustrie. Bild: MMC Hitachi Tool

Für das Thüringer Unternehmen Formconsult ist die enge Zusammenarbeit mit Technologiepartnern sehr wichtig. Seit rund sieben Jahren nutzt der Werkzeugbauer hochpräzise Vollhartmetall-Werkzeuge sowie Wendeplattenfräser von MMC Hitachi Tool.

Das Know-how des japanischen Herstellers sollte auch im Fall des 2K-Werkzeugs zum Spritzen von Lichtoptiken aus Kunststoff zum Projekterfolg beitragen. Die Herausforderung: Wie lassen sich mit einem gut funktionierenden Werkzeug noch bessere Ergebnisse erzielen? Schließlich übernehmen Kunststoffteile immer raffiniertere optische Aufgaben – befeuert durch LEDs und andere Hightech-Lichtquellen. Damit steigen auch die Anforderungen an die Oberflächen enorm.

»Deswegen sind wir bei den Einsätzen und den Schiebern ständig auf der Suche nach neuen Werkstoffen und neuen Möglichkeiten beim Fräsen«, erläutert Jürgen Vierling, Prokurist und Leiter der Werkzeugfertigung bei Formconsult. Bei Lichtoptiken aus Kunststoff geht es fast immer darum, die über das Werkzeug im Kunststoff abgebildeten, optischen Eigenschaften ausschließlich durch die Fräsbearbeitung herzustellen. »Und zwar mit einer hervorragenden Oberflächengüte, möglichst in Polierqualität«, ergänzt Vierling. Denn diese ist entscheidend für den Glanz des Kunststoffs und für die optische Wirkung.

Die Schwierigkeit ist dabei, dass die Lichtoptik aus über hundert wenige Millimeter großen, unterschiedlich geformten Facetten besteht. Klassisches Polieren würde hier zu einer Geometrieverfälschung führen, da man dann keine scharfen Kanten mehr hat, sondern kleine Radien, was sich negativ auf die Lichtbrechung und die Streuung auswirkt. Deshalb versuchte Formconsult vor etwa einem halben Jahr mit Testreihen herauszufinden, wie sich durch Fräsen noch bessere Oberflächen herstellen lassen.


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