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maschine+werkzeug 08/2011

Schnellere Batchzeiten

Technik

Beschichtung - Unter dem Motto ›Advanced Surface Technology‹ präsentiert Oerlikon Balzers die neue Beschichtungsanlage Ingenia und die neue universelle Bohrerschicht Balinit Pertura.

Die schnelle und präzise Beschichtungsanlage Ingenia ist flexibel einsetzbar.

Mit der neuen Beschichtungsanlage Ingenia strebt Oerlikon Balzers an, neue Maßstäbe in der Beschichtungstechnologie PVD (Physical Vapour Deposition) zu setzen. Schnellere Batchzeiten, äußerst präzise Schichtdicken über die gesamte Beladung, hohe Flexibilität in puncto anwendbare Schichten, Technologien und Losgrößen zählen zu den wichtigsten Eigenschaften der Anlage.

Durch optimiertes Aufheizen und Abkühlen sorgt die Ingenia für deutlich kürzere Beschichtungsprozesse mit Batchzeiten von etwa drei Stunden. Bis zu acht verschiedene Prozesse pro Tag lassen sich laut Oerlikon Balzers mit der kompakten Anlage in kleinen wie auch größeren Losgrößen umsetzen.

Die Bandbreite umfasst das gesamte Schichtportfolio von Oerlikon Balzers sowie kundenseitig entwickelte Schichten. Bei dieser Flexibilität erreicht die Ingenia eine Schichtdickengenauigkeit von ±5 Prozent über die gesamte Beladung. Damit ist die Anlage besonders für die Beschichtung von Präzisions- und Mikrowerkzeugen sowie Bauteilen geeignet. Sie kann aber auch als Plattform für die Forschung und Entwicklung eingesetzt werden und lässt sich dank eines modularen Konzepts jederzeit mit zusätzlichen Technologien ergänzen.

Mit der Ingenia bringt Oerlikon Balzers die neue S3p-Technologie (Scalable Pulsed Power Plasma) auf den Markt, eine weiterentwickelte Lösung auf Basis des Hochleistungs-Impuls-Magnetron-Sputterns (HiPIMS). Die skalierbare Technologie erzeugt Plasmen mit einem hohen Anteil an ionisierten schichtbildenden Atomen. Damit lassen sich extrem glatte und dichte Schichten mit optimierten Eigenschaften für vielfältige Anwendungsfelder realisieren.

So wird der Einsatz verschiedenster Beschichtungsmaterialien bei äußerst homogener Schichtdickenverteilung möglich. Damit bereitet S3p den Boden für den wirtschaftlich effizienten Rundumeinsatz der HiPIMS-Technologie in der Produktion sowie in der Forschung und Entwicklung.

Die neue Bohrerschicht Balinit Pertura von Oerlikon Balzers wurde als Universallösung für alle Hochleistungs-Hartmetallbohrer entwickelt. Als Weiterentwicklung der bestehenden Spezialschichten für Bohrwerkzeuge, Balinit Futura und Helica, zeichnet sie sich durch ihre Nanostruktur aus. Diese sorgt laut Oerlikon Balzers für mehr Produktivität in der Zerspanung anspruchsvoller Materialien und für höhere Prozesssicherheit unter schwierigen Arbeitsbedingungen. Der Fortschritt betrifft vor allem den Aufbau, die Zusammensetzung und die Oberfläche der neuen Schicht.

Die Nanolagenstruktur mit optimiertem Abstand zueinander schafft die richtige Balance zwischen Eigenspannung, Härte und Bruchzähigkeit. Die Abrasivbeständigkeit wird deutlich gesteigert und ein Rissfortschreiten unterdrückt. Zusammen mit einer hohen Warmhärte resultieren daraus ein leistungsstarker Verschleißschutz und sehr hohe Standzeiten bei verschiedensten Bohranwendungen.

Die sehr glatte Schichtoberfläche begünstigt außerdem durch die reduzierte Klebneigung und den reibungslosen Spantransport das Tieflochbohren sowie die Bearbeitung anspruchsvoller Anwendungen. Auch nach einer Wiederbeschichtung bietet Balinit Pertura die gleiche Performance.

»Mit Ingenia, der S3p-Technologie und Balinit Pertura werden wir dem wachsenden Wunsch unserer Kunden nach mehr Flexibilität, Produktivität und Lieferschnelligkeit gerecht«, so Helmut Rudigier, Chief Technology Officer bei Oerlikon Balzers.

www.oerlikon.com/balzers

Unternehmensinformation

Oerlikon Balzers Coating Germany GmbH

Am Ockenheimer Graben 41
DE 55411 Bingen
Tel.: 06721-793-0
Fax: -2374

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