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12.01.2017

Schneller und energiesparender

Auf ihrem 24. Innovationstag hat das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA im Dezember 2016 vier Forscherteams mit dem Hans-Jürgen-Warnecke-Innovationspreis ausgezeichnet. Den ersten Platz sicherten sich Wissenschaftler der Projektgruppe „Regenerative Produktion“ in Bayreuth mit ihrem neuen Vollhartmetall-Schaftfräser. Dieser erbringt 25 Prozent mehr Leistung und kommt dabei mit 17 Prozent weniger Energie aus.

Da der VHM-Schaftfräser universell einsetzbar, robust und hitzebeständig ist, eignet er sich für extrem schwer zu bearbeitende Metalle wie Edelstahl oder hochlegierte Stähle. Sein hohes Marktpotenzial wollen die Wissenschaftler der Projektgruppe „Regenerative Produktion“ weiter ausschöpfen.

  • Die Preisträger des Hans-Jürgen Warnecke Innovationspreis 2016 mit dem Moderator und der Jury. Fraunhofer IPA/Heike Quosdorf

    Die Preisträger des Hans-Jürgen Warnecke Innovationspreis 2016 mit dem Moderator und der Jury. Fraunhofer IPA/Heike Quosdorf

  • Der optimierte VHM-Schaftfräser des Fraunhofer IPA erbringt 25 Prozent mehr Leistung und kommt dabei mit 17 Prozent weniger Energie aus. Bild: WNT

    Der optimierte VHM-Schaftfräser des Fraunhofer IPA erbringt 25 Prozent mehr Leistung und kommt dabei mit 17 Prozent weniger Energie aus. Bild: WNT

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Zunächst haben die Experten analysiert, welche Kräfte bei den alltäglichen Fräsaufgaben auf das Werkzeug einwirken. In Simulationen und experimentellen Untersuchungen wurde daraufhin die optimale Schneidengeometrie entwickelt. „Die Analysen haben ergeben, dass eine dreidimensionale Geometrie mit differenziellem Drallwinkel und speziell konditionierten Schneidkanten die Effizienz deutlich steigert“, informiert Projektleiter Dr. Hans-Henrik Westermann.

Anschließende Tests im Labor und umfangreiche Erprobungen in der Praxis bestätigten den Erfolg der innovativen Schneidengeometrie. Der neue VHM-Schaftfräser kommt gegenüber herkömmlichen Varianten mit 17 Prozent weniger Energie aus. Die Schnittgeschwindigkeit konnten die IPA-Wissenschaftler im Mittel um 10 Prozent, die Vorschubgeschwindigkeit sogar um 25 Prozent steigern. Gleichzeitig konnte die Verschleißfestigkeit des Werkzeugs deutlich verbessert werden.

Der VHM-Schaftfräser wurde bereits zum Patent angemeldet. Mittlerweile vertreibt ihn die international renommierte WNT-Gruppe innerhalb ihrer Vertriebsorganisation in 19 Ländern unter dem Markennamen S-Cut und bietet gemeinsam mit ihrem Systempartner, der Maier GmbH aus Oberschneiding, den neuentwickelten VHM-Schaftfräser mit großem Erfolg in über 100 verschiedenen Ausführungen in ihrem Produktkatalog und auf Messen an.

Unternehmensinformation

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA)

Nobelstraße 12
DE 70569 Stuttgart
Tel.: 0711-970-00
Fax: 0711-970-1399

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