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maschine+werkzeug 09/2018

Schnell und sicher ans Ziel

TITELSTORY

Tyrolit - Schleifmittelhersteller Tyrolit hat das Assistenzsystem Toolscope gezielt auf die Bedürfnisse des Schleifens zugeschnitten. Es macht Maschinenzustände, Betriebs- und Prozessdaten transparent. Bei voller Prozesssicherheit verhilft es dem Anwender zur optimalen Nutzung von Schleifwerkzeugen und minimalen Bearbeitungszeiten.


Programmierbare Reaktionen

Für jedes Projekt wird programmiert, wie die Maschinenreaktion für ein bestimmtes Ereignis aussehen soll. Das kann ein Alarmsignal sein, ein Stopp der Maschine oder die adaptive Regelung des Vorschubs. Auch ein automatischer Abrichtvorgang ist möglich. Prüfung und Änderung des jeweiligen PLC finden bei Ceratizit in Hannover statt. Diese freie Konfigurierbarkeit und Anpassung auf individuelle Prozessgegebenheiten zeichnen das System Toolscope aus. 

Bei der Entscheidung, welche Werte für einen bestimmten Prozess am besten überwacht werden, hilft Tyrolits technischer Vertriebssupport, der auf eine Struktur zurückgreift, die bereits bei Komet Brinkhaus etablierte wurde. In Schwaz ist hier Gabriel Huber für Schleifassistenzsysteme zuständig. Er zeigt den Kunden an einzelnen Projekten zunächst das Potenzial des Systems auf. Meist wird Toolscope zunächst auf einer Maschine installiert und dann einige Monate lang getestet. In der Regel wollen die Kunden das System dann auch auf weiteren Maschinen einsetzen, weil sie die Vorteile des Systems sehen.

Es gibt viele Gründe, Toolscope einzusetzen: zu hoher Werkzeugverschleiß, zu häufiges Abrichten, zu viel Ausschuss, stark unterschiedliches Schleifverhalten, stark unterschiedliche Ergebnisse an den Bauteilen. Tyrolits Anwendungstechniker vor Ort erkennen solche Probleme und empfehlen dann neben der Anpassung von Schleifwerkzeug und Prozessparametern den Einsatz von Toolscope. Klassische Bauteile für die Überwachung sind Kurbelwellen, Nockenwellen, Getriebewellen sowie Schaftwerkzeuge für die Werkzeugindustrie. Besonders lohnend ist die Prozessoptimierung für die Großserienfertigung.

Seit einem Jahr ist Toolscope bei einem großen deutschen Automobilhersteller im Einsatz, wo vier Schleifmaschinen in zwei Fertigungslinien verschiedene Ausführungen einer Getriebewelle bearbeiten. Der Autobauer setzte das System zunächst nur zum Überwachen und Aufzeichnen des Prozesses ein. So sollten Chargen- oder Härteunterschiede des Ausgangsmaterials erkannt werden, die Einfluss auf die Bearbeitbarkeit des Werkstoffes haben. 

Mit derartigen Schwankungen, die unterschiedlichen Werkzeugverschleiß zur Folge haben, haben es Schleifer häufig zu tun. VW ist es tatsächlich gelungen, die Unterschiede nachzuweisen und dann auch abzustellen. Darüber hinaus zeigte die Auswertung, dass der Prozess, noch optimiert werden kann. Werden Zeitpuffer herausgenommen und Schleifscheiben erst dann abgerichtet oder ausgewechselt, wenn es erforderlich ist, können nach Einschätzung der Tyrolit-Techniker noch gut 20 Prozent Zeitersparnis herausgeholt werden.

Maschinen- und Personalkosten machen zusammen etwa die Hälfte der Kosten eines Werkstücks aus. Die Zykluszeit zu reduzieren, Maschinenverfügbarkeiten zu steigern und Nacharbeit möglichst zu vermeiden, sind laut Dr. Markus Weiß die größten Hebel, um die Kosten pro Bauteil zu reduzieren. Der Preis für ein hochwertiges Werkzeug falle dabei kaum ins Gewicht, denn es sei ein ›Enabler‹, um einen Prozess schneller zu machen. Zudem werden Materialkosten gespart, wenn Ausschuss vermieden wird. Anhand von Beispielen kann Tyrolit zeigen, dass sich die Kosten für sein Assistenzsystem im industriellen Dreischichtbetrieb binnen eines halben Jahres amortisieren. 

www.tyrolit.com  

  • In Tyrolits Technologiecenter wird am großen Monitor visualisiert, wie der Prozess läuft. Die Apps spiegeln das Geschehen in der Maschine direkt wider. Bild: Tyrolit

    In Tyrolits Technologiecenter wird am großen Monitor visualisiert, wie der Prozess läuft. Die Apps spiegeln das Geschehen in der Maschine direkt wider. Bild: Tyrolit

  • Toolscope wertet die während des Schleifens ermittelten Maschinendaten aus und zeigt sie als Diagramme an der Maschinensteuerung an. Bild: Tyrolit

    Toolscope wertet die während des Schleifens ermittelten Maschinendaten aus und zeigt sie als Diagramme an der Maschinensteuerung an. Bild: Tyrolit

  • In seinem Technologiecenter in Schwaz hat Tyrolit das Assistenzsystem Toolscope auf Maschinen von Emag und (links) und GST (rechts) ausgetestet. Die Versuche finden hier vor allem mit den für Kunden wichtigen Materialien statt, aber auch die Bearbeitung neuer Metallverbindungen wird erprobt. Bild: Tyrolit

    In seinem Technologiecenter in Schwaz hat Tyrolit das Assistenzsystem Toolscope auf Maschinen von Emag und (links) und GST (rechts) ausgetestet. Die Versuche finden hier vor allem mit den für Kunden wichtigen Materialien statt, aber auch die Bearbeitung neuer Metallverbindungen wird erprobt. Bild: Tyrolit

  • Techniker von Tyrolit nutzen die im Technologiecenter gewonnenen Ergebnisse, um Kunden noch besser unterstützen zu können, aber auch um eigene Produkte weiterzuentwickeln.

    Techniker von Tyrolit nutzen die im Technologiecenter gewonnenen Ergebnisse, um Kunden noch besser unterstützen zu können, aber auch um eigene Produkte weiterzuentwickeln.

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Unternehmensinformation

TYROLIT Schleifmittelwerke Swarovski KG

Swarovskistr. 33
AT 6130 SCHWAZ
Tel.: 00435242-606-0
Fax: 00435848-63597

Internet:www.tyrolit.de



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