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maschine+werkzeug 08/2012

Schneidplatten statt HSS

EXTRA Verzahnung

Fräsen - Die neue Wendeschneidplatten-Technologie von Sandvik Coromant ermöglicht es, bei der Fertigung von Zahnrädern auf den bisher üblichen Einsatz von HSS-Abwälzfräsern zu verzichten.

Trockenbearbeitung

Der Einsatz von Kühlmitteln beim Verzahnungsfräsen rührt noch vom Gebrauch der HSS-Werkzeuge her. Heute wird die Trockenbearbeitung, also die Bearbeitung ohne Kühlmittel, allgemein bevorzugt. Angesichts der heute üblichen hohen Zerspanungsraten ist es selbst mit großen Mengen an Kühlmittel schwierig, den Zustand der Schneidkanten positiv zu beeinflussen. Da zudem ein Großteil des Kühlmittels verdampft, werden die Schneidplatten beim Ein- und Ausschnitt nur mit minimalen Kühlmittelmengen und daher geringfügig gekühlt.

Dadurch werden die Temperaturschwankungen sogar noch verstärkt, was sich negativer auf die Schneidplatte auswirkt als eine gleichmäßige Hitze. Da das Verzahnungsfräsen ebenso wie die Fräsbearbeitung generell ein unterbrochener Fertigungsprozess ist und weil Hartmetall hohen Temperaturen gut standhält, sind Kühlmittel hier nicht erforderlich. Werkzeuge für das Abwälzfräsen verfügen meist über hundert Schneidkanten und sind für eine hohe Präzision konstruiert. Deshalb verläuft der Bearbeitungsprozess relativ gleichmäßig mit kontinuierlichen Schnitten, wobei sowohl die Spandicke als auch die Richtung der Schnittkraft variieren. Bei HSS-Abwälzfräsern, die normalerweise eine Schnittgeschwindigkeit von 50 bis 100 m/min erlauben, ist der Einsatz von Kühlmitteln notwendig.

Hartmetall-Abwälzfräsen hingegen erzielen bei 250 bis 300 m/min gute Ergebnisse – und das sowohl mit als auch ohne Kühlung. Eine moderne, beschichtete Schneidplattensorte kann selbst bei den Temperaturen, die bei hohen Schnitt- und Vorschubgeschwindigkeiten entstehen, eine hohe Bearbeitungssicherheit gewährleisten. Daher funktionieren viele Sorten sowohl unter trockenen als auch unter nassen Bedingungen – falls die Kühlung für die Spanabfuhr, zur Einhaltung der Bauteiltoleranz oder zur Aufrechterhaltung der Bauteiltemperatur notwendig ist. Besonders beim Fräsen normierter Einsatzstähle punkten Vollhartmetall-Wendeplatten mit einer gesteigerten Produktivität.

  • Die Invo-Milling-Methode für Bearbeitungszentren und Multi-Task-Maschinen ist eine Kombination aus Nuten- und Drehfräsen.

    Die Invo-Milling-Methode für Bearbeitungszentren und Multi-Task-Maschinen ist eine Kombination aus Nuten- und Drehfräsen.

  • uP-Gear-Technologie: Sandvik-Coromant-Fräser für die Produktion von Kegelrädern auf Fünf-Achs-Maschinen von Heller.

    uP-Gear-Technologie: Sandvik-Coromant-Fräser für die Produktion von Kegelrädern auf Fünf-Achs-Maschinen von Heller.

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