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22.10.2019

Sandvik baut die unzerstörbare Gitarre

Rockstars lieben es, ihre Gitarren auf der Bühne zu zerschmettern. Und kaum jemand zeigt dabei mehr Einsatz als der schwedische Gitarrenvirtuose Yngwie Malmsteen. Um seine innovativen Verfahren auf die Probe zu stellen, stellte Sandvik die weltweit erste unzerstörbare Gitarre vollständig aus Metall her und ließ darauf Malmsteen seine beeindruckenden Fähigkeiten demonstrieren

Sandvik entwickelte eine unzerstörbare Gitarre, um die Fortschrittlichkeit, Präzision und Nachhaltigkeit seiner Verfahren zu demonstrieren. „Da wir keine Produkte für Endverbraucher herstellen, wissen die meisten Menschen nicht, wie innovativ unsere Methoden eigentlich sind“, sagt Klas Forsström, Präsident von Sandvik Machining Solutions, dem marktführender Anbieter von Werkzeugen und Werkzeugsystemen für die moderne industrielle Zerspanung. „Mit dem Bau einer unzerstörbaren Gitarre für einen anspruchsvollen Musiker wie Yngwie Malmsteen stellen wir Fähigkeiten unter Beweis, die wir für alle komplexen Herausforderungen in der Fertigung mitbringen.“

  • Sandvik stellte die weltweit erste unzerstörbare Gitarre vollständig aus Metall her. Bild: Sandvik

    Sandvik stellte die weltweit erste unzerstörbare Gitarre vollständig aus Metall her. Bild: Sandvik

  • Yngwie Malmsteen im Gespräch mit Mitgliedern des Sandvik-Teams über Konstruktionsdetails einiger Gitarrenteile. Bild: Sandvik

    Yngwie Malmsteen im Gespräch mit Mitgliedern des Sandvik-Teams über Konstruktionsdetails einiger Gitarrenteile. Bild: Sandvik

  • „Das Wichtigste für mich ist der Gitarrenhals“, sagt Yngwie Malmsteen, der hier die Geradheit überprüft. Bild: Sandvik

    „Das Wichtigste für mich ist der Gitarrenhals“, sagt Yngwie Malmsteen, der hier die Geradheit überprüft. Bild: Sandvik

  • Einer der Sandvik-Ingenieure beim Prüfen der Festigkeit der Gitarre. Bild: Sandvik

    Einer der Sandvik-Ingenieure beim Prüfen der Festigkeit der Gitarre. Bild: Sandvik

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Malmsteen, der bereits 30 Alben produziert hat vom TIME Magazine zu einem der zehn größten E-Gitarristen der Welt gekürt wurde, ist für sein virtuoses Spiel bekannt – und dafür, dass er seine Gitarren „hart“ anpackt. Der Meister des neoklassischen Heavy Metal zerstört seit mehr als 3 Jahrzehten Gitarren auf der Bühne: „Die Sandvik Gitarre ist ein echtes Biest, was wohl bedeutet, dass Sandvik genau weiß, was es tut. Zudem haben sie hart gearbeitet und ihre Hausaufgaben gemacht“, sagt Malmsteen. „Das Ergebnis ist einfach großartig. Ich habe wirklich alles ausprobiert, aber die Gitarre ist nicht kaputt zu kriegen.“

Hals und Mittelstück aus einem Stück gefräst

Die Ingenieure bei Sandvik arbeiteten mit dem renommierten Gitarrentechniker Andy Holt von Drewman Guitars zusammen, um Malmsteens anspruchsvollen musikalischen Standards und seiner blitzschnellen Spielweise gerecht zu werden. „Wir mussten wirklich alles neu erfinden. Es gibt kein einziges Teil an dieser Gitarre, das jemals zuvor so gebaut wurde. Sie ist ein echtes Kunstwerk“, so Holt. Die Schwachstelle einer jeden Gitarre ist der Punkt, an dem der Gitarrenhals auf den Gitarrenkorpus trifft. Sandvik löste das Problem dadurch, dass Hals und Mittelstück des Instrumentenkorpus aus einem Stück gefräst wurden. „Man könnte die Gitarre sogar als Hammer benutzen, und sie würde nicht zerbrechen“, erläutert Holt.

Malmsteen spielt die Gitarre vor einem begeistertem Publikum in einem Club in der Nähe von Miami – und tut wirklich alles, um sie zu zerstören.

Am Bau des Instruments waren verschiedene Unternehmensbereiche von Sandvik beteiligt. Für den im 3D-Druck gefertigten Korpus nutzte Sandvik seine weltweit führende Kompetenz bei der Herstellung von Metallpulver und im Bereich der additiven Fertigung: Die Ingenieure entschieden sich, den Korpus im 3D-Druck herzustellen, wozu feinstes Titanpulver von einem Laser zu übereinander liegenden Schichten verschmolzen wurde. Diese Schichten, jede dünner als ein menschliches Haar, bildeten schließlich den Korpus der Gitarre. „Die additive Fertigung ermöglicht es uns, hochkomplexe Bauteile in kleinen Stückzahlen herzustellen“, erklärt Amelie Norrby, Ingenieurin für Additive Fertigung bei Sandvik. „Mithilfe des Fertigungsverfahrens können wir leichtere, festere und flexiblere Bauteile mit inneren Strukturen herstellen, die auf herkömmliche Weise nicht produziert werden könnten. Und sie ist nachhaltig, weil wir nur das für die Komponente benötigte Material verwenden und so jeglichen Abfall vermeiden.“


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

Sandvik Tooling Deutschland GmbH Geschäftsbereich Coromant

Heerdter Landstraße 243
DE 40549 Düsseldorf
Tel.: 0211-5027-0
Fax: 0211-5027-500

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