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05.02.2015

Qualität und Prozesssicherheit beim Gewindebohren

Durch den Einsatz der Gewindebohrer M30, M36 und M42 der A-Serie von OSG hat Brück in Saarbrücken die Standzeit konstant mehr als verdreifachen können bei einer deutlichen Steigerung der Schnittgeschwindigkeit.

Brück zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Schmiedestücken und warmgewalzten nahtlosen Ringen, Flanschen und Spezial-Schmiedestücken. Dementsprechend hat das Saarbrücker Unternehmen in den vergangenen Jahren die Möglichkeiten der Fertigbearbeitung mit mehr als 100 modernen CNC-gesteuerte Bearbeitungszentren erheblich erweitert. Allein mit der Investition in aktuelle Werkzeugmaschinen ist es aber nicht getan, wie das Gewindebohren in verzahnte Flansche für Getriebe zeigt. In Saarbrücken sind das zwar je nach Typ kleine Losgrößen von sechs Stück pro Auftrag. Diese Losgrößen müssen allerdings komplett geliefert werden. Das heißt, ist nur ein Flansch dieses Auftrags nicht in Ordnung, kommt es seitens der Kunden zu einer Annullierung. Unabhängig davon sind diese Flansche mit Durchmessern über 2.000 m aus unvergütetem CroNiMo äußerst kostenintensiv.

Eine problemlose Bearbeitung und Prozesssicherheit sind deshalb zentrale Themen bei Brück. Das gilt auch für das Gewindebohren in den Bereichen M30, M36 und M42. In der Vergangenheit kam es hier zu unregelmäßigen und vorzeitigen Werkzeugverschleiß. Eine Situation, so Michael Philipp, Meister Bohren/BAZ bei Brück, auf die man reagieren musste: „Bei diesen Bauteilen geht es uns vor allem um Qualität und Prozesssicherheit. Das heißt, bevor diese Flansche zur Weiterbearbeitung gehen, wird bei uns auf der Messmaschine eine Qualitätssicherung durchgeführt. In der Vergangenheit kam es allerdings im Bereich des Gewindeschneidens zu Unregelmäßigkeiten. Die Gewindebohrer verschlissen frühzeitig, zeigten so teilweise nach bereits 30 bis 40 Gewinden auch sehr unterschiedliche Standzeiten auf. Wir mussten etwas tun.“

Es geht bei Brück nicht um die Suche nach Sekunden was die Durchlaufzeiten angeht. Für Michael Philipp war aber auch das ein Thema, denn rechnet man einen Flansch mit 72 Gewinden. Berücksichtigt man den Werkzeugwechsel, ist das bei 18 Flanschen in der Woche dann doch ein Zeitaufwand, der in keinem Verhältnis steht.

Deshalb wurde in Saarbrücken zunächst das Gewindefräsen getestet, allerdings mit mäßigem Erfolg. Denn obwohl der Gewindefräser eine Neuentwicklung mit drei Schneidplatten war, kam es einerseits zu starken Vibrationen. Andererseits musste dreimal zugestellt werden. Die Laufzeiten pro Gewinde waren einfach nicht akzeptabel. Mit der Vorstellung der OSG-Gewindebohrer war Patrick Jacoby von der Preinfalk & Sohn GmbH in Sulzbach da dann wohl zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Mit dem Einsatz der neuen A-Serie, konkret dem ASFT M42 wurden völlig neue Dimensionen erreicht.

Die bis dahin erzielte Schnittgeschwindigkeit von 7 m/min wurde mit 13 m/min deutlich gesteigert, die Standzeit mehr als verdreifacht. Diese Werte haben dazu geführt, die Gewindebohrer ASFT M30 und M36 zu testen, zumal trotz dieser enormen Leistungssteigerung das Spanbild noch als äußerst positiv beurteilt wurde. Die Ergebnisse sprechen auch hier für sich. Im Bereich M30 erreicht Brück bislang die Standzeiten eines Wettbewerbsprodukts allerdings im Gegensatz dazu, mit einer einzigartigen Konstanz. Das heißt, man ist damit wesentlich prozesssicherer. Die Gewindebohrer sind nach 300 Gewinden noch in Ordnung, werden aber dann aus Sicherheitsgründen zum Nachschleifen vergeben.

  • Ein eventueller Bruch des Gewindebohrers würde bei diesen Flanschen enorme Kosten verursachen. Der um 30 Prozent höhere EK des ASFT ist deshalb gegenüber Wettbewerbsprodukten vertretbar. Bild: OSG

    Ein eventueller Bruch des Gewindebohrers würde bei diesen Flanschen enorme Kosten verursachen. Der um 30 Prozent höhere EK des ASFT ist deshalb gegenüber Wettbewerbsprodukten vertretbar. Bild: OSG

  • Die Gewindebohrer ASFT M30 sind nach 300 Gewinden noch in Ordnung, werden ab da aber aus Sicherheitsgründen zum Nachschleifen vergeben. Bild: OSG

    Die Gewindebohrer ASFT M30 sind nach 300 Gewinden noch in Ordnung, werden ab da aber aus Sicherheitsgründen zum Nachschleifen vergeben. Bild: OSG

  • Mit dem Einsatz des ASFT M42 wurden völlig neue Dimensionen erreicht. Die bis dahin erzielte Schnittgeschwindigkeit von 7 m/min wurde mit 13 m/min mehr als verdoppelt, die Standzeit mehr als verdreifacht. Bild: OSG

    Mit dem Einsatz des ASFT M42 wurden völlig neue Dimensionen erreicht. Die bis dahin erzielte Schnittgeschwindigkeit von 7 m/min wurde mit 13 m/min mehr als verdoppelt, die Standzeit mehr als verdreifacht. Bild: OSG

  • Die Flansche für Getriebe werden bei Brück in unterschiedlichen Größen ge-fertigt. Selbst wenn es dabei ausschließlich um kleine Stückzahlen geht, ist Voraussetzung, dass komplette Losgrößen geliefert werden. Bild: OSG

    Die Flansche für Getriebe werden bei Brück in unterschiedlichen Größen ge-fertigt. Selbst wenn es dabei ausschließlich um kleine Stückzahlen geht, ist Voraussetzung, dass komplette Losgrößen geliefert werden. Bild: OSG

  • Michael Philipp (li.), Christoph Jung (mi.) und Patrick Jacoby (re.): Die Pro-zesssicherheit hat hier einen enormen Stellenwert. Deshalb konnten nicht nur die längeren sondern vor allem die konstanten Standzeiten der Gewindebohrer überzeugen. Bild: OSG

    Michael Philipp (li.), Christoph Jung (mi.) und Patrick Jacoby (re.): Die Pro-zesssicherheit hat hier einen enormen Stellenwert. Deshalb konnten nicht nur die längeren sondern vor allem die konstanten Standzeiten der Gewindebohrer überzeugen. Bild: OSG

  • Michael Philipp: Die angestrebte Prozesssicherheit haben wir erreicht. Dass wir jetzt beim Schneiden der Gewinde M42 schneller sind als bei der Kern-lochbohrung ist da sicher noch ein Mehrwert. Bild: OSG

    Michael Philipp: Die angestrebte Prozesssicherheit haben wir erreicht. Dass wir jetzt beim Schneiden der Gewinde M42 schneller sind als bei der Kern-lochbohrung ist da sicher noch ein Mehrwert. Bild: OSG

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