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maschine+werkzeug 04/2013

Produktiv verzahnen

Technik/Werkzeuge

Verzahnung – Der ›Vardex-TMSD‹-Verzahnfräser von Vargus mit Hartmetall-Wendeschneidplatten reduziert die benötigte Bearbeitungszeit bei einem Lohnfertiger um über 30 Prozent.

Die TMSD-Fräsköpfe fräsen Getriebe- und Kerbverzahnungen deutlich wirtschaftlicher als HSS-Scheibenfräser. Drei nutzbare Schneiden der Hartmetall-Wendeschneidplatten minimieren die Werkzeugkosten und den logistischen Aufwand.

Hier geht es zu den Gewindefräs-Lösungen von Vargus.

In Getriebewellen aus Stahl vom Typ 42MnCrMo4 (Zugfestigkeit 1000 Newton pro Quadratmillimeter) will ein Lohnfertiger eine knapp 150 Millimeter lange Verzahnung mit 31 Zähnen, Modul 4 auf 130 Millimeter Durchmesser, fertigen. Er bearbeitet die Wellen komplett auf dem Drehzentrum ›CTX gamma 2000 TC‹ von Gildemeister. Verzahnwerkzeuge von Vargus mit beschichteten Hartmetall-Schneideinsätzen haben die zum Verzahnen benötigte Bearbeitungszeit um über 30 Prozent gekürzt.

Effiziente Lösung

Zuvor setzte der Lohnfertiger zwei HSS-Scheibenfräser mit 80 Millimeter Durchmesser und 18 Zähnen am Umfang ein. Zunächst wurde die Zahnform mit einem Werkzeug vorgeschruppt und nach einem Werkzeugwechsel mit einem zweiten HSS-Werkzeug auf Fertigmaß und Oberflächengüte geschlichtet.

Pro Zahnform benötigte das HSS-Werkzeug zum Schruppen etwa 26 Sekunden, zum Schlichten benötigte das zweite HSS-Werkzeug weitere 38 Sekunden. Wie bei HSS-Werkzeugen üblich, betrugen die Schnittgeschwindigkeiten 30 beziehungsweise 60 Meter pro Minute bei 340 respektive 260 Millimeter pro Minute Vorschubgeschwindigkeit. Das Verzahnen war damit ein sehr lange dauernder Prozess. Als die Auftraggeber größere Mengen der Getriebwellen benötigten, erwies sich die Produktivität der bisherigen Wellenfertigung als ungenügend.

Alternativen waren ein weiteres Drehzentrum oder eine Vorbearbeiung auf dem Drehzentrum und anschließendes Verzahnen auf einer separaten Verzahnungsfräsmaschine. Beides hätte aber hohe Investitionen verursacht. In Zusammenarbeit mit den Verzahnungsspezialisten von Vargus in Knittlingen hat der Lohnfertiger nun eine sehr viel bessere Bearbeitung der Getriebewellen realisiert. Der ›Vardex-TMSD‹-Fräskopf mit 85 Millimeter Durchmesser trägt fünf Hartmetall-Schneideinsätze am Umfang. Letztere bestehen aus der mit TiCN beschichteten Sorte ›VBX‹.

Die Fräsköpfe können auf übliche Standard-Werkzeughalter aufgesetzt werden. Das Werkzeug fertigt die Zahnformen in einer Schrupp- und einer Schlichtoperation. Dabei arbeitet es bei einer Schnittgeschwindigkeit von 175 beziehungsweise 250 Meter pro Minute und 990 respektive 260 Millimeter pro Minute Vorschubgeschwindigkeit. Somit benötigt es nur neun Sekunden zum Schruppen sowie 34 Sekunden zum Schlichten.

Mit dieser um knapp 33 Prozent kürzeren Bearbeitungszeit kann der Lohnfertiger das größere Auftragsvolumen auf dem bestehenden Drehzentrum problemlos bewältigen.

Unternehmensinformation

VARGUS Deutschland GmbH

Mozartstr. 11
DE 75438 Knittlingen
Tel.: 07043-36-161
Fax: -160

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