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maschine+werkzeug 07/2012

Platz sparende Drehmaschine

Technik - Drehen

Drehen - Nach der Vorstellung der Vertikaldrehmaschine VL 2 P mit Pendeltechnik präsentiert Emag nun auf der AMB 2012 in Stuttgart die neu entwickelte VT 2-4 für die Wellenbearbeitung.

Schon die Außenmaße der Maschinen VL 2 P und VT 2-4 für kleine Flansch- und Wellenteile machen deutlich: Hier kommt ein besonderes Maschinenkonzept auf den Markt. Die Maschinen sind nur 1600 Millimeter schmal – und das mit gutem Grund: So ist es sehr einfach möglich, mehrere der Vertikaldrehmaschinen nebeneinander aufzubauen, in Reihe zu schalten und trotzdem nur verhältnismäßig wenig Raum zu verbrauchen.

Eine Platz sparende Prozesskette ist bereits in der Konstruktion der einzelnen Anlagen mitgedacht. Auch die Bedien-Zugänge zu den einzelnen Maschinen passen sich dieser Grundbedingung an. Der Anwender kann alle relevanten Steuerungseinheiten und Zugänge einfach von vorne bedienen. Gleichzeitig lässt sich die gesamte Peripherie an der Hinterseite erreichen – auch das ist wichtig, wenn eine Verkettung der Anlagen gewünscht ist.

Das Maschinendesign ist klar auf Produktivität ausgelegt. Anwender sollen in jedem Detail die für sie beste Lösung auswählen können. So steht für die Flansch-Bearbeitung die zweispindlige Vertikaldrehmaschine mit Pendeltechnik VL 2 P zur Verfügung. Hier pendelt der Werkzeugrevolver zwischen den beiden Arbeitsspindeln. Während ein Werkstück beladen wird, befindet sich das andere in der Bearbeitung. Auf diese Weise sinken die Nebenzeiten massiv.

Bei Zykluszeiten von 20 Sekunden kann sogar die Produktivität von mehrspindligen Maschinen erreicht werden. Für die Wellenbearbeitung steht mit der VT 2-4 eine vierachsige Vertikaldrehmaschine zur Verfügung. In beiden Maschinen kommt ein 160er-Drehfutter zum Einsatz, mit dem sich auch sehr kleine Drehteile bearbeiten lassen. Der größtmögliche Werkstück-Durchmesser beträgt 100 mm, die maximale Drehlänge bei Wellen beträgt 400 mm und die maximale Länge der Futterteile liegt bei 150 mm.

Beide Maschinen setzen zudem auf das erfolgreiche Pick-up-Prinzip – die Maschinen beladen sich gewissermaßen selbst. Bei der Futtermaschine VL 2 P übernimmt diese Aufgabe die Hauptspindel, bei der Wellen-Bearbeitung in der VT 2-4 sind hierfür die beiden Revolver zuständig.

Für jede Aufgabenstellung gerüstet ist der in den Maschinen eingesetzte Werkzeugrevolver mit zwölf Werkzeugplätzen, wobei bei der VT 2-4 für die Vier-Achs-Bearbeitung natürlich zwei Revolver zum Einsatz kommen. Alle Werkzeugplätze des Revolvers lassen sich mit angetriebenen Werkzeugen ausstatten, die vor allem durch die Drehzahl von 6000 min-1 und das Drehmoment von 20 Nm punkten können.

Schnittstelle ist jeweils eine VDI 30. Auf Wunsch können die Emag-Maschinenbauer aber auch eine BMT-55-Werkzeugträgereinheit vorsehen. Bei der Werkzeugwahl gibt es also kaum Einschränkungen. Ähnlich offen und einfach angelegt ist die Steuerung der Anlagen. Die Bedienoberfläche bleibt unabhängig von der adaptierten CNC immer gleich.

Der Anwender kann zwischen verschiedenen Steuerungen wählen. Für die Maschinen der Baureihe VLxx und VTxx stehen die Varianten 31i/32i von Fanuc (mit integrierter SPS) und Sinumerik 840D sl von Siemens (mit integrierter PLC S7-300) zur Verfügung. Schulungsaufwand und Einrichten der Anlagen sind so vereinfacht.

Weitere Informationen:

Vertikaldrehmaschinen von Emag

(www.maschinewerkzeug.de/121786)

  • Die vierachsige Wellendrehmaschine VT 2-4 ist nur 1600 mm breit.

    Die vierachsige Wellendrehmaschine VT 2-4 ist nur 1600 mm breit.

  • Das Beladen erfolgt über einen Greifer im Revolver.

    Das Beladen erfolgt über einen Greifer im Revolver.

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