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10.08.2015

Planfräser steigert Produktivität bei der Gussbearbeitung

Der CNC-Dienstleister Rathmann hat Verbesserungspozential beim Planfräsen großer Pumpengehäuse aus Gusswerkstoffen gesehen. Bei Versuchen mit dem Planaufsteckfräser „hi.aeQ“ von Komet wurden gegenüber dem Vorgängerwerkzeug die Standzeiten verdoppelt und bessere Vorschubwerte erreicht. Seither Jahr bestätigt sich dieser Erfolg in der täglichen Praxis.

Bessere Schnittdaten und geringerer WSP-Verbrauch

Um die idealen Schnittdaten zu ermitteln, leistete zusätzlich Komet-Anwendungstechniker Thomas Hess Unterstützung: „Wir fuhren verschiedene Versuche, nass und trocken, und erzielten bei der Trockenbearbeitung die besten Ergebnisse. Wir erreichen hier einen Standweg von 520 m bei einer Schnittgeschwindigkeit von vc = 360 m/min und einem Vorschub von 3,0 mm pro Umdrehung. Das entspricht einem Zahnvorschub von fz = 0,15 mm/Zahn. Die Eingriffstiefe betrug ap = 1,5 mm.“ Überzeugende Werte, zumal noch Luft nach oben ist, wie Thomas Medrow sagt: „Die Mazak-Maschine ist schon rund 20 Jahre alt. Darauf mussten wir bei den Schnittdaten Rücksicht nehmen.“

Wesentlichen Anteil am Erfolg haben die Hartmetall-Wendeschneidplatten, die acht nutzbare Schneiden bieten. Sie wurden ursprünglich für Aufbohroperationen konzipiert und eignen sich hervorragend zum Fräsen. Sie verfügen über eine spezielle Beschichtung und bieten hohe Stabilität und Schneidfreudigkeit. Dadurch reduzieren sie sogar beim Hochgeschwindigkeitsfräsen die Neigung zum Aufschwingen von Werkzeug und Bauteil.

Thomas Medrow ist vom „hi.aeQ“-Planfräser begeistert: „Meine Kollegen an der Maschine bestätigen die Testergebnisse Tag für Tag. Bei gleichen Zerspanparametern bezüglich Vorschub und Drehzahl erreichen wir gegenüber dem vorherigen Keramikfräser eine doppelte Standzeit pro Schneide. Wir können aber auch einen deutlich höheren Effektivvorschub und dadurch kürzere Bearbeitungszeiten erreichen. Außerdem tragen die acht verwendbaren Schneidkanten pro Wendeschneidplatte zu einem weiteren wirtschaftlichen Vorteil bei der Bearbeitung bei. Und was besonders wichtig ist: Der Fräser läuft absolut prozesssicher.“

Denn die Gussbearbeitung birgt Tücken in sich wie Lunker und Einschlüsse. Die bewältigt der „hi.aeQ“-Fräser jedoch ohne größere Probleme. Heiko Fischer erklärt: „Ich führe das in erster Linie auf das Tangentialplattenprinzip zurück. Sollte im Guss ein Problem auftauchen, bricht vielleicht vorne an der Schneide ein kleines Stück aus. Der Ausbruch reicht aber in der Regel nie in den Plattensitz. Bei hochpositiven Schneiden wird dagegen häufig die ganze Platte zerstört, wenn sie in einen Lunker fährt. Dann ist der Plattensitz und damit der Fräser reparaturbedürftig oder nicht mehr zu gebrauchen.“

Der Plattenwechsel wird bei Rathmann in der Werkzeugvoreinstellung vorgenommen. Die Resonanz der Maschinenbediener: „Beim „hi.aeQ“-Planfräser ist das Wechseln einfacher als bei vergleichbaren Werkzeugen anderer Anbieter. Die Klemmschraube wird gelöst, die Platte gedreht und die Schraube wieder angezogen. Eine Höheneinstellung ist nicht notwendig, da die 20 Platten insgesamt einen maximalen Versatz von 2/100 bis 3/100 mm aufweisen.“ Damit werden bei der Bearbeitung von Grauguss Oberflächengüten bis zu Ra=0,6 µm erzielt. „Selbst bei Sphäroguss EN-GJS-600-3 erreichen wir noch einen Ra-Wert von 0,8 bis 1 µm“, ergänzt Anwendungstechniker Hess.

Wenn noch höhere Oberflächenanforderungen zu erfüllen sind, kann Komet-Berater Heiko Fischer mit Sonderkonzepten dienen: „Diesen Fräser gibt es auch mit der Möglichkeit zur Plattensitzpräzisionseinstellung, womit der Anwender jede einzelne Wendeplatte hochgenau einstellen kann.“ Für den „hi.aeQ“-Planfräser gibt es zudem mittlerweile Wendeplatten, die für die Stahlbearbeitung ausgelegt sind. Überhaupt wächst das Angebot an Fräswerkzeugen bei der Komet Group kontinuierlich, wie sich im neuen Fräserkatalog „Kompass Fräsen“ nachvollziehen lässt.

  • Neben dem  hi.aeQ-Planaufsteckfräser sind im Werkzeugmagazin viele andere Werkzeuge der Komet Group zu finden. Bild: Rathmann/Komet Group

    Neben dem hi.aeQ-Planaufsteckfräser sind im Werkzeugmagazin viele andere Werkzeuge der Komet Group zu finden. Bild: Rathmann/Komet Group

  • Einfacher Wendeschneidplattenwechsel: Schraube lösen, Platte drehen, Schraube festziehen – fertig. Weitere Einstellungen sind nicht erforderlich. Bild: Rathmann/Komet Group

    Einfacher Wendeschneidplattenwechsel: Schraube lösen, Platte drehen, Schraube festziehen – fertig. Weitere Einstellungen sind nicht erforderlich. Bild: Rathmann/Komet Group

  • Rathmann-Betriebsleiter Thomas Medrow (rechts) freut sich mit Heiko Fischer (Mitte) und Thomas Hess (links) von der Komet Group über den Erfolg der  Komet-Werkzeuge. Im Bild ist ein Wendeplattenbohrer KUB Centron zu sehen. Bild: Rathmann/Komet Group

    Rathmann-Betriebsleiter Thomas Medrow (rechts) freut sich mit Heiko Fischer (Mitte) und Thomas Hess (links) von der Komet Group über den Erfolg der Komet-Werkzeuge. Im Bild ist ein Wendeplattenbohrer KUB Centron zu sehen. Bild: Rathmann/Komet Group

  • Verdoppelte Standzeiten und höhere Vorschübe – der hi.aeQ-Planaufsteckfräser von Komet konnte bei Rathmann überzeugen. Bilder: Rathmann/Komet Group

    Verdoppelte Standzeiten und höhere Vorschübe – der hi.aeQ-Planaufsteckfräser von Komet konnte bei Rathmann überzeugen. Bilder: Rathmann/Komet Group

  • Der  hi.aeQ-Aufsteckfräser bietet eine auf den Durchmesser bezogene hohe Schneidenzahl. Jede Wendeschneidplatte stellt acht verwendbare Schneidkanten zur Verfügung. Bild: Rathmann/Komet Group

    Der hi.aeQ-Aufsteckfräser bietet eine auf den Durchmesser bezogene hohe Schneidenzahl. Jede Wendeschneidplatte stellt acht verwendbare Schneidkanten zur Verfügung. Bild: Rathmann/Komet Group

  • Thomas Medrow vor einem Ruder von beeindruckender Größe. Bild: Rathmann/Komet Group

    Thomas Medrow vor einem Ruder von beeindruckender Größe. Bild: Rathmann/Komet Group

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