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maschine+werkzeug 01/2017

Planfräser für Werkstoff GGV

Werkzeuge

Fräsen - Für den Werkstoff Gusseisen mit Vermiculargraphit (GGV) hat Werkzeughersteller Kennametal einen Planfräser im Angebot, der zäh genug für das schwierig zerspanbare Material ist.

Kennametals ›Mill 16‹ hat eine Keilklemmung, eine Plattensitz- und Schneidkanten-Nummerierung und großzügige Spankammern für eine bessere Spanabfuhr bei der Schruppbearbeitung.

Für Autohersteller wird es immer wichtiger, kraftstoffsparende und umweltfreundliche Fahrzeuge herzustellen. Daher wenden sie sich von den traditionellen Eisenwerkstoffen wie Grauguss und Kugelgraphitguss ab und setzen auf Gusseisen mit Vermiculargraphit, kurz GGV oder CGI. Gegenüber den herkömmlichen Werkstoffen hat dieser Werkstoff zum Teil deutlich bessere mechanische Eigenschaften. Leider ist Gusseisen mit Vermiculargraphit auch schwieriger zu zerspanen. Für die Bearbeitung kommen nur zähe und verschleißfeste Werkzeuge in Frage.

Da die produzierenden Industrien immer mehr auf kosteneffiziente Zerspanungslösungen drängen, sollten die Stückkosten beim Einsatz des neuen Werkstoffes sinken, die Werkzeugstandzeit hingegen steigen. Unter den Planfräsern erfüllt der ›Mill16‹ von Kennametal diese Anforderungen.

»Im Vergleich zu Grauguss hat Gusseisen mit Vermiculargraphit ein geringeres Gewicht und eine größere Festigkeit. Es eignet sich für Bauteile, die sowohl thermischer als auch mechanischer Belastung ausgesetzt sind, wie Zylinderblöcke und Zylinderköpfe für Personen- und Lastkraftwagen, Abgaskrümmer und Teile von Bremsen«, erklärt Marcelo Campos, Senior Global Product Manager. »Ebenso wie andere Gusseisenwerkstoffe ist GGV jedoch abrasiv und schwer zu zerspanen. Wir haben den Mill16 als besten Planfräser seiner Klasse entwickelt und fertigen ihn sowohl für die Bearbeitung von GGV als auch für die Zerspanung aller anderen Gusseisensorten.« Denn die herkömmlichen Gusseisenwerkstoffe werden nach wie vor verwendet, zum Beispiel in Getrieben, Gehäuseteilen oder Pumpen für Automobile.

Beim Mill16 kann zwischen Fräserkörpern mit mittlerer und enger Teilung gewählt werden. Der Fräserkörper ist mit einer innovativen Keilklemmung ausgestattet. Dadurch verringern sich die Rüst- und Stillstandzeiten. Jeder Plattensitz des Fräserkörpers und jede Schneidkante der Wendeschneidplatten ist mit einer Nummer versehen. Das gewährleistet eine hohe Rund- und Planlaufgenauigkeit und eine einfache Einstellung, wenn bei der Platte die nächste Schneidkante eingesetzt wird.

Kernstück des Mill16 ist eine oktogonale, zweiseitige Wendeschneidplatte mit 16 effektiven Schneidkanten. Dadurch werden die Werkzeugkosten pro Werkstück gering gehalten. Die Oberseite jeder Schneidkante hat einen Spanbrecher für positive Spanwinkel und eine verbesserte Spankontrolle. Auch die angefaste Kantenausführung der Klemmkeile trägt zu einer verbesserten Spanabfuhr bei.

Den Mill16 gibt es mit einem Durchmesser von 50 bis 250 Millimetern. Die maximale axiale Schnitttiefe wird mit 5,5 Millimetern angegeben. Möglich sind Schnitttiefen von neun Millimetern oder mehr– ein wichtiger Faktor beim Zerspanen von Gusseisen mit wechselndem Aufmaß. Aufgrund der geringen Schnittkräfte des Fräsers ist ein radialer Eingriff von 100 Prozent möglich. Alle Fräser haben eine interne Kühlmittelzufuhr.

Neu ist auch die Hartmetall-Ausführung. Bei Kennametals Hartmetallsorte KCK20 wird auf ein verschleißfestes Substrat eine dicke PVD-AlTiN/AlTiCrN-Beschichtung aufgebracht. Dadurch erhöht sich die durchschnittliche Werkzeugstandzeit im Vergleich zu Sorten mit TiAlN-Beschichtung um 30 Prozent.


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Unternehmensinformation

Kennametal Shared Services GmbH

Wehlauer Straße 73
DE 90766 Fürth
Tel.: 0911-9735-0
Fax: -388

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