nach oben
maschine+werkzeug 06/2017

Öllochbohrer für Kurbelwellen

Extra Automotive

Bohren - Walter bietet Automobilbauern effiziente Werkzeuglösungen. Die Öllochbohrer mit neuer Geometrie erleichtern die Spanabfuhr, haben höhere Standzeiten und unterstützen die Minimalmengenschmierung.

Öllochbohrungen für Kurbelwellen haben ihre eigenen Herausforderungen. Zu den wesentlichen gehört die Bohrtiefe. Nicht selten liegt die Bohrtiefe bei 20xD oder höher. Ein Ölbohrloch von sechs Millimetern Durchmesser, wie sie im Pkw-Bereich üblich sind, kann bis 120 oder gar 150 Millimeter tief sein. In Extremfällen werden sogar Öllöcher bis 30xD eingebracht.

  • Vor allem bei Kurbelwellen aus Stahl, wie sie häufig für Nutzfahrzeuge gefertigt werden, ergibt sich aus der Bohrtiefe ein Problem: die reibungslose und saubere Abfuhr der Späne.

    Vor allem bei Kurbelwellen aus Stahl, wie sie häufig für Nutzfahrzeuge gefertigt werden, ergibt sich aus der Bohrtiefe ein Problem: die reibungslose und saubere Abfuhr der Späne.

  •  Lage und Verlauf der Öllochbohrung: Mit den neuen Werkzeugen kann selbst bei sehr tiefen Bohrungen in einem Arbeitsgang durchgebohrt werden.

    Lage und Verlauf der Öllochbohrung: Mit den neuen Werkzeugen kann selbst bei sehr tiefen Bohrungen in einem Arbeitsgang durchgebohrt werden.

  • Mit dem ›DC 173‹ möglich: Ein Ölbohrloch mit sechs Millimeter großem Durchmesser, wie sie im PKW-Bereich üblich sind, kann bis zu 150 Millimeter tief sein.

    Mit dem ›DC 173‹ möglich: Ein Ölbohrloch mit sechs Millimeter großem Durchmesser, wie sie im PKW-Bereich üblich sind, kann bis zu 150 Millimeter tief sein.

  • »Alle Anwender, bei denen wir unsere Tests vorgenommen haben, haben uns die Werkzeuge praktisch aus der Hand gerissen.« Harald Preußer, Business Development and Component Manager Transportation bei Walter

    »Alle Anwender, bei denen wir unsere Tests vorgenommen haben, haben uns die Werkzeuge praktisch aus der Hand gerissen.« Harald Preußer, Business Development and Component Manager Transportation bei Walter

1 | 0

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen

Die Werkstücke sind je nach Hersteller und Fahrzeugmodell entweder aus Gusslegierungen oder Stahl. In der Regel haben sie eine Zugfestigkeit zwischen 800 und 1.200 Newtonmetern. Rund 80 Prozent aller Öllochbohrungen finden im Durchmesserbereich zwischen vier und acht Millimeter statt – im Pkw-Bereich sind fünf bis sechs Millimeter üblich, sieben bis acht Millimeter sind im Nutzfahrzeugsektor die Regel.

Saubere Spanabfuhr

Vor allem bei Kurbelwellen aus dem Werkstoff Stahl, wie sie häufig für Nutzfahrzeuge gefertigt werden, ergibt sich aus der Bohrtiefe ein Problem: Die Späne kann nicht mehr sauber und reibungslos abgeführt werden. Wenn der Bohrer in ein Werkstück aus Stahl eindringt, erzeugt er üblicherweise lange spiralförmige Späne. Diese Späne abzuführen, wird bereits ab 5xD schwierig, einem Bohrloch, das fünfmal so lang ist wie sein Durchmesser.

»Dieses Problem zu lösen, war ein wesentliches Ziel, als wir an die Entwicklung unserer neuen Werkzeuggeometrie gingen«, so Harald Preußer, Business Development and Component Manager Transportation bei Walter.

»Wir haben die Kerngeometrie an der Spitze des Bohrers so verändert, dass jetzt statt langer Späne sogenannte Kommaspäne entstehen. Das erleichtert die Spanabfuhr erheblich, weil kurze Späne sich natürlich weniger zwischen Bohrloch und Werkzeug verkeilen als lange.« Auch Nebenspäne, die entstehen können, wenn die Eckenphase der Werkzeugspitze zu groß ausgelegt ist, sind mit der neuen Geometrie kein Thema, erklärt Harald Preußer.

Zusätzliche Verbesserungen bringt die neu entwickelte Nutengeometrie. Bei den meisten Bearbeitungskonzepten und Werkzeugen muss beim Einbringen tiefer Bohrlöcher der Arbeitsprozess immer wieder unterbrochen werden, um die Späne zu entlüften. »Mit unseren neuen Werkzeugen können wir selbst bei sehr tiefen Bohrungen in einem Arbeitsgang bis zum Ende durchbohren, weil kein Spänestau entsteht. Das macht die Arbeit deutlich effizienter als bisher.«

Anders sind die Gegebenheiten, wenn ein Werkstück aus Guss zu bearbeiten ist. Zwar ist Guss generell etwas einfacher zu zerspanen als Stahl, allerdings hat speziell Grauguss die Eigenschaft, das Werkzeug über die Ecke stark zu verschleißen. Um das zu vermeiden, haben die Entwickler bei Walter ihren neuen Öllochbohrern für die Arbeit mit Guss eine ausgeprägte Eckphase gegeben.

Besonders stolz ist der Business Development und Component Manager darauf, dass die Entwicklung die Arbeit mit Minimalmengenschmierung (MMS) effizienter macht. Darunter versteht man Zerspanungsprozesse, die mit weniger als 20 Milliliter Kühlschmierstoff pro Stunde auskommen.

Statt Emulsion oder Öl wie bei der konventionellen Nassbearbeitung sorgt hier ein Öl-Luft-Gemisch für Kühlung und Schmierung von Bearbeitungsfläche und Werkzeug. Verbleibende Prozesswärme wird über das Werkzeug und den Span abgeführt. Neben der prozesssicheren Dosierung und Zuführung des Kühlschmiermittels ist für die Minimalmengenschmierung der sichere Abtransport der Späne von erheblicher Bedeutung. »Allein schon bei der Spanabfuhr bietet unsere neue Geometrie klare Vorteile«, freut sich Preußer.


Inhaltsverzeichnis
Dokument downloaden
Unternehmensinformation

Walter AG

Derendinger Straße 53
DE 72072 Tübingen
Tel.: 07071-701-0
Fax: -212

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
Aktuelle Videos

Index: Mehrspindeldrehautomat MS22-L mit Langdrehfunktion


Zu den Videos

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen

Basics
Zur Übersicht aller Basics