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maschine+werkzeug 03/2011

Mehr Kontrolle über den Span

Technik

Reiben - Spankontrolle ist im Bereich des Reibens eine spezielle Aufgabe. Wegen der vergleichsweise geringen Materialzugaben ist es hier deutlich problematischer, einen kontrollierten Spanbruch zu erzielen, als etwa beim Drehen. Die Werkzeugtechnologen von ›Dihart‹ haben dafür Lösungen erarbeitet.

Beim Reiben steht langspanendes Material, wie etwa Baustähle, ebenso wie niedriglegierte Stähle bis hin zu den rostfreien Stählen fortwährend im Fokus der Spankontrolle, sprich Spanlenkung und Spanbruch. Für diese Werkstoffe gibt es schon seit längerer Zeit unterschiedlichste Spanlenkungs- und Spanbruchgeometrien, die in einigen Bereichen auch recht gut funktionieren.

Stahlsorten, die nach wie vor sehr hohe Anforderungen stellen, sind S355 (vormals St52) oder die hochfesten Kohlenstoffstähle wie etwa C70, einem beispielsweise für die Pleuel-Herstellung gebräuchlichen Werkstoff. Was die Innovation in Bezug auf die Spankontrolle ebenfalls dauerhaft antreibt, sind die vielfältigen Materialmodifikationen und Einflüsse wie Wärmebehandlungen, Herstellverfahren oder Formgebungsverfahren, mit denen vor allem die Automobilindustrie zugunsten ihrer Produkteigenschaften arbeitet.

Linksrum zum besseren Span

Besonders anspruchsvoll wird die Aufgabe der Spankontrolle beim Reiben in Sacklochbohrungen oder in Stufenbohrungen mit unterschiedlichen Durchmessern. Bei häufiger anzutreffenden Durchgangsbohrungen gestaltet sich dies hingegen vergleichsweise einfach. Hier genügt oft schon eine Spanlenkung, über die die anfallenden Späne lang bleiben und nach vorne in Bohrungsrichtung gelenkt werden. Dazu werden Reibwerkzeuge von Dihart beispielsweise linksschräg verzahnt ausgeführt. Wirkungsvoll sind auch spiralisierte Werkzeuge oder sogenannte Schälgeometrien. In einfacher Ausführung, wie mit der Anschnittgeometrie ›ASG09‹ für geradeverzahnte Reibahlen, entstehen durch den negativen Schliff lange Wendelspäne.

Doch auch in solchen Fällen sollen Späne nicht beliebig lang sein, schließlich müssen sie aus dem Arbeitsraum gut und vorzugsweise automatisch entfernt werden können. Die Anforderung heißt also, durch Spanbruch die Länge der anfallenden Späne zu begrenzen. In der ASG1405 hat Dihart die Schälgeometrie durch eine ebenfalls geschliffene Spanbruchgeometrie ergänzt. Mit ihr entstehen kurze Wendelspäne, wobei die Spanlänge durch dimensionelle Variationen und in Abhängigkeit des Bohrungsdurchmessers beeinflusst wird. Diese Form der Spankontrolle kommt in Durchgangsbohrungen sehr erfolgreich zum Einsatz.

  • Reibahlen von Dihart sorgen für optimale Spanformen.

    Reibahlen von Dihart sorgen für optimale Spanformen.

  • Die Spanbruchgeometrie ASG1405 erzeugt kurze Wendelspäne.

    Die Spanbruchgeometrie ASG1405 erzeugt kurze Wendelspäne.

  • Negativer Schliff, eine so genannte Schälgeometrie für gerade verzahnte Reibahlen. Durch diesen Schliff entstehen beim Reiben lange Wendelspäne.

    Negativer Schliff, eine so genannte Schälgeometrie für gerade verzahnte Reibahlen. Durch diesen Schliff entstehen beim Reiben lange Wendelspäne.

  • Bild 4: Mehr Kontrolle über den Span

    Bild 4: Mehr Kontrolle über den Span

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