nach oben
20.01.2020

Markt für Präzisionswerkzeuge entwickelte sich schlechter als erwartet

Laut Stefan Zecha, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA, ist die Produktion der deutschen Präzisionswerkzeuge-Hersteller im Jahr 2019 im Durchschnitt um 7 Prozent zurückgegangen. Nach ersten Hochrechnungen geht der Fachverband von einem Produktionswert von rund 10,4 Milliarden Euro aus. Auch für 2020 rechnet der VDMA Präzisionswerkzeuge mit einem erneuten Produktionsrückgang.

Wie Stefan Zecha auf einer Pressekonferenz erklärte, gingen Handelskonflikte und die daraus resultierende Konjunkturabkühlung 2019 nicht spurlos an der Präzisionswerkzeugbranche vorbei. Die Hersteller von Zerspanwerkzeugen seien mit einem Absatzminus von etwa 4 Prozent im Vergleich der Teilbranchen am glimpflichsten davon gekommen, gefolgt vom Werkzeugbau mit minus 8 Prozent und den Spannzeugen mit einem 9-prozentigen Verlust.

  • „Im vergangenen Jahr ist die Produktion der deutschen Präzisionswerkzeuge-Hersteller im Durchschnitt um 7 Prozent zurückgegangen“, teilte Stefan Zecha, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA bei der Pressekonferenz in Frankfurt mit und ergänzte: „Nach ersten Hochrechnungen gehen wir von einem Produktionswert von rund 10,4 Milliarden Euro aus.“ Bild: VDMA

    „Im vergangenen Jahr ist die Produktion der deutschen Präzisionswerkzeuge-Hersteller im Durchschnitt um 7 Prozent zurückgegangen“, teilte Stefan Zecha, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA bei der Pressekonferenz in Frankfurt mit und ergänzte: „Nach ersten Hochrechnungen gehen wir von einem Produktionswert von rund 10,4 Milliarden Euro aus.“ Bild: VDMA Präzisionswerkzeuge

  • Stefan Zecha, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA. Bild: VDMA Präzisionswerkzeuge

    Stefan Zecha, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA. Bild: VDMA Präzisionswerkzeuge

1 | 0

Dass die Rückgänge nicht noch stärker ausfielen liegt laut VDMA Präzisionswerkzeuge daran, dass Präzisionswerkzeuge gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gefragt sind, weil sie Produktivitätsgewinne ohne große Investitionen ermöglichen.

Insbesondere der deutsche und der chinesische Markt entwickelten sich deutlich schlechter als erwartet. Auch das Geschäft in den USA blieb insgesamt unter dem Vorjahresniveau, auch wenn die Zerspanwerkzeuge und Spannzeuge dort mehr Werkzeuge absetzen konnten. Die beiden wichtigsten Abnehmerbranchen Automobil und Maschinenbau nahmen 2019 insgesamt weniger Werkzeuge ab, als im Vorjahr.

Hochwillkommen sind die ersten Signale aus der Automobilindustrie, dass die Produktion im Jahresverlauf wieder steigen und die Nachfrage nach Werkzeugen stabilisieren könnte. Dennoch wird dies voraussichtlich nicht ausreichen, um für 2020 einen erneuten Produktionsrückgang zu verhindern.

Zecha: „Statt mit Bürokratiemonstern wie der DSGVO und der EU-Entsenderichtlinie die Wettbewerbsfähigkeit der kleineren und mittleren Unternehmen zu gefährden, weil Ihnen ein unzumutbares Maß an nicht wertschöpfenden, bürokratischen Tätigkeiten aufgebürdet wird, sollte sich die Politik lieber darum kümmern, dass bereits in der Schule mit verpflichtenden MINT-Fächern und dem Schulfach Technik die Grundlagen für ein breites Technikwissen der zukünftigen Generationen gelegt werden. Denn unser rohstoffarmes Land hat nur ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das auf seine Wettbewerbsfähigkeit im weltweiten Wettbewerb einzahlt. Und das sind seine hochqualifizierten Facharbeiter.“

Unternehmensinformation

VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Lyoner Straße 18
DE 60528 Frankfurt
Tel.: 069-6603-0
Fax: 069-6603-1511

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
Aktuelle Videos

Comau: Neueste Trends zur Smart Factory


Zu den Videos

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen

Basics
Zur Übersicht aller Basics