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14.11.2012

Horn Hartstoffe GmbH in neuen Räumen

Mit der Gründung der Horn Hartstoffe GmbH vor 20 Jahren verwirklichte der Firmengründer Paul Horn einen grundlegenden Teil seiner Unternehmensphilosophie: Beste Ergebnisse lassen sich nur dann erzielen, wenn man bei der Herstellung eines Werkzeugs auf die ge-samte Prozesskette einwirken kann.

Übersichtliche Produktionsfelder und Arbeitsplätze

Die Hartmetallproduktion ist nach Materialflussprinzipien organisiert, mit nachgeschalteten, in Reihe gegliederten Prozessen. Die Maschinen und Anlagen, ihr Umfeld und die Arbeitsplätze unterstreichen bereits optisch das zukunftsorientierte Konzept der Horn Hartstoffe. Helle Fußböden sowie Hallen- und Trennwände stehen für Ergonomie und Sauberkeit am Arbeitsplatz. Übersichtlich installierte, eindeutig zuzuordnende Rohr- und Kabelsysteme für Kühlwasser, Gas und Strom erleichtern den Service und die Orientierung am Arbeitsplatz. Alle mit der Auftragssteuerung zusammenhängenden Maßnahmen sind in das SAP-System der Firma Horn eingebunden.

Ausgangspunkt der Qualität: Der Werkzeugbau

Eine wirtschaftliche Formgebung bedingt hochgenaue Spritzguss- oder Presswerkzeuge – Qualitätsprodukte, wie sie die acht Mitarbeiter im Werkzeugbau produzieren. Entsprechend den wachsenden Anforderungen an die Hartstoffproduktion wurde die Kapazität dieser Abteilung durch neue Fräs-, Erodier-, Flach- und Koordinatenschleifen sowie andere Betriebsmittel deutlich erweitert.

Die Konstruktion eines Spritzgießwerkzeuges für eine Schneidplatte und die Entwicklung der Spanformgeometrie erfolgen in etwa zeitgleich. Bei einer von der Horn-Entwicklungs-abteilung vorgelegten Neuentwicklung prüft der Werkzeugbau deren Realisierbarkeit. In der Regel wird ein „begreifbares“ Kunststoffmuster der Schneidplatte angefertigt, das sich von allen Beteiligten begutachten und vor allem hinsichtlich der formgebenden Herstellbarkeit prüfen lässt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen in ein 1:1-Hartmetall-Modell ein, das zur Bewertung der fertigungstechnischen Realisierbarkeit erstellt wird.

Erste Ergebnisse zum Spanverhalten und zum Verschleißverhalten liefert dann der Test von durchschnittlich fünf Schneidplatten auf einer CNC-Dreh- oder Fräsmaschine. Beim Bewerten der Musterteile können die Abmessungen von IO-Werkzeugrohlingen nach weiteren Abspritzungen um etwa ein Prozent differieren. Bei einem Maß von beispielsweise 10 ± 0,03 mm ergibt sich damit bei der Spangeometrie ein Wert, der deutlich außerhalb des Zulässigen liegt. Gegebenenfalls muss deshalb der Formeinsatz entsprechend der zeitlich versetzt ermittelten Messergebnissen ein weiteres Mal korrigiert werden.

  • Teil des Erodierbereichs im neuen Werkzeugbau. Die im Hintergrund erkennbaren Präzisionsfräsmaschinen (rot) werden vorwiegend zum Fräsen von Cu-Elektroden eingesetzt.

    Teil des Erodierbereichs im neuen Werkzeugbau. Die im Hintergrund erkennbaren Präzisionsfräsmaschinen (rot) werden vorwiegend zum Fräsen von Cu-Elektroden eingesetzt.

  • Ein Mitarbeiter wechselt an der neuen Kolbenstangenpresse die Automatisierungseinheit. Die gepressten Stäbe werden auf  den drei Auflageplatten automatisch abgelegt und zum Sintern bereitgestellt.

    Ein Mitarbeiter wechselt an der neuen Kolbenstangenpresse die Automatisierungseinheit. Die gepressten Stäbe werden auf den drei Auflageplatten automatisch abgelegt und zum Sintern bereitgestellt.

  • Das vollautomatische Presszentrum besteht aus der Isostatpresse (links) mit zylinderförmigem Druckbehälter und dem separat stehenden Füllturm (rechts).

    Das vollautomatische Presszentrum besteht aus der Isostatpresse (links) mit zylinderförmigem Druckbehälter und dem separat stehenden Füllturm (rechts).

  • Lothar Horn, Geschäftsführer der Paul Horn GmbH zum neuen Hartstoffwerk:  Mit neuen Maschinen und Verfahren setzen wir bei der Werkzeugherstellung technologische Trends. Sie ermöglichen Formgebungen, die anders nicht zu verwirklichen sind. Wir können wesentlich mehr konstruktive Elemente fertigungstechnisch realisieren und müssen im Anschluss weniger nacharbeiten. Viele unserer Produkte – aktuell und geplant – können nur so hergestellt werden. Zudem bleibt das Know-how bei uns im Haus.

    Lothar Horn, Geschäftsführer der Paul Horn GmbH zum neuen Hartstoffwerk: Mit neuen Maschinen und Verfahren setzen wir bei der Werkzeugherstellung technologische Trends. Sie ermöglichen Formgebungen, die anders nicht zu verwirklichen sind. Wir können wesentlich mehr konstruktive Elemente fertigungstechnisch realisieren und müssen im Anschluss weniger nacharbeiten. Viele unserer Produkte – aktuell und geplant – können nur so hergestellt werden. Zudem bleibt das Know-how bei uns im Haus.

  • Ein Mitarbeiter entnimmt die beschichtete Charge der Anlage.

    Ein Mitarbeiter entnimmt die beschichtete Charge der Anlage.

  • Im Hartstofflabor werden nach jeder Produktionsstufe die physikalischen und metallurgischen Eigenschaften der Hartmetalle geprüft.

    Im Hartstofflabor werden nach jeder Produktionsstufe die physikalischen und metallurgischen Eigenschaften der Hartmetalle geprüft.

  • Teilansicht der Beschichtungsabteilung. Beschichtet wird mit der PVD-Sputtertechnologie.

    Teilansicht der Beschichtungsabteilung. Beschichtet wird mit der PVD-Sputtertechnologie.

  • Vollautomatisch arbeitender Vorsinterofen.

    Vollautomatisch arbeitender Vorsinterofen.

  • Blick in einen Teil der Qualitätssicherung. Rechts drei Messmaschinen für die Maßkontrolle der gesinterten Hartmetallwerkzeuge.

    Blick in einen Teil der Qualitätssicherung. Rechts drei Messmaschinen für die Maßkontrolle der gesinterten Hartmetallwerkzeuge.

  • Hochkomplexe Schneidplatten werden auf der neuen Multiebenen-Pulverpresse mit servoelektrischen Stempelantrieben und hydraulischen Querpressvorrichtungen gepresst.

    Hochkomplexe Schneidplatten werden auf der neuen Multiebenen-Pulverpresse mit servoelektrischen Stempelantrieben und hydraulischen Querpressvorrichtungen gepresst.

  • Teilansicht der Spritzgießabteilung. Alle Maschinen arbeiten vollautomatisch, vom Einspritzen des Hartmetallgemisches bis zur Ablage der Rohlinge auf einer Graphitplatte für das nachfolgende Sintern.

    Teilansicht der Spritzgießabteilung. Alle Maschinen arbeiten vollautomatisch, vom Einspritzen des Hartmetallgemisches bis zur Ablage der Rohlinge auf einer Graphitplatte für das nachfolgende Sintern.

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