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maschine+werkzeug 08/2014

Hoher Vorschub führt zum Ziel

Technik - Werkzeuge

Heck+Becker hat die Erstbearbeitung seiner Bauteile vor dem Härten komplett auf den neuen Hochvorschubfräser ›Hiquad F‹ von Ingersoll umgestellt und dadurch die Bearbeitungskapazität verdoppelt.

(v.l.n.r.): Achim Klein (Heck+Becker), Jürgen Kohlberger (Ingersoll) und Ralf Fett (Heck+Becker) besprechen die Tests.

Das mittelständische Unternehmen Heck+Becker hat eine lange Tradition in der Herstellung von Druckgussformen für den Automobilbereich: 1936 gegründet, besteht der Betrieb inzwischen schon fast 80 Jahre. Die Spezialität von Heck+Becker sind Druckgussformen, die bis zu 80 Tonnen auf die Waage bringen können.

Die rund 160 Mitarbeiter des Unternehmens werden auch in den täglichen Arbeitsablauf mit einbezogen, was eine grundlegende Firmenphilosophie bei Heck+Becker ist. Der Leitsatz des Unternehmens lautet: ›Das Können und die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter sind der Garant für unsere Spitzenqualität‹.

Konsequenterweise wird dieser Anspruch durch eine entsprechende Personalpolitik und Ausbildung verfolgt. Um den hohen Anforderungen der Kunden in der Automobil- und Zuliefererindustrie gerecht zu werden, hat Heck+Becker zudem die gesamte Firmenpolitik auf die Bedürfnisse der Automobilisten ausgerichtet.

Ein engpassorientiertes Managementsystem berücksichtigt die von den Kunden geforderten Normen und erlaubt kurze Reaktionszeiten und hohe Flexibilität. Im eigenen Druckguss-Technologie-Center werden die Formen auf einer Gießanlage mit einer Schließkraft von 3200 Tonnen erprobt und optimiert.

Das Unternehmen bietet inzwischen ein großes Leistungsspektrum an: Von der Bemusterung bis zur Prototypenproduktion, von Powertrain über große Strukturteile bis zur Erprobung neuester Technologien sowie Prozessoptimierung. Um dem hohen wirtschaftlichen und qualitativen Anspruch gerecht zu werden, sucht die Produktionsleitung bei Heck+Becker stets nach der optimalen Fertigungstechnologie. »Unsere klare Entscheidung, mit der Zeit zu gehen, erfordert Arbeitsabläufe zu hinterfragen und Arbeitsschritte neu auszurichten«, erläutert Ralf Fett, Produktionsleiter bei Heck+Becker, die Zielsetzung.

2013 hatte sich das Unternehmen die Aufgabe gestellt, eine Alternative zur zeitaufwendigen Hartbearbeitung auf HSC-Maschinen zu finden. Mit dieser Fragestellung reiste eine kleine Gruppe aus Produktionsleitung und Planung zur EMO in Hannover. Eines der Ziele war der Messestand von Ingersoll, denn mit diesem Werkzeughersteller hatte Heck+Becker bei Optimierungsprojekten in der Vergangenheit schon sehr gute Erfahrung gemacht. Beispielsweise war es gemeinsam gelungen, das kostenintensive Schneiden von Gewinden in Handarbeit bei der Montage zu eliminieren und durch präzises und schnelles Gewindefräsen bei der CNC-Bearbeitung zu ersetzen. Der Hochvorschubfräser ›Hiquad F‹ von Ingersoll weckte direkt das Interesse der Fertigungsspezialisten von Heck+Becker. Das Werkzeug ist ausgelegt für die Schruppzerspanung von zwei bis drei Millimeter maximalem Aufmaß (je nach Wendeschneidplattenabmessung) bei sehr hohen Vorschüben. Die weichschneidende Geometrie ist optimiert sowohl für rost- und säurebeständige Stähle als auch für hochlegierte Werkzeugstähle und Titanlegierungen.

Es stehen fünf verschiedene Wendeschneidplattengeometrien in zwei unterschiedlichen Abmessungen zur Verfügung, sodass für unterschiedliche Materialien und Aufmaße das optimale Werkzeug ausgewählt werden kann. Weiter verspricht der flache Anstellwinkel eine vibrationsfreie Bearbeitung auch bei längeren Auskragungen. Alle diese Eigenschaften ließen bei Heck+Becker die Hoffnung aufkeimen, ein geeignetes Werkzeugsystem für die neuen Anforderungen gefunden zu haben.

Die Dynamik der neuen Bearbeitungszentren ließ sich bei dem Unternehmen mit den bis dahin im Einsatz befindlichen Rundplattenwerkzeugen nicht ausschöpfen. Aufgrund der passenden Charakteristik der neuen Fräserserie sollte so schnell wie möglich ein Test im eigenen Hause mit den Ingersoll-Fräswerkzeugen erfolgen.


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

Ingersoll Werkzeuge GmbH

Kalteiche-Ring 21-25
DE 35708 Haiger
Tel.: 02773-742-0
Fax: -812

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