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maschine+werkzeug 01/2014

Gelungene Optimierung

Technik - Peripherie

Fräskopf - Der Automobilzulieferer GA Automotive hat einen Mehrspindel-Drehautomaten von Schütte mit einem Fräs-Aggregat von Romai ausgestattet. Damit hat sich nicht nur die Standzeit verzehnfacht, sondern auch die Prozesssicherheit wurde erhöht.

Regelmäßige Maschinenausfälle

Zurzeit kommen bei GA Automotive Mehrspindel-Drehautomaten von Alfred H. Schütte zum Einsatz, darunter mehrere Modelle aus der SCX-Baureihe. Die Variante ›SC9-32‹ mit einem Spanndurchmesser von 32 Millimeter ist beim Automobilzulieferer ebenfalls vertreten. In diese Maschine wird das Stangen-Drehmaterial eingeführt und mit neun Bearbeitungsspindeln bearbeitet. Nach Einschätzung von Lechner arbeitet die SC9 am Limit und erreicht daher die theoretisch möglichen Zykluszeiten in der Praxis nicht.

Im Laufe des Prozesses stellte sich heraus, dass die Fräskopfe den Beanspruchungen bei GA Automotive nicht gewachsen waren: Nach rund 30000 Teilen fielen sie aus und mussten alle zwei bis drei Wochen ersetzt werden, was neben dem Maschinenstillstand auch teure Reparaturkosten nach sich zog. Darüber hinaus war auch die Prozesssicherheit nicht gewährleistet, und die Stückzahlen waren deutlich zu gering, da die Zerspanungswerkzeuge sehr schnell verschlissen. »Die Maschinenverfügbarkeit lag bei 45 Prozent«, sagt Lechner.

GA Automotive wandte sich an den Vöhringer CNC-Technik-Vertriebsspezialisten IVO Oesterle GmbH, um sich die SC9 einmal anzusehen. »Ich habe relativ schnell erkannt wie sich der Prozess modifizieren lässt. Dann haben wir GA Automotive einen Konstruktionsvorschlag gemacht«, erklärt Andreas Motus, Verkaufsleiter OEM bei IVO Oesterle GmbH in Vöhringen, der im Bereich Werkzeugspannung im Drehen und Fräsen mittlerweile auf eine 15-jährige Erfahrung zurückblicken kann. IVO Oesterle analysierte den kompletten Produktionsprozess der Maschine und alle Informationen flossen dann in Planung und Konstruktion von Verbesserungen ein.

Im Fall von GA Automotive war an dem Fräskopf einiges zu tun. Die Standard-Bearbeitungsköpfe der Maschine waren nicht für die Bearbeitung bei dem Automobilzulieferer geeignet und zu schwach gelagert. Motus entschied sich deshalb für ein Sonder-Aggregat von Romai, das für einen Abwälzfräser konstruiert wurde und mit einer besseren Steifigkeit aufwarten konnte. »IVO arbeitet im Bereich Frästechnik ausschließlich mit dem Rotationsmechanik-Spezialisten Romai zusammen, sowohl als Werksvertretung und Key-Account-Betreuer als auch im OEM- und Enduser-Bereich. Wir halten das Unternehmen für einen sehr kompetenten und kreativen Partner und haben eine sehr enge Bindung zu Romai«, sagt Motus.

  • Der Mehrspindel-Drehautomat ›SC9-32‹ von Schütte.

    Der Mehrspindel-Drehautomat ›SC9-32‹ von Schütte.

  • Die Maschine produziert Teile für den Automotive-Bereich.

    Die Maschine produziert Teile für den Automotive-Bereich.

  • Im Mehrspindel-Drehautomaten kommen unterschiedliche Standardaggregate zum Einsatz. Für extreme Beanspruchung wird der Fräskopf von Romai verwendet.

    Im Mehrspindel-Drehautomaten kommen unterschiedliche Standardaggregate zum Einsatz. Für extreme Beanspruchung wird der Fräskopf von Romai verwendet.

  • Andres Motus (links) von IVO Oesterle und GA-Automotive-Geschäftsführer Rainer J. Lechner freuen sich über die erfolgreiche Umrüstung der Schütte-Maschine.

    Andres Motus (links) von IVO Oesterle und GA-Automotive-Geschäftsführer Rainer J. Lechner freuen sich über die erfolgreiche Umrüstung der Schütte-Maschine.

  • Das Fräs-Aggregat von Romai glänzt mit einer besonders hohen Steifigkeit und ermöglicht eine leichte Montage des Fräsers. Auch die Schmierung wurde optimiert.

    Das Fräs-Aggregat von Romai glänzt mit einer besonders hohen Steifigkeit und ermöglicht eine leichte Montage des Fräsers. Auch die Schmierung wurde optimiert.

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ROMAI Robert Maier GmbH Werkzeug- und Maschinenbau

Florianstraße 22
DE 71665 Vaihingen
Tel.: +49 - 7042 - 8321 0
Fax: 07042-8321-22

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