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maschine+werkzeug 10/2013

Gas geben beim Schleifen

Technik - Werkzeuge

Schleifen - Tyrolit setzt bei den Hightech-Schleifwerkzeugen ›Genis‹ und ›Genis CF‹ zum Außenrundschleifen von Kurbel-, Nocken- und Getriebewellen auf einen Trägerkörper aus Kohlefaser.

Schneller schleifen

Gunter Steckel, Manager und Produktentwickler keramische Schleifanwendungen zum Schälschleifen bei Tyrolit in Schwaz, berichtet über die Vorteile des Schälschleifens: »Beim Schälschleifen wird das Aufmaß eines beliebigen Bauteils durch eine Quervorschubbewegung abgetragen. Dadurch kann das Bauteil geometrisch und von den Anforderungen an die Oberflächengüte sehr schnell und flexibel bearbeitet werden.«

Schälschleifen ist das typische Schleifverfahren bei der Fertigung von Getriebewellen und Walzen und findet bei unterschiedlichsten Materialien Einsatz. Aus diesem Grund werden sowohl Diamant als auch CBN-Körnungen unterschiedlicher Korngrößen vor allem in gut abrichtbaren keramischen aber auch metallischen Bindungen eingesetzt. Stahl ist das Standard-Trägerkörpermaterial beim Schälschleifen und erreicht übliche Schnittgeschwindigkeiten bis 140 Meter pro Sekunde.

Für neue Anwendungskonzepte sollen Schnittgeschwindigkeiten bis 200 Meter pro Sekunde erreicht werden. »Neue Trägerkörper auf Basis von kohlefaserverstärktem Kunststoff können auch beim Schälschleifen die Prozesszeiten durch höhere Umfangsgeschwindigkeiten verkürzen und die geforderten Schleifgeschwindigkeiten erreichen«, erklärt Steckel. Kohlefaserträgerkörper haben darüber hinaus ein exzellentes Dämpfungsverhalten und weisen bei gleichzeitig hoher Festigkeit ein sehr geringes Gewicht auf.

Der Aufbau des Trägerkörpers ist vor allem im äußeren Bereich aufgrund der dort wirkenden sehr großen tangentialen Kräfte wichtig. Dies ist mittels ›High-Modulus‹ und unidirektionalen Kohlefasern möglich – sie halten aufgrund ihrer hohen Festigkeiten diesen Kräften am besten Stand. Teilweise muss auch die geometrische Form des Trägers entsprechend der Krafteinwirkung neu designt werden. »Die erforderliche Steifigkeit des CF-Trägerkörpers ist für die Einhaltung der Winkelgeometrie des Schleifbelages beim Schälschleifen Grundvoraussetzung«, weiß Steckel zu berichten. Zudem ist die Zusammensetzung von Faser, Webart und Beschichtung für den optimalen Schleifscheibenaufbau ausschlaggebend. Die Kohlefaser wird dabei mittels Pultrusionsverfahren mit einem Kunststoff überzogen. Die häufigsten Kunststoffe sind Epoxi-Harze, sogenannte Durplaste. Höherfeste Thermoplaste wie ›PES‹ und ›PEEK‹ sind technisch besser, aufgrund ihrer hohen Kosten aber nur bei extremer Beanspruchung des CF-Trägers sinnvoll.

Die Methoden zur Herstellung von CF-Trägern sind vielfältig und beeinflussen die mechanischen Kennwerte wesentlich. Das Pressen von ›Prepregs‹ in Formen oder als Platte sowie das Wickeln von Formkörpern findet am häufigsten Einsatz. Bei der Plattentechnologie werden unterschiedliche Trennverfahren verwendet.

Hier geht es zu den Genis-Schleifwerkzeugen von Tyrolit.

Hier geht es zu den Genis-CF-Schleifwerkzeugen von Tyrolit.

  • Keramisch gebundene CBN-Schleifscheibe mit Faserverbundtragkörper.

    Keramisch gebundene CBN-Schleifscheibe mit Faserverbundtragkörper.

  • »Trägerkörper aus Kohlefaser können beim Schälschleifen die Prozesszeiten verkürzen.« Gunter Steckel, Manager und Produktentwickler keramische Schleifanwendungen zum Schälschleifen bei Tyrolit in Schwaz (Österreich)

    »Trägerkörper aus Kohlefaser können beim Schälschleifen die Prozesszeiten verkürzen.« Gunter Steckel, Manager und Produktentwickler keramische Schleifanwendungen zum Schälschleifen bei Tyrolit in Schwaz (Österreich)

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Unternehmensinformation

TYROLIT Schleifmittelwerke Swarovski KG

Swarovskistr. 33
AT 6130 SCHWAZ
Tel.: 00435242-606-0
Fax: 00435848-63597

Internet:www.tyrolit.de



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